Die besten Monitoring-Tools für virtuelle Maschinen

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Virtuelle Server spielen heute eine wichtige Rolle in der IT-Infrastruktur. Schließlich ermöglichen sie die dynamische Zuweisung von Ressourcen, eine höhere Verfügbarkeit und nicht zuletzt Kosteneinsparungen. Vor allem größere Unternehmen sind auf zuverlässige virtuelle Maschinen angewiesen, weshalb die Überwachung dieser Server unerlässlich ist.

VM-Monitoring ermöglicht das Überwachen der virtuellen Maschinen, Hypervisoren und physischen Server, auf denen sie laufen. So ist man stets über die Verfügbarkeit und Leistung informiert und kann bei Fehlern oder Ausfällen schnell reagieren.

Wir haben die besten Tools zum Monitoring virtueller Maschinen verglichen und eine Liste mit Empfehlungen zusammengestellt.

Paessler PRTG Network Monitor

Quelle: Paessler

Ein großer Vorteil von Paessler PRTG ist die einfache und übersichtliche Oberfläche sowie die intuitive Bedienung. Als tolle Ergänzung zur PRTG-Software bietet Paessler kostenlose Tools für mobile Geräte an. Was uns an PRTG außerdem sehr gut gefällt, ist der All-in-One-Ansatz. Alle Funktionen sind in jeder Lizenz enthalten – kostenpflichtige Add-Ons werden also nicht benötigt, wenn man neben virtuellen Maschinen auch den Datenverkehr oder Geräte wie Router, Switches und Drucker überwachen möchte.

Die Lizenzkosten von PRTG Network Monitor richten sich nach der Anzahl der benötigten Sensoren (also der Anzahl der Messpunkte) und beginnen bei einem sehr fairen Preis von 1799 US-Dollar für 500 Sensoren. Für sehr große und verteilte Netzwerke bietet Paessler eine eigene Lösung an: Den PRTG Enterprise Monitor.

Was Sie allerdings beim Paessler PRTG Network Monitor zu beachten sollen: Für die Installation wird ein Windows-Server benötigt, eine Unix-Version ist (noch) nicht verfügbar.

Für reine Unix-Netwerke oder den Wunsch nach maximaler Flexibilität, ist die SaaS-Version PRTG Hosted Monitor eine gute Lösung.

Weitere Informationen zur Überwachung von virtuellen Maschinen mit PRTG finden Sie hier.

LogicMonitor

Quelle: LogicMonitor

LogicMonitor ist ein Monitoring-Tool, das die gesamte Netzwerkumgebung im Auge behält. Mit 2000 vorkonfigurierten Integrationen lassen sich viele Aspekte eines Netzwerks mit wenigen Klicks in die Überwachung einbeziehen. Für virtuelle Maschinen werden Anbieter wie VMware, HyperV und Citrix unterstützt. Neben den umfangreichen Funktionen bietet LogicMonitor den Vorteil einer benutzerfreundlichen Oberfläche sowie einfacher Einrichtung und Konfiguration.

LogicMonitor ist ausschließlich als Cloud-basierte SaaS-Variante verfügbar und kann somit auf jeder Plattform eingesetzt werden. Für den vollen Funktionsumfang und das Monitoring von mehr als 200 Geräten ist eine Enterprise-Lizenz erforderlich. Die Abrechnung der Kosten ist von den überwachten Geräten abhängig – der Preis für die volle Lizenz beträgt dabei ca. 20 US-Dollar pro Gerät und Monat. Die Flexibilität der Enterprise-Zulassung hat ihre Vorteile, sie kann aber auf Dauer je nach Größe des Netzwerks sehr teuer werden. Darüber hinaus ist LogicMonitor auf eine ständig verfügbare und leistungsfähige Internetverbindung angewiesen.

Mehr zur Überwachung von virtuellen Maschinen mit LogicMonitor können Sie hier nachlesen.

ManageEngine Applications Manager

Quelle: ManageEngine

Der Applications Manager ist ein Tool zur Überwachung der Anwendungsleistung von ManageEngine. Dabei ermöglicht er das Monitoring der Leistung sowie der Verfügbarkeit von Applikationen und Diensten im Netzwerk. Mit dem Hilfsprogramm können Virtualisierungen von VMware, HyperV, Citrix oder Nutanix überwacht werden, wobei das Tool sowohl die physischen Server als auch die darauf laufenden virtuellen Maschinen und Anwendungen im Auge behält. Beim Überschreiten bestimmter Schwellenwerte wird automatisch ein Alarm ausgelöst, der den Administrator per SMS oder E-Mail über eine Störung informiert.

Erfahren Sie hier mehr über VM Monitoring mit ManageEngine Applications Manager.

Mit verschiedenen konfigurierbaren Widgets ist es möglich, im ManageEngine Applications Manager eigene Dashboards und Berichte zusammenzustellen. Im Gegensatz zu Paessler PRTG und LogicMonitor reicht eine Applications-Manager-Lizenz jedoch nicht aus, um ein gesamtes Netzwerk zu überwachen. Die grundlegenden Netzwerk-Monitoring-Funktionen werden durch den ManageEngine OpManager bereitgestellt, für weitere Aufgaben benötigt man zusätzliche Produkte wie den NetflowAnalyzer oder den ApplicationManager. Das Überwachen aller Aspekte eines Netzwerks kann daher schnell sehr teuer werden.

Auch die Lizenz für den Applications Manager selbst ist relativ kostspielig und beginnt bei knapp 20.000 US-Dollar einmalig oder 10.000 Dollar jährlich.

SolarWinds Virtualization Manager

Quelle: SolarWinds

SolarWinds bietet eine Reihe verschiedener Tools für die Netzwerküberwachung und -verwaltung an. Für die VM-Überwachung ist der Virtualization Manager (VMAN) als Teil der SolarWinds Orion-Plattform das Tool der Wahl. SolarWinds VMAN gibt einen umfassenden Einblick in den Zustand und die Leistung von Systemen mit VMware vSphere, Nutanix AHV oder Microsoft Hyper-V. Zentrale Dashboards visualisieren verschiedene Metriken wie Auslastung und Performance. Außerdem erhält man Empfehlungen für die optimale Größe und Platzierung von VMs.

Um nicht nur die virtuellen Maschinen selbst, sondern auch die physischen Server überwachen zu können, ist das Produkt SolarWinds Server & Application Monitor ebenfalls erforderlich.

Ähnlich wie bei ManageEngine ist für die umfassende Überwachung des gesamten Netzwerks eine Reihe weiterer Tools erforderlich, wie z. B. der Network Performance Monitor oder der Server & Application Monitor. Je nach Bedarf und Größe des Netzwerks belaufen sich die Kosten dafür schnell auf mehrere Tausend Dollar.

Wird nur der Virtualization Manager benötigt, beginnen die Lizenzkosten bei etwa 1500 US-Dollar. Die Kosten für das Tool Server & Application Monitor beginnen bei etwa 1.400 US-Dollar.

Klicken Sie hier, um SolarWinds Virtualization Manager zu erwerben.

Nagios

Quelle: Nagios

Wer eine Open-Source-Lösung für die Überwachung virtueller Maschinen bevorzugt, sollte sich das Tool Nagios ansehen. Über Plugins ist es möglich, das Linux-basierte Nagios sehr detailliert an unterschiedliche Bedürfnisse anzupassen. Dieser Prozess sowie die Einrichtung des Programms für ein bestimmtes Netzwerk erfordern jedoch viel Zeit und Know-how.

Nagios überwacht die Virtualisierungslösungen aller großen Hersteller – so bemerkt man schnell, wenn Systeme oder Dienste ausfallen oder nicht wie gewünscht funktionieren.

Die Basisversion von Nagios Core ist kostenlos. Für den Konfigurationsassistenten und einen individuellen technischen Support ist die kostenpflichtige Version Nagios XI notwendig, deren Preis bei etwa 2000 US-Dollar beginnt.

Mehr zu den Nagios-Produkten erfahren Sie hier.

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