Condition Monitoring und IoT: 4 praktische Lösungen

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Das Internet der Dinge (IoT) wurde 2015 zu einem Schlagwort und erfreut sich seither zunehmender Beliebtheit. Im Kern verbirgt sich hinter dem Begriff eine funktionierende Technologie, die sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich unverzichtbar ist.

Der Marktumsatz für das Internet der Dinge wird sich im laufenden Jahr 2022 auf rund 1.177 Mio. € belaufen. Zwischen 2022 und 2027 wird sogar ein jährliches Umsatzwachstum von über 9 % erwartet, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von fast 1.900 Mio. € im Jahr 2027 führt. Man nimmt an, dass das IoT in den kommenden Jahren einen nahezu disruptiven Charakter entfalten wird.

Denn durch den Einsatz von IoT können Prozesse in Produktion und Fertigung deutlich effizienter gestaltet werden. Genau dafür steht ein weiteres Schlagwort – „Industrie 4.0“. Ob intelligente Servicemodelle, Industrie 4.0 oder das Smart-Office-Management der Zukunft, eines ist klar: IoT ist nicht nur ein spannendes Spielzeug für private Nutzer, sondern eine disruptive Technologie in unserer Wirtschaft. Bei all diesen neuen IoT-Geräten ist es an der Zeit, sich mit dem Thema Monitoring zu beschäftigen.

Was bedeutet „Smart-Office-Management“ genau? Das Smart Office ist in erster Linie ein sich schnell entwickelndes Konzept, das auf der Integration von Technologien in Arbeitsumgebungen basiert. Dies soll eine Reihe von Aufgaben bei der täglichen Arbeitsorganisation erleichtern. Ziel ist es, die Flexibilität und Produktivität zu erhöhen – und es den Mitarbeitern zu ermöglichen, sich auf ihre wesentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Auch hier sind Sensoren die Grundbausteine des Smart Office, die dafür sorgen, zahlreiche Prozesse zu rationalisieren oder sogar zu automatisieren. Mit IoT-Geräten, die mittlerweile kostengünstig und in sehr guter Qualität verfügbar sind, lassen sich Umgebungen sehr detailliert beschreiben:

  • Wie hoch ist die CO2-Konzentration in Innenräumen?
  • Wie sieht es mit der Luftfeuchtigkeit aus?
  • Ist die Heizung zu hoch eingestellt?
  • Wer kontrolliert Dinge wie den Zutritt von berechtigten Personen zu einem Bürogebäude sowie die ausreichende Beleuchtung in Treppenhäusern?

Sensoren, die oft nicht größer als eine Fingerspitze sind, können sich rund um die Uhr um all diese und viele weitere Fragen kümmern. Dabei liefern sie hilfreiche sowie kontinuierliche Daten. Diesen Bereich nennt man Condition Monitoring.

Im Hinblick darauf darf das Thema des nachhaltigen Ressourcenmanagements nicht vergessen werden – schließlich wird gerade dieser Bereich in den nächsten Jahren exponentiell an Bedeutung gewinnen. Die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen hängt zunehmend auch davon ab, wie effizient Energie in ihrer Organisation eingesetzt werden kann. Denn wenn das Energiemanagement im Betrieb auf dem neuesten Stand ist, können Einsparpotenziale frühzeitig erkannt und Ressourcen nachhaltig genutzt werden.

Dies erfordert eine Monitoring-Software, die – trotz des relativ jungen Marktes – Kompetenz und Weitsicht beweist. Sie muss einfach und effektiv zu bedienen sein sowie eine Vielzahl nützlicher Funktionen für eine schnelle und vor allem zuverlässige Energieüberwachung und -planung bieten.

Die Grundlage für jede Lösung zur Ressourcenüberwachung ist eine solide und umfangreiche Datenbasis. Ohne diese kann auch die beste und intelligenteste Monitoring-Software keinen echten Mehrwert generieren. Dazu braucht es unter anderem Gateways, die viele Verbindungen zu Sensoren, Steuerungen und Zählern haben, aber auch solide Datenschnittstellen, damit die Ergebnisse auch die Monitoring-Software erreichen können. Die Themen Smart Metering, Ressourcenmanagement und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen haben in den letzten Jahren in der Gebäudetechnik immer mehr an Bedeutung gewonnen – und werden es auch weiterhin tun. Diesen großen Bereich bezeichnet man als Resource Monitoring.

Vier vielversprechende Lösungen

Diese vier Lösungen scheinen derzeit eine solide Option für IoT-Monitoring im Allgemeinen und Condition Monitoring im Besonderen zu sein. Trotz der relativ neuen Präsenz des IoT-Bereichs werden diese Tools von Unternehmen angeboten, die Experten auf ihrem Gebiet sind. Diese Konzepte decken die meisten – oder alle – der oben genannten Schlüsselthemen ab, einschließlich IoT Monitoring, Condition Monitoring und Resource Monitoring. Im Folgenden stellen wir sie einzeln vor.

Open Source: ThingsBoard

Den Anfang macht ein Open-Source-Konzept, das bereits viele Aspekte enthält, die Anwender von einem guten Condition-Monitoring-Tool erwarten würden. ThingsBoard ist eine IoT-Plattform für Datenerfassung, -verarbeitung, -visualisierung und Gerätemanagement. Diese Lösung ermöglicht die Konnektivität von Geräten über Standard-IoT-Protokolle wie MQTT, CoAP und HTTP. Dabei unterstützt sie sowohl Cloud- als auch On-Premises-Implementierungen auf eigenen Servern. Das Konzept kombiniert hohe Leistung, Skalierbarkeit und Fehlertoleranz, damit keine relevanten Daten verloren gehen.

ThingsBoard ist unter der Apache License 2.0 zugelassen und kann somit auch für kommerzielle Produkte eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, ThingsBoard auch als SaaS- oder PaaS-Lösung zu hosten. Natürlich muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass Open Source nicht unbedingt eine Garantie für Kosteneffizienz ist. So können u. a. Folgekosten durch Einarbeitung und aufwendigere Schulungen entstehen – anders als bei vielen gewerblichen Lösungen.

Quelle: Datenoffenlegung ThingsBoard

Das komplexe Tool für Fortgeschrittene: The Things Industries

The Things Industries ist einer der größten Namen auf dem Markt und bietet eine zuverlässige, sichere sowie skalierbare Technologie zur Verwaltung von Daten und Geräten. Deshalb sollte man sich The Things Stack, ein sicheres und anpassbares LoRaWAN-Netzwerk merken. Es ermöglicht Benutzern die Überwachung sowie Verwaltung verteilter Geräte und Gateways mit einem ausgefeilten Toolset, das Daten sicher an die Anwendung weiterleitet. Hierzu wird ein funktionsreicher LoRaWAN-Netzwerkstack bereitgestellt, der alle Anforderungen erfüllt und dem LoRaWAN Network Reference Model entspricht.

The Things Stack überzeugt, indem das Netzwerk auf Hochverfügbarkeit ausgelegt ist und auf verschiedene Arten eingesetzt werden kann: vor Ort installiert, in einer privaten Cloud oder vollständig von The Things Industries auf einer dedizierten Infrastruktur gehostet. Auch das Pay-as-you-go-Modell ist fantastisch – denn die Gebühren richten sich nach der Anzahl der Endgeräte. Das erleichtert die Planung und sorgt für Transparenz. Dieser Positivtrend im Hinblick auf die Kosten zeigt sich auch bei einem weiteren Mitbewerber, der ebenfalls Teil dieser Liste ist. Der Things Stack unterstützt alle LoRaWAN Versionen wie sie von der LoRa Alliance veröffentlicht wurden, sowie den globalen LoRa 2,4 GHz Frequenzplan. Alles in allem also ein hervorragendes Tool, wenn auch sehr komplex und wahrscheinlich nur für Anwender interessant, die bereits einige Erfahrung mit dem IoT haben und wissen, was sie tun.

Quelle: Datenoffenlegung The Things Industries

Großartig für die IT-Überwachung: Paessler PRTG Network Monitor

Zum Paessler PRTG Network Monitor lässt sich eine kurze Geschichte erzählen: Die IT-Überwachung von Paessler beeindruckt schon seit 1997. Mittlerweile umfasst das Software-Angebot von Paessler auch eine gehostete Monitoring-Option sowie eine Enterprise-Lösung für die Überwachung von explizit großen IT-Umgebungen. Die Grundfunktionalität von Paessler PRTG ist jedoch identisch und beinhaltet die Möglichkeit, Daten von Umgebungssensoren zu analysieren und nutzbringend zu präsentieren. Mit PRTG hat Paessler auch erste Schritte im Bereich Condition Monitoring unternommen, was zuletzt während der Corona-Pandemie in Klassenzimmern von großer Bedeutung war.

Wie bereits angedeutet, wird vielen IoT-Konzepten nachgesagt, sie würden ihre Versprechen nicht halten, nicht wirklich marktfähig und nicht ausreichend getestet sein. Paessler PRTG widerlegt diesen Verdacht. Ausgehend von seiner Lösung hat Paessler ein spezialisiertes IoT-Tool entwickelt, dem wir uns später noch ausführlicher widmen – so viel bereits vorab: Paessler PRTG kann bereits mehr als 80 % aller gängigen Condition-Monitoring-Herausforderungen lösen.

Zu den Stärken von Paessler PRTG gehören die flexible Alarmierung, bewährte und dennoch bemerkenswert aktuelle Pläne und Dashboards, mehrere Benutzeroberflächen sowie ausführliche Berichte, die jedem Zahlenanalysten die Arbeit erleichtern. Darüber hinaus können Anwender Paessler PRTG 30 Tage lang kostenlos in vollem Funktionsumfang testen, um sich mit dem nachfolgenden Condition-Monitoring-Projekt von dessen Leistungsfähigkeit zu überzeugen.

Quelle: Datenoffenlegung Paessler

Paessler Building Monitor

Der Paessler Building Monitor ist eine völlig neue Condition-Monitoring-Lösung von Paessler, die individuell an unterschiedliche Herausforderungen und Anforderungen angepasst werden kann. Zu den standardisierten Anwendungsfällen, die Paessler Building Monitor abdeckt, gehören u. a. Luftqualität, Rauch- und Gaserkennung, Raumklima, Heizzyklus, Schimmelprävention und Beleuchtung. Mit einem einfach zu bedienenden Assistenten können IoT-Geräte schnell mit Paessler Building Monitor verbunden werden. Vorkonfigurierte Vorlagen für Nutzerszenarien bieten einen echten Mehrwert und liefern aussagekräftige Erkenntnisse. Benutzer können auf vordefinierten Schwellenwerten aufbauen, um Alarme und Benachrichtigungen einzustellen. Somit sind sie immer über den aktuellen Zustand ihrer Gebäude informiert und können den Wert ihrer Anlagen schützen. Die Daten in klug strukturierte Berichte zur weiteren Verarbeitung zu exportieren, geht dabei wie von selbst.

Die Kombination macht den Unterschied. Man kann feststellen, dass Paessler Building Monitor von einem IT-Überwachungsunternehmen hergestellt wird, das seit 1997 seine Kunden überzeugt. Liebe zum Detail, offensichtliche Kompetenz und der Mut zu Neuem kommen hier zusammen – für die allermeisten IoT-Projekte sollte Paessler Building Monitor daher die Nummer eins auf der Liste sein.

Quelle: Datenoffenlegung Paessler

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