Die 10 besten agentenlosen Überwachungstools

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Um Ihnen bei der Auswahl der für Sie am besten geeigneten Option zu helfen, beleuchtet dieser Artikel zunächst, was agentenlose Netzwerk-Überwachung eigentlich ist und worauf Sie bei der Auswahl eines agentenlosen Überwachungstools achten sollten. Zum Schluss zeigen wir Ihnen außerdem unsere Top 10 der besten Tools, die aktuell auf dem Markt verfügbar sind.

Für eine effiziente Netzwerküberwachung und -verwaltung ist das richtige Werkzeug besonders wichtig. Agenten lassen sich allerdings nicht immer auf allen zu überwachenden Geräten, wie beispielsweise Netzwerk-Switches und -Routern oder bestimmten Desktop-Systemen und Servern, installieren. In diesen Fällen kommen agentenlose Überwachungstools ins Spiel.

Aber welches agentenlose Überwachungstool ist das richtige für Ihre Bedürfnisse? Bevor wir die Frage beantworten, gilt es zunächst, die Grundlagen zu klären und Ihnen einen Überblick über die Inhalte dieses Artikels zu geben. Die folgenden Links führen Sie direkt zu dem Abschnitt, der für Sie am interessantesten ist:

Was ist agentenlose Überwachung?, Wie wählen Sie das richtige agentenlose Überwachungswerkzeug aus?

Die verschiedenen Überwachungs-Tools:

Paessler PRTG, Zabbix, ManageEngine, SolarWinds NPM, Solarwinds Server & Application Monitor, WhatsUpGold, Nagios, Site 24×7, OP5 Monitor, LogicMonitor

Was ist agentenlose Überwachung?

Bei der agentenlosen Überwachung handelt es sich im Wesentlichen um eine Art der Netzwerküberwachung, bei der ein Monitor verschiedene Leistungsmetriken von einem bestimmten Gerät sammelt. Im Gegensatz zum agentenbasierten Netzwerkmonitoring dabei jedoch kein Software-Agent auf dem zu überwachenden Server oder Gerät installiert werden. Stattdessen verwenden agentenlose Überwachungstools andere Mittel, um die erforderlichen Daten zu sammeln.

Mit der agentenlosen Überwachung entfällt nicht nur die Installation der entsprechenden Software-Komponente auf dem Zielgerät, sondern auch der zusätzliche Overhead, der normalerweise mit agentenbasierten Tools verbunden ist. Außerdem müssen Sie sich bei dieser Form des Netzwerkmonitorings nicht mit der Softwarekonfiguration auf dem Zielcomputer befassen. Und auch die regelmäßige Aktualisierung der Software ist nicht mehr notwendig.

Der größte Vorteil der agentenlosen Überwachung ist jedoch: Ihr Netzwerk lässt sich viel leichter erweitern – ohne dabei auf jedem neuen Gerät eine eigene Software installieren zu müssen. Das Einrichten und Überwachen Ihres Netzwerks gestaltet sich also deutlich einfacher.

Wie Sie das richtige agentenlose Überwachungswerkzeug auswählen

Heute ist eine Vielzahl an agentenlosen Überwachungstools verfügbar. Es braucht also valide Kriterien, anhand derer sich gute von durchschnittlichen Tools unterscheiden lassen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Faktoren aufgeführt, auf die Sie bei der Auswahl eines Tools achten sollten.

Benutzerfreundlichkeit und Einrichtung

Übermäßig komplizierte Tools bedeuten vor allem viel Mühe – nicht nur bei der Einrichtung, sondern auch bei der Nutzung. Denn schwer einzurichtende Tools erfordern bereits eine Menge Zeit, um herauszufinden, wie sie funktionieren – ganz zu schweigen von der eigentlichen Anwendung. Gelingt die Einweisung nicht intuitiv, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es gar nicht erst zum Einsatz kommt.

Im Idealfall sollte das von Ihnen gewählte Netzwerk-Tool deshalb über eine automatische Erkennungsfunktion verfügen, die Netzwerkgeräte automatisch identifiziert. Auch die Benutzeroberflächen müssen einfach zu bedienen sein und dennoch eine Vielzahl von Optionen bieten.

Detaillierte Insights

Um zu verstehen, was in Ihrem Netz wirklich vor sich geht, sind ganz genaue Einblicke in die Betriebsdaten notwendig. Deshalb sollte das ideale Tool es Ihnen ermöglichen, das Netzwerk sowie seine einzelnen Komponenten in einer einzigen Ansicht mithilfe von Diagrammen, Grafiken, Karten und Dashboards zu visualisieren. Außerdem sind weitere Anpassungs- und Drilldown-Optionen wichtig, um detaillierte Einblicke zu erhalten.

In diesem Zusammenhang sind auch die Funktionen zur Erstellung und Verwaltung von Berichten ein wichtiges funktionales Merkmal: Idealerweise bietet das Tool die Möglichkeit, Berichte genau zu planen.

Fehlerberichterstattung

Um das richtige Tool zu finden, ist auch ein fortschrittlicher Warnmechanismus ausschlaggebend. Verschiedene Farbcodes zur Kennzeichnung unterschiedlicher Probleme erleichtern dabei die Fehlermeldung ungemein. Außerdem sollte das Tool in der Lage sein, Benachrichtigungen über verschiedene Kommunikationskanäle zu senden – so übersehen Sie keine wichtigen Probleme und können rechtzeitig entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Ebenso sollte das von Ihnen gewählte agentenlose Netzwerktool über einen Ausfallmechanismus verfügen. Dieser gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit, falls das System, auf dem das Tool läuft, nicht mehr einwandfrei arbeitet.

Kunden-Support

Ab und an tauchen möglicherweise Probleme mit dem Überwachungsprogramm auf, die Sie nicht selbst lösen können. In solchen Fällen ist ein zügiger und effizienter Kundensupport immer sinnvoll, damit Sie das Tool so schnell wie möglich weiter nutzen können.

Kostenlose Testversion

Im besten Fall wählen Sie ein Tool, das eine kostenlose Testphase von etwa einem Monat anbietet. So können Sie das Programm eingehend testen und sich vergewissern, ob es sich tatsächlich für Ihr Unternehmen eignet – bevor Sie einen hohen Betrag investieren. Denn eine hohe Investition lohnt sich nur dann, wenn das Tool auch einen Nutzen mit sich bringt.

Fast alle der im Folgenden vorgestellten agentenlosen Überwachungstools bieten entweder eine 14- oder 30-tägige Testphase an. Je nach Komplexität des zu überwachenden Netzwerks sind 14 Tage jedoch möglicherweise zu knapp, um alle Funktionen des Tools zu testen. Eine 30-tägige Testversion ist deshalb in der Regel empfehlenswerter.

Preis

Schließlich ist auch der Preis des Tools ein wichtiger Faktor. Behalten Sie dabei immer das Budget Ihres Unternehmens im Auge und wählen Sie ein Tool, das eine sinnvolle Kosten-Nutzen-Bilanz aufweist. Fast alle Netzwerküberwachungs-Tools auf der Liste arbeiten mit einer Preisgestaltung auf Grundlage eines individuellen Angebots. Sie müssen sich also in der Regel zunächst mit dem Kundendienst in Verbindung setzen, um zu erfahren, wie viel das Tool Ihrer Wahl kosten wird.

Die Top 10 Tools für agentenlose Überwachung

Unter Berücksichtigung der oben definierten Merkmale haben wir die Liste der besten aktuell verfügbaren agentenlosen Überwachungstools eingegrenzt. Los geht‘s.

1.    Paessler PRTG Network Monitor

PRTG ist ein integriertes Tool, mit dem Sie Anwendungen, Datenverkehr, Leistung, Geräte, Bandbreite, Cloud-Überwachungsdienste, Systeme und vieles mehr innerhalb einer IT-Infrastruktur überwachen können. Im Vergleich zu den meisten anderen Überwachungstools ist PRTG wesentlich leichter und schneller zu installieren.

Was wir jedoch am meisten schätzen, ist die einfache Einrichtung und Nutzung des Tools. Es lässt sich mit nur wenigen Klicks aufsetzen und verfügt über eine automatische Erkennungsfunktion, die das Netzwerk scannt und alle Elemente automatisch zur Einrichtung hinzufügt. Neben einer benutzerfreundlichen Website bietet PRTG auch eine Desktop-Anwendung und sogar eine mobile App für Android und iOS, die die Überwachung Ihres Netzwerks bequem und einfach macht.

Interface für die Traffic-Überwachung mit der iOS-App von Paessler
Interface für die Traffic-Überwachung mit der iOS-App von Paessler

Die Browser-Oberfläche ist nicht nur äußerst funktional, sondern erleichtert auch die Navigation. Betrachtet man die Netzwerkkarte, wird außerdem deutlich, wie viel Liebe zum Detail das Unternehmen in das Tool gesteckt hat. Auch wenn es eine gewisse Lernkurve gibt, wenn man die Karte erstellen möchte – wir finden sie einfach wunderschön. Hat man den Dreh einmal heraus, kann man sehr detaillierte Karten erstellen und sie auf einem großen Bildschirm anzeigen. So erhalten alle Beteiligten immer einen guten Überblick, wie sich das Netzwerk zu einem bestimmten Zeitpunkt verhält. Es gibt sogar eine Funktion zur Kartenrotation, um verschiedene Ansichten der Infrastruktur zu zeigen.

Darüber hinaus ist das Netzwerküberwachungs-Tool herstellerneutral und verwendet eine ganze Reihe von Technologien, um verschiedene Netzwerkgeräte in die Überwachungseinrichtung zu integrieren. Dazu gehören Flow-Protokolle wie IPFIX, sFlow, NetFlow und jFlow sowie SSH, SNMP und WMI. Und auch die Bereitstellung fällt dank der zahlreichen vorkonfigurierten Templates für Sensoren und Geräte namhafter Anbieter und Hersteller außergewöhnlich leicht.

Das individualisierbare Dashboard von Paessler mit Echtzeit-Karten zur Visualisierung des Netzwerks
Das individualisierbare Dashboard von Paessler mit Echtzeit-Karten zur Visualisierung des Netzwerks

PRTG ermöglicht es Ihnen außerdem, Ihre Daten in einem interaktiven und anpassbaren Dashboard anzuzeigen. Die Karten enthalten dabei auch einige Visualisierungsoptionen in Form von benutzerfreundlichen Drag-and-Drop-Widgets, die Ihnen die Arbeit enorm erleichtern können. Auch die Fehlersuche und Problemlösung wird durch die anpassbaren Echtzeit-Warnungen vereinfacht. Zudem lassen sich Benachrichtigungsmethoden und -auslöser individuell festlegen, um keine wichtigen Vorfälle im Netzwerk zu verpassen.

Vorteile

  • umfassende Unterstützung der meisten Geräte
  • nutzt SNMP, WMI und Packet Sniffing zur Erkennung neuer Geräte und Überwachung der Netzwerkleistung
  • einfache Erstellung von benutzerdefinierten Berichten und Ansichten dank des Drag-and-Drop-Editors
  • verschiedene Benachrichtigungsoptionen verfügbar
  • benutzerfreundlich und für IT-Experten geeignet

Nachteile

  • steile Lernkurve dank zahlreicher Funktionen, die im ersten Moment überwältigend erscheinen
  • benutzerdefinierte Sensoren lassen sich schwer konfigurieren

2.    Zabbix

Zabbix ist eine Open-Source-Plattform für die Systemüberwachung. Sie bietet sowohl agentenbasierte als auch agentenlose Optionen. Ist es nicht möglich, einen Zabbix-Agenten zu installieren, sorgt der Zabbix-Server für eine agentenlose Überwachung verschiedener Aspekte Ihrer Serverinfrastruktur (sowohl lokal als auch in der Cloud), z. B. Netzwerküberwachung, Anwendungsüberwachung und DB-Überwachung.

Im Gegensatz zu vielen anderen agentenlosen Überwachungstools verfügt Zabbix über eine ansprechende Weboberfläche und bietet sowohl Anpassungs- als auch Automatisierungsfunktionen. Außerdem sind zahlreiche vorkonfigurierte Monitoring-Vorlagen verfügbar, mit denen Sie Geräte beliebter Anbieter sofort überwachen können.

Überwachungs-Dashboard von Zabbix
Überwachungs-Dashboard von Zabbix

Die Liste der Funktionen des Tools umfasst zahlreiche intelligente Warnmeldungen: Sie dienen der Vorhersage von Trends, der Erkennung von Anomalien, der Ursachenanalyse und der Klassifizierung von Problemen nach Schweregrad (wobei die Benutzer verschiedene Eskalationsszenarien definieren können). Darüber hinaus können Sie mithilfe von Regex flexible und intelligente Schwellenwerte definieren oder verschiedene Nachrichtenkanäle für den Empfang von Warnungen wählen. Ebenso lässt sich mit dem Tool eine individuelle Nachricht für verschiedene Kanäle und unter Berücksichtigung des Empfängers definieren.

Was uns an Zabbix außerdem gefällt, sind die einfache Datenvisualisierung und die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten. Per Drag-and-Drop-Funktion lassen sich Widget-basierte Dashboards erstellen und ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen konfigurieren.

Im Gegensatz zu anderen Open-Source-Tools bietet Zabbix außerdem zusätzliche Dienstleistungen an – darunter fünf verschiedene Stufen des technischen Supports sowie ein Schulungsprogramm für die Zertifizierung. Im Vergleich dazu bieten die meisten anderen Open-Source-Produkte nur Community-basierten Support. Nichtsdestotrotz ist aber auch der Community-Support von Zabbix ein durchaus wertvoller Zusatz, der überdies kostenlos zur Verfügung steht.

Vorteile

  • kostenlose Open-Source-Überwachungsplattform
  • unternehmenstaugliches System für kleine und große Netzwerke
  • keine Bindung an einen bestimmten Anbieter
  • hohe Anpassungsfähigkeit

Nachteile

  • zusätzliche Dienste sind kostenpflichtig
  • hoher Personal- und Zeitaufwand für die Einrichtung, Wartung und Anpassung der Software

3.    ManageEngine OpManager

OpManager von ManageEngine (bekannt für seine Netzwerkadministrations-Tools) ist im Wesentlichen ein All-in-One-Tool für das Monitoring der Infrastruktur, mit dem Sie virtuelle und physische Server sowie Netzwerkgeräte überwachen können. Die Liste der Funktionen von OpManager umfasst eine intuitive Benutzeroberfläche: Alle benötigten Informationen sind leicht auffindbar und verfügen über einen qualitätiv hochwertigen Berichtsmechanismus, ausgezeichnete Berichtsfunktionen und integrierte benutzerdefinierte Berichte.

Das UI-Interface von OpManager für iPad und mobile Geräte
Das UI-Interface von OpManager für iPad und mobile Geräte

Wie PRTG bietet auch OpManager mobile Apps für Android und iOS, mit denen Sie Ihre Geräte auch von unterwegs überwachen sowie grundlegende Fehler beheben können. Das Tool ist in drei Editionen erhältlich: die Standard- und Professional-Editionen für KMUs und die Enterprise-Edition für größere Organisationen mit bis zu 250 Geräten.

Werfen wir einen genaueren Blick auf die umfassende Liste der Funktionen von OpManager: Dazu gehören zahlreiche vorkonfigurierte Netzwerk-Performance-Monitors, die die Integration und den Einsatz erleichtern. Die meisten Funktionen wie Berichte, verteilte Überwachung und das Monitoring virtueller Umgebungen sind in der Standard-Edition allerdings nicht verfügbar. Andere Funktionen, wie z. B. Speicher- und Firewall-Überwachung, müssen Sie als Plug-in und Add-on erwerben.

Daneben bietet OpManager bei Ausfällen auch automatische Benachrichtigungen in Echtzeit per E-Mail und SMS; es gibt jedoch keine unterschiedlichen Benachrichtigungsmethoden, wie sie andere Tools in dieser Liste vorweisen können. Allerdings lassen sich benutzerdefinierte Schwellenwerte, wie z. B. Multi-Level Thresholds, festlegen, um Probleme nach verschiedenen Eskalationsstufen zu klassifizieren.

Auf dem klar strukturierten Dashboard lassen sich Zustand, Verfügbarkeit und Performance überwachen.
Auf dem klar strukturierten Dashboard lassen sich Zustand, Verfügbarkeit und Performance überwachen.

Schließlich bietet OpManager gut strukturierte, einfache und übersichtliche Dashboards zur Visualisierung der Überwachungsdaten. Mit verschiedenen vorkonfigurierten Echtzeit-Widgets lassen sich diese außerdem individuell anpassen. Aber wie die meisten anderen Funktionen sind auch die Widgets in der Standard-Edition nicht verfügbar.

Vorteile

  • Infrastrukturmanagement-Tool mit Netzwerküberwachung und Anwendungsperformance-Management
  • intuitive Erstellung von Karten
  • einfache Installation und Benutzung (vor Ort)

Nachteile

  • begrenzte Funktionen in der Standard-Edition
  • keine Berichte in der Standardinstallation

4.    SolarWinds Network Performance Monitor

SolarWinds bietet zwei Netzwerk-Tools: den Network Performance Monitor (NPM) und den Server & Application Monitor. Werfen wir zunächst einen Blick auf den NPM:

NPM überwacht die Leistung von Netzwerkelementen wie Switches, Anwendungen und Servern, unterstützt nahezu alle Netzwerkgeräte und ist bei mittleren und großen Unternehmen sehr beliebt. Außerdem bietet es hervorragende Netzwerküberwachungsfunktionen wie SNMP und Packet Sniffing.

NMP ermöglicht die einfache Überwachung von Netzwerkverfügbarkeit und -performance.
NMP ermöglicht die einfache Überwachung von Netzwerkverfügbarkeit und -performance.

Der modulare Aufbau des Tools beeinflusst jedoch die Benutzerfreundlichkeit und macht die Einrichtung relativ komplex. Zwar lassen sich dafür auch zusätzliche Tools in NPM integrieren – allerdings müssen alle Funktionen, wie z. B. Flow-, Datenbank- und Server-Monitoring, die über den Umfang des Standard-Tools hinausgehen, als separate Lösungen oder Add-ons erworben werden.

Wie bei den meisten Überwachungstools erhalten Sie auch bei NPM vorkonfigurierte Standardwarnungen, die sich individuell nach Ihren Bedürfnissen anpassen lassen. Mit der Zeitplanungsfunktion können Sie außerdem das Rauschen der Alarme reduzieren und sogar festlegen, wann verschiedene Teammitglieder unterschiedliche Benachrichtigungen erhalten.

Und auch die Karten und Dashboards von NPM sind erwähnenswert: Mit der Netzwerkatlas-Funktion des Tools lassen sich individuelle Karten per Drag-and-Drop gestalten. Außerdem werden automatisch L2- und L3-Verbindungen zwischen den ausgewählten Geräten erstellt. Mit dem Visualisierungstool NetPath können Sie dabei alle Pfade, die Ihre Daten innerhalb Ihres Netzwerks nehmen, optisch darstellen – und sogar jeden Hop verfolgen!

Vorteile

  • unterstützt sowohl die Paketanalyse und SNMP als auch die automatische Erkennung
  • ausgezeichnete und einfach zu bedienende Warnfunktionen
  • Anpassung des Dashboards mit Drag-and-Drop-Widgets
  • vorkonfigurierte Dashboard-Ansichten, Vorlagen und Berichte
  • reaktionsschnell und benutzerfreundlich für kleine und mittlere Unternehmen sowie große Organisationen

Nachteile

  • schwierig zu bedienen, insbesondere für Personen ohne technische Vorbildung

5.    SolarWinds Server & Application Monitor

Als nächstes sehen wir uns Server & Application Monitor (SAM) von SolarWinds an. SAM bietet mehr als 1200 Überwachungstools für Linux- und Windows-Anwendungen. Die Installation ist ein Kinderspiel und geht schnell von der Hand. Ein Assistent zur Komponentenüberwachung erleichtert die Konfiguration von Application Monitors und ermöglicht die Einrichtung von Sensoren zur Überwachung Ihres Netzwerks. Außerdem bietet das Dashboard einen Überblick über den Zustand der Anwendung und den Anwendungsstatus.

Server & Application Monitor (SAM) von SolarWinds bietet viele Möglichkeiten zur einfachen Überwachung von Servern und Apps.
Server & Application Monitor (SAM) von SolarWinds bietet viele Möglichkeiten zur einfachen Überwachung von Servern und Apps.

Das Tool erleichtert die Überwachung von Anwendungsabhängigkeiten, da es Server und Apps automatisch erkennt. Letztere lassen sich auch in einer Abhängigkeitskarte anzeigen, sodass Sie Ihre gesamte Infrastruktur auf einen Blick sehen können. Außerdem ist es möglich, benutzerdefinierte Warnschwellenwerte festzulegen, um Anomalien zu erkennen. Dazu können Sie sogar Berichte erstellen, um genauer zu untersuchen, was in Ihrem System wirklich vor sich geht.

Vorteile

  • speziell für große Unternehmen entwickelt
  • automatische Erkennung erstellt Bestandslisten und Netzwerktopologie-Karten in Echtzeit
  • unterstützt Paketanalyse und SNMP
  • Dashboard ist mit Drag-and-Drop-Widgets individuell anpassbar
  • hervorragendes Berichtssystem mit vorkonfigurierten Templates

Nachteile

  • eher für Systemadministratoren geeignet, nicht für Benutzer ohne technische Vorbildung

6.    WhatsUp Gold

WhatsUp Gold kombiniert das Konfigurations- und Protokollmanagement mit Anwendungs- und Netzwerkleistungsüberwachung. Wie die meisten Tools auf unserer Liste verfügt es über eine automatische Erkennungsfunktion. Doch das Tool geht noch einen Schritt weiter: Es generiert automatisch eine L2- und L3-Netzwerktopologie, die bei Änderungen automatisch aktualisiert wird.

Die Liste der Funktionen des Tools umfasst anpassbare Benachrichtigungen, Echtzeit-Warnungen und die Möglichkeit, bestimmte Schwellenwerte zu definieren. Benutzer können außerdem kritische Anwendungskomponenten angeben, um die relevantesten Warnungen für Elemente zu generieren, die bei Problemen das Netzwerk behindern können. Daneben bietet WhatsUp Gold ein anpassbares Dashboard mit farbcodierten Symbolen, die den Gerätestatus anzeigen.

Die individualisierbaren Dashboards von WhatsUp Gold sind für die Gewährleistung einer optimalen Performance bestens geeignet.
Die individualisierbaren Dashboards von WhatsUp Gold sind für die Gewährleistung einer optimalen Performance bestens geeignet.

Die Anwendungsüberwachungsfunktionen von WhatsUp Gold sind ebenfalls sehr detailliert: Mit dem zugehörigen Plug-in können Sie Antwortzeiten und Web-Transcription-Skripte überwachen, um Probleme zu erkennen. Das Tool enthält außerdem sofort einsetzbare Überwachungsprofile für Active Directory, SharePoint, SQL und Microsoft Exchange. Mit dem Plug-in für die virtuelle Überwachung lassen sich auch virtualisierte Umgebungen überwachen. Es akzeptiert Hyper-V- und VMware-Ressourcen, um sicherzustellen, dass die Sichtbarkeit die Hypervisor-Ebene erreicht.

Das Tool verfügt jedoch nicht über vorgefertigte Integrationsvorlagen. Für Anwendungen und Systemintegrationen von Drittanbietern sind außerdem REST-API-Aufrufe nötig – was die Einrichtung und Konfiguration etwas komplizierter macht.

Vorteile

  • einfache Visualisierungen für übersichtliche Insights
  • intuitive Benutzeroberfläche
  • überwacht Cloud-basierte Anwendungen, LANs und WANs
  • sofort einsatzbereite Warnmeldungen

Nachteile

  • intransparente Lizenzierungspolitik
  • keine Cloud-basierte Version verfügbar

7.    Nagios

Nagios ist ein Linux-basiertes Netzwerk-Monitoring-Tool zur Überwachung geschäftskritischer Infrastrukturkomponenten. Dabei sind zwei Versionen von Nagios erhältlich: Nagios Core, ein kostenloses Open-Source-Tool, und Nagios XI, ein kommerzielles Produkt. An sich basieren beide Produkte auf demselben Core – allerdings sind in der kostenlosen Version für die Überwachungsaufgaben von der Community entwickelte Plug-ins und Add-ons notwendig, die im kommerziellen Produkt bereits enthalten sind.

Web-Interface von Nagios XI
Web-Interface von Nagios XI

Nagios eignet sich hervorragend für die Überwachung von Netzwerkinfrastrukturen, Systemmetriken, Netzwerkprotokollen, Betriebssystemen, Anwendungen und Diensten. Sollten Sie weitere Komponenten benötigen, die nicht im Lieferumfang enthalten sind, können Sie außerdem Add-ons von Drittanbietern verwenden. So ist Nagios XI in einer Enterprise- und einer Standard-Edition erhältlich: Erstere enthält dabei zusätzliche Funktionen sowie Unterstützung für umfangreiche Konfigurationen, geplante Berichte und Prognosen.

Umfassende Netzwerküberwachung mit Nagios Core
Umfassende Netzwerküberwachung mit Nagios Core

Wie andere Überwachungstools bietet Nagios Benachrichtigungs- und Alarmfunktionen, wobei Sie mithilfe von Add-ons erweiterte Lernoptionen erhalten können. Der größte Nachteil von Nagios ist jedoch, dass die Weboberfläche nicht besonders intuitiv gestaltet ist und die Dashboards sowie die Benutzeroberflächen visuell wenig ansprechend sind.

Vorteile

  • Open-Source-Modell mit zahlreichen Community-entwickelten APIs und Add-ons
  • sehr viele Anpassungsmöglichkeiten
  • weniger Skripting- und Konfigurationsarbeit mit Nagios XI

Nachteile

  • Benutzeroberfläche optisch wenig ansprechend und nicht intuitiv
  • Konfiguration und Einrichtung von Anpassungen erfordern viel Zeit und Wissen

8.    Site 24×7

Site 24×7 ist ein Server-Monitoring-Tool, das sowohl agentenbasierte als auch agentenlose Überwachung bietet. Hiermit können Sie sowohl Endbenutzer als auch Anwendungen und IT-Infrastrukturen überwachen. Damit lässt sich einerseits eine Vielzahl von Informationen über Ihren Server und Ihr Netzwerk sammeln, andererseits auch eine größere Vielfalt an Daten erfassen. So kann der Remote-Server beispielsweise problemlos die RTT (Round-Trip-Time) zum Zielserver messen – allerdings müssen auf diesem Server gesonderte Abfragen ausgeführt werden, um Informationen zu sammeln.

Die agentenlose Serverüberwachung zeigt alle Prozesse auf dem gewünschten Server an.
Die agentenlose Serverüberwachung zeigt alle Prozesse auf dem gewünschten Server an.

Sowohl die agentenlose als auch die agentenbasierte Version des Tools verwenden dieselbe Konsole – doch die Einrichtung unterscheidet sich: Für die agentenlose Version benötigen Sie entweder einen Adressbereich oder eine IP-Adresse, die Sie über die Einstellungen eingeben können. Außerdem verwendet das Programm zur Überwachung von Servern WMI und SNMP.

Das Tool bietet eine Funktion namens Real User Monitoring (RUM), mit der sich Probleme im Netzwerk sowie alle laufenden Programme überwachen lassen. Darüber hinaus können Sie sogar beobachten, was die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen gerade tun. So sehen Sie, wie die Benutzer die Anwendungen über das Netzwerk erleben, und können außerdem die Segmentierung und Analyse verfeinern.

Zu den weiteren Dienstleistungen von Site 24×7 gehören Kostenmanagement, -senkungen und -einsparungen für die Cloud. Auf diese Weise können Sie ein Budget festlegen und dieses mithilfe datenbasierter Entscheidungen auch einhalten. Das Tool ist in vier Editionen erhältlich, wobei das kostenlose Tool nur fünf Server überwachen kann.

Vorteile

  • unterstützt reale Benutzer-, Infrastruktur- und Netzwerküberwachung
  • erstellt Bestandsberichte, Netzwerkkarten und Diagramme mithilfe von Echtzeitdaten
  • benutzerfreundlich und als kostenlose Version erhältlich

Nachteile

  • hoher Zeitaufwand für die Erfassung aller Funktionen

9.    ITRS OP5 Monitor

OP5 Monitor ist ein Open-Source-Tool, das auf Naemon basiert, einer Abspaltung von Nagios. Es ist eine hoch skalierbare und flexible Überwachungslösung, die sowohl für große als auch für kleine Umgebungen geeignet ist. Mit dem Tool können Sie die gesamte IT-Umgebung Ihres Unternehmens überwachen – sei es in der öffentlichen Cloud, in dynamischen Umgebungen, vor Ort oder in all diesen Bereichen zugleich.

Mit der Infrastrukturüberwachung von OP5 Monitor überwachen Sie Ihre gesamte Organisation in einem einzigen Fenster.
Mit der Infrastrukturüberwachung von OP5 Monitor überwachen Sie Ihre gesamte Organisation in einem einzigen Fenster.

OP5 Monitor proklamiert, eine Lösung auf Unternehmensebene zu sein – und wenn man sich die Funktionen ansieht, ist diese Aussage durchaus zutreffend. Insbesondere in verteilten Umgebungen lässt sich das Tool gut skalieren, wodurch es sich potenziell für Unternehmen eignet. Sehen wir uns die einzelnen Funktionen genauer an.

Das Tool bietet ein vollständig anpassbares Dashboard, in dem Sie alle wichtigen Informationen anzeigen können. Außerdem sind die Alarmierungsfunktionen von OP5 Monitor recht beeindruckend: Sie lösen nicht nur Benachrichtigungen aus, sondern starten auch Event-Handler oder Skripte, die bei der Selbstheilung der Strukturen helfen. Ein weiteres großartiges Feature: OP5 Monitor lässt sich sehr einfach in andere Systeme wie CRM und Ticket-Management integrieren. Außerdem ist die API sehr entwicklerfreundlich, sodass die Funktionalität leicht erweitert werden kann.

Das Tool bietet sowohl eine 30-tägige Testversion als auch eine Demo-Umgebung, was einen weiteren Pluspunkt darstellt.

Vorteile

  • sehr flexibel, da es auf Nagios basiert
  • beeindruckende Alarmierungsfunktion
  • sowohl für große als auch für kleine Unternehmen geeignet

Nachteile

  • NetFlow fehlt
  • wenig ansprechendes UI

10. LogicMonitor

LogicMonitor ist ein weiteres Netzwerküberwachungs-Tool, das vor allem dann interessant ist, wenn Sie Infrastruktur-Assets in der Cloud haben. Durch diese Ausrichtung ist das Tool jedoch nicht wie andere agentenlose Systeme konzipiert: LogicMonitor ist ein SaaS-System, dessen Hauptschnittstelle sich in der Cloud befindet. Dabei ist ein schlanker Kollektor im Netzwerk installiert, der die Leistung und den Zustand des Traffics sowie der Geräte überwacht.

Da es sich um ein SaaS-Tool handelt, ist keine Vor-Ort-Installation erforderlich. Besonders schnell können Sie das Tool einrichten, indem Sie die automatische Erkennungsfunktion nutzen: Sie sammelt die Informationen über die IT-Infrastruktur auf der Grundlage der von Ihnen eingegebenen IP-Adressen oder Host-Namen. Sobald es eingerichtet ist, erkennt das Tool so dynamisch neue Netzwerkgeräte.

LogicMonitor nutzt sowohl Flow-Protokolle als auch NBAR2, WMI und SNMP zur Überwachung von Netzwerkgeräten. Außerdem bietet es zahlreiche Integrationen für bekannte Anbieter, um die Bereitstellung zu erleichtern. Auch die intelligente Alarmierung ist ein Plus, da sie klar zwischen unwichtigen und dienstrelevanten Alarmen unterscheidet. Wie bei anderen Tools ist es auch bei LogicMonitor möglich, voreingestellte Warnschwellenwerte anzupassen.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist die übersichtliche Benutzeroberfläche. Außerdem lässt sich dank der zahlreichen ausgefeilten Vorlagen, die bereits verfügbar sind, ganz einfach ein eigenes Dashboard erstellen. Schließlich können Sie Ihre Daten auch in einer hierarchischen Ansicht der Geräte und einer grafischen Topologiekarte visualisieren. Diese hilft Ihnen, Ihre Netzwerke zu optisch zu erfassen und die Grundursache von Problemen schnell zu identifizieren.

Die Benutzeroberfläche zur Netzwerküberwachung mit LogicMonitor
Die Benutzeroberfläche zur Netzwerküberwachung mit LogicMonitor

LogicMonitor bietet nur eine 14-tägige Testphase an, was bei Cloud-basierten Überwachungsplattformen durchaus üblich ist. Aus unserer Sicht reicht diese Zeit allerdings nicht aus, um die Entscheidung für die Investition in das Programm zu treffen. Für die Vollversion gibt es zwei Preispläne: Enterprise und Pro. Dabei beinhaltet die Pro-Version AIOps für über 200 Geräte, während Enterprise bis zu 199 Geräte unterstützt.

Vorteile

  • keine Vor-Ort-Installation dank Cloud-basiertem Dienst
  • cleane, reichhaltige Benutzeroberfläche
  • ideal für geografisch verteilte Standorte
  • einfach zu skalieren

Nachteile

  • nicht für kleinere Netzwerke geeignet
  • Web-Konnektivität erforderlich
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