Nachhaltigkeit betrifft auch IT-Betriebe

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In den letzten Monaten ist das Bewusstsein der IT-Verantwortlichen für die Bedeutung von Nachhaltigkeit in Betrieben gewachsen. Das zeigt die Studie „Evolution of IT Culture“, die Paessler in der ersten Jahreshälfte 2021 durchführte: Die Ergebnisse basieren auf Interviews mit 1548 IT-Managern aus Unternehmen in den USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Australien, Brasilien und Mexiko.

Obwohl nur 37,13 % der Führungskräfte tatsächlich Nachhaltigkeitsprogramme in ihren Unternehmen durchführen, geben 39,49 % von ihnen an, dass sie diesen Punkt für sehr wichtig halten. Weitere 41,92 % schätzen ihn als ziemlich wichtig ein.

„Die Umfrage zeigt auch ein interessantes Ergebnis bei den IT-Managern, die sich selbst noch nicht auf den Weg der Nachhaltigkeit begeben haben: Sie besitzen eine klare Vorstellung von den Dingen, die in ihren Unternehmen geändert werden müssen“, betont Luís Arís, Business Manager bei Paessler LATAM.

45,59 % der Teilnehmer gaben an, dass sie die Möglichkeit für wichtig halten, den Einsatz von Hardware in ihrem Unternehmen zu reduzieren (Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich). Weitere 39,86 % setzten auf den Einsatz von Smart-Building-Lösungen – also Plattformen, die auf IoT-Sensoren basieren und die unterschiedlichsten Funktionen sowie Bereiche eines Gebäudes überwachen. Das Ziel dabei ist es, den Energieverbrauch abzusenken.

Mit Blick auf Nachhaltigkeit halten es 36,95 % für eine gute Strategie, das Rechenzentrum in die Cloud zu verlagern. Weitere 34,51 % gehen sogar noch weiter und geben an, nur „grüne“ Rechenzentren zu nutzen.

„Das Streben nach Zukunftsfähigkeit ist ein Unterscheidungsmerkmal für Unternehmen und beeinflusst die Kaufentscheidungen der Verbraucher. IT-Manager wissen das und bereiten sich aktiv darauf vor, ihren Teil zu diesem Fortschritt beizutragen“, stellt Arís fest.

Frustration von IT-Managern

In der Umfrage wurde auch der Unmut der Führungskräfte aufgezeigt, die für die Gewährleistung der Geschäftskontinuität verantwortlich sind – ihr Zuständigkeitsbereich umfasst dabei die Verwaltung zunehmend heterogener und verteilter IT-Umgebungen. 56,69 % leiden beispielsweise darunter, wenn im Netzwerk ein Fehler ohne geringste Vorhersehbarkeit auftritt. Ebenso bedauern 51,97 %, wenn ein Benutzer Störungen in der IT-Umgebung über den Service Desk meldet.

Weitere 33,95 % kämpfen ständig mit den Problemen, die von Benutzern verursacht werden: Dabei verschaffen sich Anwender über Schatten-IT Zugang zu Webportalen, die nicht von der IT-Abteilung genehmigt wurden. Diese Praxis dient Hackern oft als Einfallstor und erleichtert ihnen den Datendiebstahl.

„Die Zielgruppe dieser Umfrage sind die Fachleute, die rund um die Uhr daran arbeiten, die Qualität der digitalen Dienste für interne und externe Nutzer zu gewährleisten“, schildert Arís. „Die genannten Statistiken sind nur die Spitze des Eisbergs – die Geschwindigkeit der Transformation digitaler Umgebungen ist so hoch, dass der Manager immer auf die nächste Herausforderung blickt, die es zu bewältigen gilt.“

Dem gegenüber steht, dass die meisten IT-Führungskräfte mit den aktuellen Ergebnissen des Infrastrukturmanagements zufrieden sind: 88,75 % seien erfreut, wenn sie feststellen, dass sie die gesamte IT-Umgebung unter Kontrolle haben. Von ihnen geben 85,43 % an, dass sie jeden Netzwerkausfall schnell beheben können. Das Ergebnis dieser Stabilität und Kontrolle (ca. 53,20 %) ist, dass mehr Zeit für Innovationsprojekte zur Verfügung steht – was in der digitalen Wirtschaft immer wichtiger wird.

Auf die Frage, welche Bereiche des Unternehmens sie bereits überwachen können, antworteten Manager folgendermaßen: 70,08 % nannten entfernte Punkte wie Zweigstellen, mobiles Computing sowie Telearbeiter – und sogar Geräte in der Werkstatt sowie alle digitalisierten Komponenten des Unternehmens. Weitere 33,69 % gaben an, die Kontrolle über Teile ihrer digitalen Umgebungen zu besitzen – auch in der Ansicht. Bemerkenswert ist, dass 9,11 % bereits aktiv den Energieverbrauch überwachen.

„Die Pandemie hat dazu geführt, dass sich die digitale Welt wie nie zuvor ausgebreitet hat“, bemerkt Arís. „In vielen Fällen ging diese Expansion nicht mit dem Einsatz von Monitoring-Plattformen einher, die in der Lage sind, den Status jedes Netzwerkelements zu messen – sei es Hardware, Software oder ein Prozess. Dies führt zu einer Situation, in der die IT ständig ausfällt. Und diese beeinträchtigt wiederum das Geschäft.“

Vor allem aber ein Aspekt wird in der nahen Zukunft im Vordergrund stehen: Mit Blick auf die nächsten zehn Jahre scheint die größte Sorge sein, den Überblick über die zunehmende Verbreitung von IoT-Sensoren zu behalten – wie es 49,68 % der Studienteilnehmer betonten.

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