Netzwerküberwachung: Warum sie für Unternehmen wichtig ist

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Für ein modernes Geschäftsumfeld ist es essenziell, Aufgaben schnell zu erledigen. Denn rasche Ergebnisse bringen zwei Vorteile mit sich: Einerseits die Steigerung der Effizienz – andererseits der aktive Gewinn von Neukunden.

Gute, zuverlässige und kompetente Mitarbeiter sind ein sicherer Weg, um die Produktion anzukurbeln. Aber sie sind nur so gut wie die Werkzeuge, die sie benutzen. Unternehmen, die weitestgehend Cloud-basierte Software einsetzten, wissen genau: Bereits minimale Ausfallzeiten können die Stabilität des Betriebs gefährden.

Unzuverlässige Netzwerke sind also ein Alptraum für jeden Geschäftsinhaber und können tatsächliche Auswirkungen auf das Endergebnis der Produktion haben.

Die Überwachung von Netzwerken ist deshalb eine wichtige IT-Funktion, die Unternehmen aller Größenordnungen eine Vielzahl von Vorteilen bietet. Da der Einsatz eines Monitoring-Tools die Infrastrukturkosten senkt und sogar die Produktivität steigert, lässt sich damit außerdem jede Menge Geld sparen. Ausschlaggebend sind dafür vor allem zwei Funktionen: zum einen die Beobachtung und Meldung von Problemen rund um die Uhr – zum anderen die Optimierung des Datenflusses und -zugriffs in einer komplexen Umgebung, die sich ständig verändert.

Ein Netzwerküberwachungssystem kann dabei helfen, Lösungen für verschiedenste Probleme zu finden, beispielsweise für langsame Webseiten-Downloads, verlorengegangene E-Mails, fragwürdige Aktivitäten bestimmter Benutzer oder Probleme mit Netzwerkverbindungen. Auch die zeitverzögerte Übermittlung von Daten, die durch überlastete und abgestürzte Server verursacht wird, lässt sich mit einem Network-Monitoring-Tool verhindern.

Im Prinzip kann jede Art von Netzwerk überwacht werden, ebenso wie Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen – von Smartphones über Server bis hin zu Routern und Switches.

Warum ist die Netzwerküberwachung für Unternehmen wichtig?

1 – Transparenz und Kontrolle

Mithilfe eines vollständigen Überblicks über all Ihre Hardware- und Software-Assets können Sie sich sicher sein, dass Sie den Zustand Ihres Netzwerks umfassend überwachen. Dabei lässt sich das Network-Monitoring mit einem Besuch beim Kardiologen vergleichen: Der Arzt achtet auf Gefahrensignale, während das Blut durch die Gefäße, Klappen und Kammern des Herzens fließt. In ähnlicher Weise verfolgen Netzwerküberwachungssysteme die Daten, die sich über Kabel und durch Server, Switches, Verbindungen und Router bewegen. Im Falle eines Problems verfügt der Kardiologe (und analog auch Ihr Überwachungssystem) über das nötige Wissen, um die Ursache des Problems zu identifizieren und schnell zu beheben.

2 – Optimierung der Netzwerkzuverlässigkeit

Die grundlegendste Funktion einer Netzwerküberwachungslösung besteht darin, den Funktionsstatus eines Geräts (z. B. eines Routers, Switches, Servers oder einer Datenbank) im Blick zu behalten und Leistungsprobleme schnell zu erkennen. Ein proaktiver Ansatz zur Aufrechterhaltung eines gesunden Netzwerks verringert somit die Zahl der Anfragen an den technischen Support auf ein Minimum. Gleichzeitig lässt sich sicherstellen, dass Ausfälle oder problematische Vorkommnisse verringert werden.

Für zuständige Administratoren ist ein Netzwerkausfall das Worst-Case-Szenario. Lösungen zur Netzwerküberwachung können Unternehmen dabei helfen, dieses Problem zu verhindern, bevor es eintritt. So scannt ein Monitoring-Tool Ihr Netzwerk auf verdächtiges Leistungsverhalten, das auf einen bevorstehenden Ausfall hinweist. Sollte ein Gerät oder ein Teil Ihres Netzwerks einen Leistungsabfall verzeichnen, wird Ihre Überwachungslösung das Problem erkennen und Sie darauf aufmerksam machen.

3 – Verbesserung des Endergebnisses

Eine Überwachungssoftware fördert die Produktivität von Unternehmen, indem sie den zeitlichen Aufwand der Netzwerkverwaltung verkürzt und gleichzeitig die Betriebskosten senkt. Da Sie das Tool außerdem über aktuelle oder bevorstehende Probleme informiert, lassen sich so auch Ausfallzeiten vermeiden oder reduzieren – was letztlich auch die Produktivität und Effizienz in den Teams eines Unternehmens steigert.

4 – Kapazität verstehen und Leistung steigern

Netzwerküberwachungssoftware hilft Ihnen dabei, nachzuvollziehen, welche Netzwerkelemente richtig, übermäßig oder zu wenig genutzt werden. Das Tool unterstützt Sie auch dabei, unnötige und vermeidbare Kosten aufzudecken oder Netzwerkkomponenten zu identifizieren, die zum Erhalt der zukünftigen Leistung aufgerüstet werden sollten. Generell liefert eine Überwachungslösung Echtzeitdaten zu einer Vielzahl von Metriken: darunter Bandbreitennutzung, Paketverluste, Jitter, Latenzzeiten und mehr. Dank dieses detaillierten Überblicks über das System ist es Ihren IT-Mitarbeitern möglich, die Ursache von Problemen schnell zu ermitteln und diese proaktiv zu lösen.

5 – Sicherstellung der Compliance

Die Einhaltung von Vorschriften ist eine wichtige Aufgabe für vielbeschäftigte IT-Teams: Dabei müssen sie in immer komplexeren Netzen auch zunehmende gesetzliche Vorschriften sowie Schutzstandards berücksichtigen. Daten, die mithilfe der Network-Monitoring-Tools gewonnen werden, erleichtern die Bewertung des gesamten Systems. So lässt sich die Bereitstellung eines sicheren und effizienten Dienstes gewährleisten, der alle erforderlichen Standards erfüllt. In den neuesten Compliance-Richtlinien wird empfohlen, aktiv auf Veränderungen des normalen Systemverhaltens und ungewöhnliche Datenströme zu achten. Ein Überwachungssystem kann Sie 24/7 alarmieren, sobald Ausnahmen auftreten.

Der Nutzen eines Überwachungstools liegt nicht nur darin, die Leistung von Systemen zu verfolgen: Die Software hilft dem Unternehmen auch bei der Bekämpfung von Sicherheitsbedrohungen, die in das Netzwerk eindringen. Dazu macht eine Monitoring-Lösung Ihren Betrieb auf Malware aufmerksam, sobald sich diese in Ihrem System befindet und anormale Datenübertragungen oder Systemabstürze auslöst. Einige Anbieter halten auch Funktionen wie Network Detection and Response (NDR) bereit, die ein Netzwerk auf schädliche Agenten untersuchen und Maßnahmen zu deren Beseitigung ergreifen.

Einige Software-Programme zur Netzwerkverwaltung beheben kleinere Probleme von selbst. Die Automatisierung von Verwaltungsaufgaben für jedes Gerät im Netzwerk vereinfacht den Prozess und verringert den Zeitaufwand.

Ein derartiges Tool kann auch Ihr IPAM (IP Adress Management) ergänzen, wodurch Sie jede statisch zugewiesene Adresse im Netzwerk im Auge behalten können.

Welche Metriken sollte ich in einem Netzwerk überwachen?

Grundsätzlich sollten Sie Ihr Netzwerk so umfassend wie möglich überwachen. Einige der wichtigsten Metriken hierfür sind:

  • Hardware-Zustandsparameter (wie CPU-Nutzung, Speichernutzung oder Temperatur)
  • Verfügbarkeit oder Betriebszeit
  • Netzwerkgeschwindigkeit und -leistung (z. B. Reaktionszeit)
  • Bandbreite (wie Auslastung oder Beanspruchung)
  • Netzwerkverkehr (z. B. eingehender/ausgehender Traffic oder Datenverkehr nach IP-Adresse, Port oder Protokoll)
  • Netzwerksicherheit (z. B. verdächtige Anmeldungen oder Brute-Force-Angriffe)

Welche Technologien und Protokolle werden für die Netzwerküberwachung verwendet?

Je nachdem, welche Komponenten und Metriken Sie kontrollieren wollen, können Sie verschiedene Technologien für die Netzwerküberwachung einsetzen.

  • SNMP (Simple Network Management Protocol): Obwohl SNMP weithin als ein veraltetes Protokoll angesehen wird, ist es immer noch die am häufigsten verwendete Technologie für die Netzwerküberwachung. Der Grund: Praktisch alle Netzwerkgeräte von unterschiedlichsten Herstellern unterstützen SNMP.
  • WMI (Windows-Verwaltungsinformationen): WMI ist das Standardprotokoll für die Überwachung von Windows-basierten Systemen.
  • Flow-Protokolle (z. B. NetFlow, jFlow, sFlow oder IPFIX): Flow-Protokolle werden zur Überwachung des Netzwerkverkehrs verwendet und können sich je nach Anbieter unterscheiden. NetFlow ist beispielsweise die Technologie, die ausschließlich für Cisco-Geräte genutzt wird.
  • Packet Sniffing: Diese Technologie findet ebenfalls zur Überwachung des Netzwerkverkehrs Verwendung: Sie sammelt und analysiert Pakete, die ein Netzwerk durchlaufen.
  • HTTP/S: HTTPS wird in der Regel zur Überwachung allen Aspekten genutzt, die mit Webservern und Websites zusammenhängen. Dazu gehören z. B. die Verfügbarkeit oder sämtliche Kundentransaktionen.
  • SSH (SecureShell): Dieses Protokoll wird verwendet, um eine sichere Verbindung von einem System zum anderen innerhalb eines unsicheren Netzwerks herzustellen.
  • Und viele mehr

Welche Funktionen umfasst ein gutes Netzwerküberwachungsprogramm?

Bei einem guten Monitoring-Tool sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • umfassende Palette integrierter Technologien
  • vorkonfigurierte Integrationen für eine einfachere Einrichtung
  • Unterstützung mehrerer Anbieter ohne Herstellerbeschränkung
  • vollständige Nutzbarkeit des Tools ohne Installation von Add-ons oder Plug-ins
  • verschiedene Sichtbarkeitsoptionen, z. B. personalisierbare Dashboards und Topologiekarten
  • individuell konfigurierbare Warnungen und Benachrichtigungen
  • anpassbare und einfach zu teilende Berichte für verschiedene Zielgruppen
  • automatisierte Prozesse, z. B. eine selbstständige Netzwerkerkennung
  • hohe Benutzerfreundlichkeit, die eine einfache Installation und Einrichtung sowie eine übersichtliche Benutzeroberfläche umfasst

Was versteht man unter Netzwerküberwachung?

Bei der Netzwerküberwachung geht es darum, ein Computersystem kontinuierlich zu verwalten oder im Auge zu behalten. Nur so lässt sich sicherstellen, dass alle Komponenten und Prozesse reibungslos funktionieren. Zudem können Netzwerkprobleme schnell erkannt und behoben werden, bevor sie Ihrer IT-Infrastruktur und damit Ihrem Unternehmen schweren Schaden zufügen.

Die Netzwerküberwachung umfasst die Überwachung des Zustands und der Leistung von verschiedenen Aspekten, zum Beispiel:

  • Netzwerkgeräte (wie Router, Switches oder Firewalls)
  • virtuelle oder physische Server (wie E-Mail-Server, Webserver oder Speicherserver)
  • Datenbanken
  • Dienste
  • Anwendungen
  • Betriebssysteme
  • End-to-End-Prozesse
  • Welche Arten der Netzwerküberwachung gibt es?
  • Die Netzwerküberwachung lässt sich in unterschiedliche Bereiche einteilen.

Welche Arten der Netzwerküberwachung gibt es?

Die Netzwerküberwachung lässt sich in unterschiedliche Bereiche einteilen.

Interne vs. externe Netzwerküberwachung

Bei der internen Netzwerküberwachung stehen in der Regel nur die Komponenten im Vordergrund, aus denen das Netzwerk selbst besteht – also ohne die Notwendigkeit von zusätzlicher Hardware. Die externe Netzwerküberwachung schließt dagegen auch die Hardware mit ein, die nicht Teil des Netzwerks selbst ist, z. B. IoT-Sensoren.

Aktive vs. passive Netzwerküberwachung

Beim passiven Network-Monitoring werden die Überwachungsmetriken passiv erfasst und aufgezeichnet, d. h. ohne den Befehl zur Abfrage von Daten zu geben. Die aktive Überwachung beinhaltet eine Aktion, beispielsweise das Senden eines Pings an ein Netzwerkgerät, um dessen Verfügbarkeit zu überprüfen. Alternativ kann auch ein End-to-End-Prozess simuliert werden.

On-Premises vs. Cloud-Überwachung

Beim Network-Monitoring vor Ort (on-Premises) werden die erforderlichen Hardware- und Softwarekomponenten direkt im überwachten Netzwerk installiert. Dadurch lässt sich eine maximale Kontrolle über Ihre Daten und damit mehr Sicherheit gewährleisten. Cloud-Monitoring, genauer gesagt Cloud-basiertes Monitoring, bedeutet, dass die Überwachungslösung von einem externen SaaS-Anbieter in der Cloud gehostet wird. Auf diese Weise benötigen Sie keine zusätzliche Hardware und können flexibler skalieren.

Historische Daten vs. Echtzeit-Überwachung

Bei der Überwachung historischer Daten werden Monitoring-Daten zu Zwecken der Netzwerkanalyse aufgezeichnet, um beispielsweise die Ursachen von Netzwerkproblemen zu ermitteln. Gleichzeitig lassen sich so Kapazitäten und Ressourcen effektiver planen. Die Echtzeit-Überwachung kontrolliert dagegen Live-Daten und zeigt diese direkt an. Hiermit soll sichergestellt werden, dass alle Vorgänge, Prozesse und Geräte in einem Live-System reibungslos ablaufen. Zusätzlich ist es mithilfe des Echtzeit-Monitorings möglich, bei Problemen schnell zu reagieren.

Verteilte oder Remote-Netzwerküberwachung

Bei einer verteilten Netzwerküberwachung haben Sie nicht nur ihr LAN im Blick, sondern auch mehrere entfernte Standorte, die in der Regel ihre eigenen lokalen Netzwerke haben – und welche durch eine Firewall geschützt sind. Network-Monitoring-Tool mit der Möglichkeit zur verteilten Überwachung verwenden verschiedene Methoden, um Daten von entfernten Standorten zu sammeln und sie in einer zentralen Übersicht zu visualisieren.

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