Unternehmen wollen schlüsselfertige IoT-Lösungen

  • IoT
  • Dezember 08, 2021
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Unternehmen, die Technologien in Verbindung mit dem IoT (Internet der Dinge) einführen wollen, bevorzugen zunehmend gebrauchsfertige Lösungen gegenüber hochgradig individuellen, maßgeschneiderten Projekten. Ein erheblicher Teil dieser Unternehmen vertraut dem IoT auch kritischere Systeme und Prozesse an, einschließlich solcher, die sich direkt auf die Kundenbeziehungen auswirken. Als Teil dieser Reifungsprozesse gibt es einen positiven Trend, der darauf hindeutet, dass sich der Markt von der primären Betrachtung von Konnektivitätsproblemen hin zur Auseinandersetzung mit Aufgaben im Zusammenhang mit Daten entwickelt.

Dies geht aus einer Umfrage von Transforma Insights im Auftrag von Oracle Communications hervor, an der 800 Personen aus Australien, Frankreich, Deutschland, Mexiko, Spanien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den USA teilnahmen, die alle in irgendeiner Weise mit der Einführung von IoT-Lösungen zu tun haben.

Infolge der zunehmenden Einführung von Standardlösungen dauert die Umsetzung von IoT-Projekten heute durchschnittlich 8,5 Monate. Darüber hinaus wurden fast 90 % der Projekte von den Befragten als „kritisch“ oder „sehr wichtig“ für das Unternehmen bezeichnet. Etwas mehr als die Hälfte der Projekte sind in erster Linie auf die externe, für die Kunden sichtbare Welt ausgerichtet. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu dem, was früher vorherrschte – nämlich internen, nicht geschäftskritischen Projekten.

Ein Großteil der Diskussion über das Internet der Dinge hat sich in der Vergangenheit auf die Konnektivität konzentriert, d. h. darauf, wie die „Dinge“ miteinander verbunden werden können. Diese ist zwar nach wie vor ein grundlegender Bestandteil eines jeden IoT-Angebots, aber die Befragten sind sich einig, dass die Konnektivität nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern eher ein Teil der Projekte sein sollte. Ein Beweis dafür ist, dass drei Viertel der Befragten nach Lösungen mit integrierter Konnektivität suchen. 25 % gaben an, dass sie mit der Tatsache zufrieden sind, dass die Konnektivität in der Lösung fast nicht auffällt. Dies ist in den Planungsphasen der Projekte noch ausgeprägter, was laut der Umfrage auf einen allgemeinen Trend in der Zukunft hinweisen dürfte.

Ein wichtiger Indikator für diese Einschätzung der Konnektivität ist die Tatsache, dass sie als der am wenigsten wichtige Faktor in Bezug auf die Kostenkontrolle eingestuft wurde. Bei der Nennung der drei wichtigsten zu verwaltenden Kostenstellen gaben die Befragten der Konnektivität insgesamt die niedrigste Priorität.

Insgesamt wurde dem Zugang zu Daten- und Analysewerkzeugen eine größere Bedeutung beigemessen, da sich 70 % der Befragten solche Funktionen als Teil der IoT-Lösung wünschten.

Hinsichtlich maßgeschneiderter oder handelsüblicher Lösungen (COTS) gaben die Befragten überwiegend letzteren den Vorzug (64 %). Auf die Frage, welche Art von Anbieter sie als ihren Hauptpartner ansehen würden, stuften 56 % der Befragten den IoT-Plattformanbieter als einen der drei wichtigsten Anbieter ein (und 25 % als den wichtigsten). Systemintegratoren standen mit 42 % (14 %) an zweiter Stelle, gefolgt von Anbietern von Unternehmenssoftware mit 33 % (9 %).

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass sich der Markt auf dem Weg zur Reife befindet, aber noch weit davon entfernt ist, diese zu erreichen. Nahezu 30 % der in der Studie erfassten Unternehmen waren in ein IoT-Projekt involviert oder hatten gerade ihr erstes IoT-Vorhaben umgesetzt. Die Tatsache, dass ein großer Teil der Befragten in solche Projekte eingebunden ist, zeigt jedoch, dass es Marktchancen gibt, die es zu erkunden gilt.

Für alle Unternehmen, die an IoT-Projekten interessiert sind, enthält der Bericht auch einige Empfehlungen:

1. Beschränken Sie sich nicht auf unkritische Systeme – Die erste Gruppe von IoT-Pionieren war mutig und führte IoT-Lösungen für kritische Systeme ein, einschließlich solcher, die direkt mit ihren Kunden in Berührung kamen. Inzwischen gibt es einen konservativeren Trend bei IoT-Implementierungen, der auf einfach zu erreichende Ergebnisse abzielt, insbesondere in nicht geschäftskritischen Bereichen. Einige fortschrittliche Nutzer überwinden jedoch diese Beschränkungen und konzentrieren sich auf transformative Projekte.

2. Konnektivität einbeziehen – Die IoT-Konnektivität wird zu einem integralen Bestandteil von IoT-Lösungen. Das Anschließen von Geräten ist nur der Anfang, nicht der schwierigste Teil. In jede IoT-Lösung muss die Konnektivität zunehmend als weitere Funktion integriert werden.

3. Herausfinden, was mit Ihren Daten geschehen soll – Datenbezogene Überlegungen haben die Konnektivität als Hauptinteressenbereich der IoT-Nutzer auf oberster Ebene überholt. Es ist jedoch Verschwendung, einfach nur alle potenziellen Daten zur Hand zu haben, ohne vernünftige Überlegungen darüber anzustellen, wie sie zur Wertgenerierung genutzt werden sollen.

4. Beginnen Sie mit Standardprodukten – Der Markt für IoT-Lösungen wurde früher von maßgeschneiderten Systemen dominiert, aber heute sind Standardpakete weit verbreitet. Diese Angebote können für jedes Unternehmen der erste Einstieg in das IoT-Universum sein.

5. Konzentrieren Sie sich auf das Geschäftsmodell – Manche Unternehmen befassen sich bereits mehr mit Daten und weniger mit Konnektivität, sind aber vielleicht noch nicht so weit, über Geschäftsmodelle nachzudenken. Sie müssen prüfen, wie Sie den Wert der Daten voll ausschöpfen und sicherstellen können, dass das Internet der Dinge vollständig in die Geschäftsprozesse integriert wird – einschließlich des gesamten Kontrollflusses. Nur so lässt sich das IoT wirklich einbeziehen, wie die Studie zeigt.

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