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  • IoT
  • Oktober 20, 2021

So hoch wie seit 3 Jahren nicht: IoT-Investitionen steigen

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Eine neue Studie von Inmarsat zeigt, dass die Investitionen in das Internet der Dinge (IoT) in den nächsten drei Jahren voraussichtlich die Investitionen in Cloud- und andere Technologien für die digitale Transformation übertreffen werden. Die geplanten Investitionen in das IoT sind deutlich höher als die für andere Industrie 4.0-Technologien vorgesehenen. Zu diesen gehören Cloud Computing (9,0 Prozent), Sicherheit der nächsten Generation (7,5 Prozent), Big Data Analytics (7,3 Prozent), Robotik (5,3 Prozent), maschinelles Lernen (4,8 Prozent) und virtuelle Realität (4,3 Prozent).

„Das Aufkommen des IoT als Investitionspriorität für Unternehmen und die zunehmenden Kosteneinsparungen, die sie in den kommenden Jahren vom IoT erwarten, zeigen, wie gut sich die IoT-Technologie in einer Reihe von Branchen etabliert hat“, kommentiert Mike Carter, Präsident von Inmarsat Enterprise.

Das IoT hat in den meisten Unternehmen einen hohen Reifegrad erreicht. Unternehmen aus allen Branchen planen nun, bis 2024 durchschnittlich 2,8 Millionen US-Dollar für ihre IoT-Investitionen auszugeben. Während IoT zwischen 2017 und 2020 durchschnittlich sieben Prozent des IT-Budgets eines Unternehmens ausmachte, planen Unternehmen, in den nächsten drei Jahren zehn Prozent ihres IT-Budgets für IoT-Projekte auszugeben.

Die neue Studie zeigt nicht nur, dass mehr Investitionen in IoT-Projekte fließen als in andere Technologien, die um IT-Budgets konkurrieren. Sie zeigt auch, dass die Einführung des IoT in vielen Unternehmen bereits zu erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten führt. Im Durchschnitt gaben die Befragten an, dass ihre Unternehmen durch IoT-Projekte derzeit neun Prozent ihrer jährlichen Kosten einsparen. Für die Zukunft erwarten die Befragten durchschnittliche Einsparungen von 15 % innerhalb von zwölf Monaten, die in drei Jahren auf 22 % und in fünf Jahren auf 30 % ansteigen werden.

Bei den geplanten IoT-Investitionen gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Öl- und Gasunternehmen planen, in den nächsten drei Jahren am meisten in das IoT zu investieren (durchschnittlich 3,2 Mio. $). Darauf folgen Energieunternehmen (3,1 Mio. $), Transport- und Logistikunternehmen (3 Mio. $), Bergbauunternehmen (2,7 Mio. $) und schließlich Landwirtschaftsunternehmen (2 Mio. $).

Auch bei den Motiven für IoT-Investitionen gibt es in diesen Branchen deutliche Unterschiede: Gewährleistung einer zuverlässigen Konnektivität, Verbesserung des Datenmanagements und Behebung von IoT-Kompetenzlücken und Sicherheitsproblemen. Anhand von IoT-Daten gewonnene, umsetzbare Geschäftserkenntnisse verbessern die Arbeitsweise von Unternehmen und ihren Partnern in der Lieferkette.

Während 80 % der Unternehmen Daten nur innerhalb des Unternehmens austauschen, planen viele bereits, IoT-Daten in Zukunft mit ihrer breiteren Lieferkette zu teilen. Aber 54 % der Befragten geben an, dass sie aufgrund von Datenschutz- und Sicherheitsproblemen noch nicht in der Lage sind, die Daten effektiv zu nutzen.

Quelle: Industrielles IoT in Zeiten von Covid-19

Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit IoT-Projekten sind ein wachsendes Hindernis. 50 % der Befragten nennen das Risiko externer Cyberangriffe als größtes Risiko. Fast die Hälfte der Unternehmen (48 %) verfügt bereits über eine interne IoT-Sicherheitsrichtlinie, um diese Bedrohungen zu mindern.

Überraschenderweise ist die Konnektivität nach wie vor ein Problem: 75 % der Unternehmen haben immer noch Schwierigkeiten, ihre IoT-Projekte aufgrund von Problemen in diesem Bereich umzusetzen. Dies liegt vor allem daran, dass für die Durchführung der Projekte verschiedene Arten von Konnektivität erforderlich sind. In vielen Fällen wird eine Edge-Konnektivität wie LoRaWAN mit Backhauls wie Satellit oder Mobilfunk kombiniert, die für die Übertragung der Daten vom Edge zu einem zentralen Datenzentrum oder einer Plattform zuständig sind. Die durchschnittliche Anzahl der Konnektivitätstypen, die von den an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen in ihren IoT-Projekten verwendet werden, liegt bei drei.

Auch Qualifikationsdefizite stellen nach wie vor ein erhebliches Hindernis für die IoT-Einführung dar. 37 Prozent der Befragten gaben an, dass es ihnen an internen Qualifikationen mangelt, und 50 Prozent benötigen zusätzliche Kenntnisse im Bereich Cybersicherheit.

Quelle: Industrielles IoT in Zeiten von Covid-19

„Obwohl die IoT-Nutzung bereits zunimmt, unterstrich Covid-19 die Bedeutung von Industrie 4.0-Technologien wie dem IoT für die Geschäftskontinuität. Da die globale Fertigung und die Lieferketten zunehmend vernetzt und digitalisiert werden, profitieren Unternehmen, die digitale Zwillinge ihrer Lieferketten erstellen und Daten austauschen, am meisten davon“, so Carter.

Der Bericht befragte in der ersten Jahreshälfte 2021 weltweit 450 Befragte aus den Bereichen Landwirtschaft, Elektrizität, Bergbau, Öl und Gas sowie Transport und Logistik. Er konzentrierte sich auf die Messung des IoT-Reifegrads der globalen Industrie während der Covid-19-Pandemie und des Aufstiegs digitalisierter Fertigungs- und Lieferketten.

Quelle: Industrielles IoT in Zeiten von Covid-19

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