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  • IoT
  • September 16, 2021

Drohnen optimiert: Neue Technologie von Qualcomm

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Qualcomm hat kürzlich die Flight RB5 5G-Plattform angekündigt. In dieser werden die Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) mit 5G- und Wi-Fi 6-Konnektivität mit großer Reichweite vereint. Die neue Lösung hilft, die Entwicklung von kommerziellen, unternehmerischen und industriellen Drohnen zu beschleunigen.

Flight RB5 5G, angetrieben durch den Qualcomm QRB5165-Prozessor, baut auf den neuesten IoT-Angeboten von Qualcomm Technologies auf. Diese bieten eine Lösung, die die nächste Generation von hochleistungsfähigen 5G-Drohnen mit geringem Stromverbrauch vorantreiben wird. Dem Unternehmen ist es nach eigenen Angaben gelungen, mehrere komplexe Technologien in einem integrierten, autonomen Drohnensystem zusammenzufassen. Eine Vielzahl neuer Anwendungsfälle in Branchen wie Film und Unterhaltung, Sicherheit und Notfall, Lieferung, Verteidigung, Inspektion und Kartierung kann davon profitieren. Dabei können die sieben hochauflösenden Kameras gleichzeitig arbeiten.

„Wir sind stolz darauf, die digitale Transformation verschiedener Branchen auf der ganzen Welt mit der Einführung der Qualcomm Flight RB5 5G-Plattform voranzutreiben – einer Lösung, die speziell für die Entwicklung von Drohnen mit verbesserter Autonomie und Intelligenz entwickelt wurde”, sagte Dev Singh. Er ist Senior Director of Business Development und General Manager of Autonomous Robotics, Drones and Smart Machines bei Qualcomm Technologies.

Die Drohne verbraucht nur sehr wenig Strom und nutzt KI und maschinelle Lernfähigkeiten. Dadurch können Drohnen in Zukunft vollständig autonom werden. Darüber hinaus sorgen innovative Funktionen in den Kameras für eine hohe Leistung und hervorragende Bilder. 5G- und Wi-Fi 6-Konnektivitätssysteme verbessern die kritischen Flugfähigkeiten der Drohnen. Damit gewährleisten sie eine Sichtweite, die über das hinausgeht, was ein ferngesteuerter Pilot erreichen könnte, und sorgen für mehr Sicherheit. Eine sichere Verarbeitungseinheit verleiht der neuen Qualcomm Flight RB5 5G-Plattform außerdem Cybersecurity-Fähigkeiten zum Schutz der Daten.

„Wir arbeiten weiterhin mit vielen führenden Drohnenunternehmen zusammen, unterstützen über 200 Robotikhersteller und Mitglieder des Drohnen-Ökosystems, und treiben die weltweite Standardisierung von Drohnen und transformative 5G-Funktionen in Organisationen wie 3GPP, GSMA, Global UTM Alliance, Aerial Connectivity Joint Initiative (ACJA) und ASTM konsequent voran”, fügte Dev Singh hinzu.

Autonome Flüge auf dem Mars

Diese Ankündigung erfolgte im Anschluss an die erfolgreiche Ingenuity-Mission zum Mars. Dabei arbeitete Qualcomm mit den Jet Propulsion Labs (JPL) der NASA zusammen, um Technologien und Lösungen für den Ingenuity-Hubschrauber zu entwickeln und ihn für den ersten motorisierten Flug zu einem anderen Planeten vorzubereiten. Die Entwicklung dieses Hubschraubers begann im Jahr 2014 und beinhaltete strenge Tests und Innovationen. So sollte der Horizont der Erkundung, Forschung und Datenanalyse für zukünftige Weltraummissionen erweitert werden.

Das größte Hindernis für Ingenuity war sein eigener Betrieb. Da es Minuten dauert, bis Signale ankommen, wäre es unmöglich, den Hubschrauber in Echtzeit fernzusteuern. Stattdessen müsste er autonome Betriebsbefehle empfangen, die aus Millionen von Kilometern Entfernung und mit einer Verzögerung von 3 bis 22 Minuten übermittelt werden.

Die nächste große Herausforderung bestünde darin, sicherzustellen, dass das autonome System über eine ausreichend hohe Rechenleistung verfügt. Gleichzeitig müsste es wenig Strom verbrauchen, da ein Großteil des Stromverbrauchs des Hubschraubers von einer Heizung stammen würde, die die Komponenten in den Nächten auf dem Mars warmhält. Qualcomm Flight war ursprünglich nicht für die Raumfahrt konzipiert, verfügt aber über leistungsstarke autonome Betriebsfunktionen, die eine gute Ausgangsbasis für diese Herausforderung darstellen würden.

Auch die Strahlung und die atmosphärischen Bedingungen auf dem Mars sollten bei der Wahl der Roboterplattform berücksichtigt werden. Extreme Temperaturen könnten Teile sehr schnell verschleißen. Zudem könnten einige Formen der Weltraumstrahlung das Silizium beschädigen. Normalerweise wären umfassende Tests zusammen mit einer Abhärtung gegen die Extrembedingungen im Weltall („space hardening“) ideal. Das JPL kam zu dem Schluss, dass bestimmte Eigenschaften der Qualcomm Flight-Technologie das Ausfallrisiko verringern würden. So entsprächen sie den Anforderungen eines Fluges auf einem anderen Planeten.

Qualcomms umfangreiche Testmethoden für kommerzielle Anwendungen trugen ebenfalls zu dem Projekt bei. In den Laboren des Unternehmens wurden strenge Hardwaretests durchgeführt. Zudem gab es Tests, die die Bedingungen auf dem Mars hier auf der Erde simulierten.

Laut Qualcomm war das Projekt eine einmalige Gelegenheit, seine Plattform unter extremen Bedingungen zu testen und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Diese könnten in Zukunft bei der Technologieentwicklung für Weltraummissionen mit Kommerz- und Forschungstechnologien eingesetzt werden und auch die Roboterinnovationen des Unternehmens vorantreiben.

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