TALQ-Konsortium aktualisiert sein Protokoll für Smart Cities

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Das TALQ-Konsortium hat bei seinem Smart-City-Protokoll ein Update vorgenommen: Neu ist ein globaler, offener API-Schnittstellenstandard, der die Interoperabilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller erweitert. Die Version 2.4.0 ist jetzt auf GitHub zur öffentlichen Überprüfung und Implementierung frei verfügbar. Die Aktualisierung umfasst neben Instrumenten für Straßenbeleuchtungsnetze auch Geräte für Umweltüberwachungslösungen, intelligentes Verkehrsmanagement und Smart Parking.

In Bezug auf das Umweltmonitoring erlauben die neuen Profilierungsfunktionen den Protokollanwendern, ihre individuellen Überwachungslösungen zu modellieren. Dazu gehören beispielsweise Aspekte wie Lärm, atmosphärische Werte, Wind, Niederschlag, Wärmeeinstrahlung, Wolken, Wasserfluss, Wasserqualität, Gase etc. Andere Funktionen der Spezifikation, wie z. B. die Feinstaubsensorfunktion, wurden dank der Erweiterung um zusätzliche Eigenschaften verbessert. Somit ist die neueste Version des 2.4.0-Protokolls ein sehr wertvoller Schritt zur Förderung des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit in Smart Cities.

Das aktualisierte Protokoll bietet dazu Erweiterungen in den Bereichen der Verkehrs- und Parkprofile: So sind nicht nur neue Funktionen zur Überwachung der Verkehrsdichte sowie der Parkplatzbelegung mit Sensoren und Kameras verfügbar. Auch die Steuerung von Informationstafeln soll in diesen Bereichen nun möglich sein.

„Ich persönlich glaube, dass dies eine sehr aufregende Zeit für das Konsortium ist. Unsere Mitgliederzahl wächst immer weiter. Wir sind zuversichtlich, dass eine größere Verbreitung des Standards den Fortschritt in der Branche weiter vorantreiben wird“, äußert sich Rui Peixe, Vorsitzender der technischen Arbeitsgruppe des TALQ-Konsortiums.

Seit seiner Gründung im Jahr 2012 hat das TALQ-Konsortium den Fokus verstärkt auf die Einhaltung von Spezifikationen gelenkt. Heute sind rund 50 Unternehmen Mitglieder der Organisation, darunter u. a. Itron, Signify, Tvilight, Zumtobel Group, Schréder sowie Dhyan Networks and Technologies.

Das Smart-City-Protokoll ist eine Spezifikation für den Informationsaustausch, die sich für die Integration in verschiedene Softwareprodukte und -systeme eignet. Dies macht die zentrale Managementsoftware (CMS) mit externen Gerätenetzwerken (ODN) verschiedener Anbieter kompatibel. Dank TALQ kann ein einziges CMS heterogene Netze von Smart-City-Geräten konfigurieren, steuern, kontrollieren und überwachen.

Derzeit gibt es 36 Produkte, die nach der Spezifikation 2.0 für die Verwaltung der Straßenbeleuchtung zertifiziert sind: 16 Programme in Form einer Central Management Software (CMS) sowie 20 Gateways (Outdoor Device Networks, ODN) von 27 Unternehmen.

Das TALQ-Konsortium hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lösungen für die primären Herausforderungen von echten Smart Cities anzubieten. Dazu gehören Aspekte wie die Erhöhung der Sicherheit und des Komforts der Einwohner genauso wie die weltweite Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Die Steigerung der Kosteneffizienz für Betreiber, die diese Stadtkonzepte verwalten, hat ebenfalls hohe Relevanz.

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