IoT immer beliebter – doch einige Herausforderungen bleiben

  • IoT
  • November 30, 2021
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Das Internet der Dinge (IoT) hat ein unbestreitbares wirtschaftliches Potenzial und es wird erwartet, dass sein Wert bis 2030 zwischen 5,5 Billionen und 12,6 Billionen US-Dollar erreichen wird. Allerdings stehen drei von vier Unternehmen bei der Umsetzung von IoT-Projekten immer noch vor Herausforderungen unterschiedlicher Art. Dadurch schaffen sie es nicht, das ganze Potenzial der Technologie auszuschöpfen. Dies geht aus der Inmarsat-Studie „Industrial IoT in the time of Covid-19“ hervor, die auf Daten aus 450 Interviews mit Vertretern der Sektoren Landwirtschaft, Energieversorger, Bergbau, Öl und Gas sowie Transport und Logistik basiert.

Die Umfrage hat gezeigt, dass die Einführung von IoT-Technologien in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist. 77 % der Befragten haben bereits mindestens ein Projekt in dieser Kategorie umgesetzt. Von den verbleibenden 23 %, die das IoT noch nicht eingeführt haben, testen alle entweder derzeit ein Projekt in diesem Bereich oder planen, dies in den nächsten 18 Monaten zu tun. Die Gründe für diesen Trend sind vielfältig und reichen von Kosteneffizienz, ökologischer Nachhaltigkeit und besserem Einblick in die Lieferketten bis hin zu einem höheren Automatisierungsgrad und verbesserten Entscheidungsmöglichkeiten.

Quelle: Inmarsat

Allerdings stellt die Konnektivität für 75 % der Befragten weiterhin eine Herausforderung für IoT-Projekte dar. Bei der Frage, auf welche Eigenschaften sie bei der IoT-Konnektivität am meisten Wert legen, steht die Zuverlässigkeit an erster Stelle, gefolgt von der Sicherheit auf dem zweiten Platz und der Netzabdeckung an dritter Stelle. Bandbreite und Kosten scheinen keine Prioritäten zu sein. Das deutet darauf hin, dass diese Aspekte bei vielen IoT-Projekten, bei denen kleine Datenpakete übertragen werden, in fortgeschrittenen Phasen nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Darüber hinaus fühlen sich 54 % aufgrund von Sicherheits- und/oder Datenschutzbedenken nicht in der Lage, Daten aus IoT-Lösungen effektiv zu nutzen. Derzeit geben 80 % der Befragten Daten nur innerhalb ihres Unternehmens weiter.

Quelle: Inmarsat

Die Studie unterstreicht, dass im Allgemeinen noch viel getan werden muss, um die Konnektivitätsstrategien für das Internet der Dinge zu verbessern. Denn nur 37 % der Unternehmen verwenden irgendeine Form von Konnektivitäts-Backup in abgelegenen Gebieten, weit entfernt von terrestrischen Kommunikationsmitteln. Und nur 33 % der Befragten verfügen über eine Konnektivitäts-Backup-Option. Das bedeutet, dass im Falle eines Verbindungsabbruchs bei 67 % der Befragten der Betrieb nach eigenen Angaben lahmgelegt wäre. Ganz zu schweigen davon, dass es bei einigen Anwendungen, die beispielsweise mit autonomen Fahrzeugen oder Drohnen arbeiten, bei einem Ausfall der Verbindung zu gefährlichen Szenarien kommen könnte.

Mehr Herausforderungen

Trotz der hohen Akzeptanz des IoT bleibt das Qualifikationsdefizit insgesamt ein Problem und wird als Haupthindernis für die Einführung von IoT-Projekten genannt. Bei den erforderlichen Qualifikationen steht die Cybersicherheit an erster Stelle, dicht gefolgt von Datenwissenschaft und -analyse, technischer Unterstützung sowie Konnektivität. Andere genannte Fähigkeiten sind strategische Entwicklung und Management.

Quelle: Inmarsat

Trotz der bestehenden Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit für IoT-Lösungen werden diese zunehmend verstanden und es werden Schritte unternommen, um Schwachstellen zu beseitigen. Ein Beleg dafür ist die Tatsache, dass fast die Hälfte der Befragten angab, über interne Richtlinien für die IoT-Sicherheit zu verfügen. Ein großer Teil hat auch externe Richtlinien für Lieferanten und Partner eingeführt, anders als in der Umfrage von 2018. Die Sektoren Transport, Logistik und Bergbau sind am zuversichtlichsten, was ihre Ansätze zur Bewältigung von IoT-Sicherheitsherausforderungen angeht, während der Öl- und Gassektor angab, weniger robuste Richtlinien zu haben.

Die gute Nachricht ist, dass eine breitere IoT-Einführung bei vielen Unternehmen bereits zu Einsparungen bei den Betriebskosten führt: Bis zum Ende der nächsten 12 Monate wird eine Kostensenkung von 15 % erwartet, bis 2026 sogar von bis zu 30 %. Am optimistischsten sind in dieser Hinsicht die Befragten aus dem Bergbausektor, die erwarten, dass sie in fünf Jahren bis zu 33 % geringere Betriebskosten erreichen werden.

Die Umfrage bietet auch die Möglichkeit, die Bereitschaft eines Unternehmens für das Internet der Dinge im Vergleich zu den Studienteilnehmern mit einem kostenlosen IoT Maturity Tool zu messen. Um das IoT Maturity Tool zu nutzen, gehen Sie einfach auf inmarsat.com/iot2021.

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