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Cybersicherheit ist das wichtigste Anliegen von CEOs im Jahr 2021

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Die Hälfte der im Rahmen der Umfrage „2021 CEO Outlook Pulse Survey“ von KPMG befragten CEOs glaubt, dass sich die von ihnen geführten Unternehmen erst im Jahr 2022 erholen werden. 24 % der Führungskräfte sind der Meinung, dass die Pandemie ihr Geschäft für immer verändern wird und sie sich mit wichtigen Trends wie Cybersicherheit, regulatorischen Risiken, Steuer- und Lieferkettenrisiken auseinandersetzen müssen. Für die Umfrage wurden 500 Führungskräfte der einflussreichsten Unternehmen der Welt befragt, die in elf Schlüsselmärkten tätig sind.

Weitere Themen sind ebenfalls von Bedeutung, beispielsweise die Reduzierung von Büroflächen und der Bedarf an neuen Remote-Arbeitsvereinbarungen. Einige große Unternehmen haben angekündigt, dass sie ihre Büroflächen in den kommenden Jahren verkleinern oder anpassen wollen, um einen hybriden Arbeitsstil im Büro und zu Hause zu ermöglichen.

Microsoft, Twitter, Facebook, Salesforce und Spotify sind nur einige der Unternehmen, die ihre Zugeständnisse für die Remote-Arbeit auf unbestimmte Zeit verlängert oder eine dauerhafte, langfristige Umstellung auf die Arbeit im Home Office angekündigt haben.

Die Unternehmen verändern zentrale Aspekte ihrer Arbeitsplätze und ihrer Dienstleistungserbringung. 61 % geben an, dass sie digitale Tools für die Kommunikation und Zusammenarbeit entwickeln werden. Mehr als die Hälfte (57 %) sehen vor, Kundenservice und Kundenbeziehungen vorwiegend über virtuelle Plattformen wie Chatbots, Telefon, Web und Social Media abzuwickeln.

Eine beträchtliche Mehrheit der Führungskräfte sieht sich gezwungen, neue digitale Geschäftsmodelle voranzutreiben und neue Einnahmequellen zu generieren (69 %). Zu diesem Zweck setzen sie auf die Entwicklung einer optimalen digitalen Kundenerfahrung (56 %).

Drei Viertel (74 %) der CEOs gaben an, dass ihnen die Digitalisierung ihres Geschäfts und die Schaffung eines Betriebsmodells der nächsten Generation innerhalb nur weniger Monate auferlegt wurde.

Cybersicherheit stellt das größte Risiko dar

Für dieses Jahr planen die CEOs höhere Ausgaben für digitale Technologien als im Vorjahr. 52 % priorisieren dabei Maßnahmen, die zur Cybersicherheit und Datensicherheit beitragen. Risiken im Bereich der Cybersicherheit werden nun als die größte Bedrohung für Unternehmen in den nächsten drei Jahren betrachtet. Innerhalb von sechs Monaten stieg das Thema von Platz fünf auf den ersten Platz auf.

Von zu Hause zu arbeiten und mit Kunden zu agieren birgt eine erhöhte Gefahr für potenzielle Angriffe und die Möglichkeit, von Fremden angegriffen zu werden, was für die Mitarbeiter und die Unternehmen sehr viel schädlicher sein kann. Unternehmen müssen Schutzmaßnahmen implementieren, um derartige Verstöße zu verhindern. Zudem benötigen sie konsistente Pläne für die Reaktion auf entsprechende Vorfälle.

Die Hälfte der CEOs wird weiterhin in kundenorientierte Technologien investieren. 49 % beabsichtigen, die digitale Kommunikation zu verbessern, zum Beispiel durch Videokonferenzen und Messaging-Funktionen.

Darüber hinaus müssen Wege gefunden werden, um die digitalen Ressourcen zu erhöhen: 61 % geben an, dass ihr Interesse an Fusionen und Übernahmen in den nächsten drei Jahren primär von dem Wunsch getrieben sein wird, digitale Technologien zu erwerben, um das Kundenerlebnis oder das Wertangebot zu transformieren.

Sorge um unzureichenden Impfschutz

Den Führungskräften der Unternehmen ist auf dem Weg zur Erholung bewusst, dass sie die während der Pandemie gemachten Erfahrungen nutzen und neue Risiken verhindern müssen.

„Die Pandemie war auch ein Katalysator für CEOs, um die Rolle ihrer Unternehmen in der Gesellschaft zu bewerten“, erklärt Bill Thomas, Global President und CEO von KPMG International. Viele hätten sich zu Themen geäußert, zu denen sie sich sonst nicht öffentlich geäußert hätten – vom Kampf gegen den Klimawandel bis hin zur Unterstützung der vielfältigen Gemeinschaften, in denen sie tätig sind – und diese Stimmen müssten weiterhin gehört werden. Fast die Hälfte der befragten Führungskräfte (49 %) plant die Einführung strengerer Umwelt-, Sozial- und Führungs-Praktiken.

Fast 90 % der Befragten konzentrieren sich darauf, die Fortschritte, die ihre Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit und der Klimaziele aufgrund der Pandemie erreicht haben, zu sichern. 96 % streben an, „ihren Fokus auf die soziale Komponente ihrer ESG-Programme zu erhöhen“.

In diesem Sinne wollen die CEOs, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden, sicherstellen, dass die Mitarbeiter vor dem Virus geschützt sind.

Die Sicherheit ihres Teams dominiert die Pläne der Führungskräfte, sich in der neu gestalteten Geschäftswelt zu bewegen. Mehr als die Hälfte von ihnen (55 %) gibt an, dass sie befürchten, dass nicht alle ihre Mitarbeiter Zugang zu dem Covid-19-Impfstoff haben werden, was zu einem Wettbewerbsnachteil für den Betrieb oder für bestimmte Märkte führen könnte.

Fast zwei Drittel (61 %) der von KPMG befragten CEOs wartet auf die erfolgreiche Implementierung des Impfstoffs in relevanten Märkten, bevor sie ihre Mitarbeiter wieder ins Büro zurückkehren lassen.

Die Befragten äußerten sich außerdem besorgt darüber, wie sie überwachen sollen, welche Mitarbeiter geimpft sind und welche nicht. Eine signifikante Mehrheit der CEOs (90 %) sieht vor, die Mitarbeiter um eine Mitteilung über ihre Impfung zu bitten, damit die Unternehmen Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft ergreifen können. 21 % sehen vor, auch Kunden und Besucher ihrer Einrichtungen zu fragen, ob sie geimpft sind.

Drei Viertel der Unternehmen (76 %) erwarten von den Regierungen in relevanten Märkten, dass sie Unternehmen zur Rückkehr zur Normalität ermutigen, während nur 5 % dies aufgrund des Verhaltens ihrer Konkurrenten tun würden. Viele beabsichtigen außerdem eine vorsichtige Herangehensweise an Geschäftsreisen: 26 % sehen vor, internationale Reisen bis zum Ende der Pandemie zu reduzieren.

Über die KMPG CEO Outlook Pulse Survey Die 2021 CEO Outlook Pulse Survey befragte CEOs der einflussreichsten Unternehmen der Welt zu ihrer 3-Jahres-Perspektive hinsichtlich der Wirtschafts- und Unternehmenslandschaft sowie der fortdauernde Covid-19-Pandemie. Vom 29. Januar bis 4. März 2021 wurden 500 CEOs aus 11 wichtigen Märkten (Australien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Spanien, Großbritannien und den USA) befragt. Alle Befragten haben einen Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen US-Dollar und 35 % der befragten Unternehmen haben einen Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden US-Dollar.

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