FacebookTwitterLinkedIn
  • IoT
  • Juli 19, 2021

Neue Antenne wandelt Wellen in Energie um

https://network-king.net/wp-content/uploads/2021/04/etiqueta-769x415.jpeg

Forscher an der Georgia Tech haben eine flexible Antenne entwickelt, um Millimeterwellen in 5G-Netzwerken einzufangen und in elektrische Energie umzuwandeln. Diese Technologie hat das Potenzial, drahtlose Datennetzwerke in drahtlose elektrische Netzwerke umzuwandeln. So soll sie zum Beispiel Internet-of-Things-Geräte (IoT) versorgen, die derzeit Batterien für den Betrieb benötigen.

Diese Lösung nutzt Rotman-Linsen, um mehrere Millimeterwellen-Strahlen aus 5G-Netzwerken zu einem gleichmäßigen Fluss zu bündeln. Mit dieser Innovation kann eine Antenne Wellen einfangen, die aus jeder Richtung kommen. In der Vergangenheit gab es bereits andere Versuche, Energie bei hohen Frequenzen einzufangen. Doch die verwendeten Antennen hätten nur funktioniert, wenn sie auf die Basisstationen ausgerichtet gewesen wären. Es gab keine Möglichkeit, den Abdeckungswinkel zu erweitern. Die Demonstrationen der Georgia Tech-Technologie zeigen, dass diese Antenne im Vergleich zu anderen Antennenmodellen 21-mal mehr Energie einfangen kann, während der gleiche Abdeckungswinkel beibehalten wird.

Laut den Georgia Tech-Forschern hat die US-amerikanische FCC (Federal Communications Commission) 5G-Netzwerke dazu berechtigt, die Energie im Vergleich zu früheren Mobilfunknetz-Generationen viel dichter zu konzentrieren. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, ungenutzte Energie einzufangen, die sonst verschwendet werden würde. Darüber hinaus eröffnet diese Innovation ein neues Geschäftsfeld für Telekommunikationsunternehmen: Energy-as-a-Service. Dadurch wird die Verwendung von Batterien für IoT-Geräte in Smart Cities oder landwirtschaftlichen Anwendungen überflüssig.

Die neue Antenne befindet sich im experimentellen Stadium und es gibt keine Prognose, wann sie kommerziell verfügbar sein wird. Die Experimente konzentrieren sich noch auf eine Reichweite von weniger als drei Metern, mit einem theoretischen Maximum von 16 Metern.

FacebookTwitterLinkedIn