Standardisierung von IoT-Geräten gewinnt an Schwung

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Die Implementierung von Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) nimmt von Tag zu Tag zu. Damit wird auch die Steuerung kompatibler Geräte immer herausfordernder. Das liegt vor allem an Sicherheits- und Komplexitätsproblemen. Ebenfalls auf Wachstumskurs sind deshalb Steuerungsdienste für Endgeräte: Das Technologieunternehmen ABI Research prognostiziert, dass der der Markt für solche Dienste bis 2026 36,8 Milliarden US-Dollar einnehmen wird.

Lösungen zur IoT-Steuerung helfen, die Devices online, verbunden, aktualisiert und sicher zu halten, sie richtig zu konfigurieren, regelmäßig zu diagnostizieren und im Bedarfsfall zu warten. Darüber hinaus ist es über die genannten Technologien möglich, die Geräte im laufenden Betrieb zu überwachen und zu autorisieren. So erhalten nur diejenigen Zugang zum Device, die ihn auch wirklich benötigen. Insbesondere die Standardisierung gewinnt auf dem Markt für Gerätemanagementdienste an Dynamik.

Ein gutes Beispiel ist die wachsende Akzeptanz des LwM2M-Protokolls (Lightweight M2M) für das Machine-to-Machine- oder IoT-Gerätemanagement. Es wurde zunächst von Telekommunikationsunternehmen übernommen, inzwischen unterstützen aber auch Modul-, Chipsatz- und Gateway-Anbieter das Protokoll. Mit dieser Standardisierung wird die Kommodifizierung von Gerätemanagementdiensten voraussichtlich zunehmen. Laut Abdullah Haider, Forschungsanalyst für IoT-Netzwerke und -Dienste bei ABI Research, verhindern Standards, dass Kunden an proprietäre Plattformen gebunden sind.

Partnerschaften und Kooperationen mit Anbietern von Gerätemanagementlösungen werden laut ABI Research ebenfalls zunehmen. Diese können mit Systemintegratoren zusammenarbeiten, um eine Komplettlösung anzubieten. Auch andere Mitglieder der Wertschöpfungskette tragen potenziell zur Entwicklung übergreifender Standards bei. „Strategische Partnerschaften können die Vertriebs- und Supportkanäle flexibler machen. Die Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter von Gerätemanagementdiensten ist ebenfalls von Vorteil, beispielsweise für einen Cloud-Hyperscaler, der fortschrittliche Analysesysteme verkauft, oder für einen Mobilfunknetzbetreiber, der Anwendungen oder Konnektivitätsdienste wie IoT-Gerätemanagementplattformen vertreibt, die sich in andere Systeme integrieren lassen”, erklärt Haider.

Trotz der Kommodifizierung sind Unternehmen immer noch daran interessiert, ihre Geräteverwaltungsdienste zu differenzieren. Oft geht es dabei um Sicherheitsdienste wie die Bescheinigung von Geräten und die gegenseitige Authentifizierung. Andere Akteure bieten hingegen die Fernkonfiguration von Hardware für die Verfolgung von Anlagen, Telematik und zustandsabhängiger Überwachung an. „Immer mehr Anbieter entwickeln Gerätemanagementdienste, um ihr IoT-Lösungsangebot zu differenzieren und so mehr Umsatz zu generieren“, schließt Haider.

Eine weitere Studie von Global Market Insights schätzt, dass die Branche der IoT-Geräteverwaltungslösungen für das Gesundheitswesen bis 2028 aufgrund der zunehmenden Digitalisierung des Segments ein Wachstum von bis zu 25 % verzeichnen wird. IoT-Gerätemanagementlösungen können der Gesundheitsbranche eine Reihe von Vorteilen bieten, wie z. B. die Fernüberwachung von Patienten, automatische Warnmeldungen, Unterstützung im Gesundheitswesen und andere Ressourcen, die effizient verwaltet werden müssen.

Man erwartet, dass der europäische Markt für IoT-Gerätemanagement aufgrund der zunehmenden Einführung fortschrittlicher Technologien und der Nachfrage nach 5G-Netzwerken ein exponentielles Wachstum aufweisen wird. Die Anbieter konzentrieren sich auf die Entwicklung fortschrittlicher, integrierter Lösungen. Ein Beispiel dafür ist Vodafone, das im August 2021 eine einzigartige Managementplattform für Wasserversorgungsunternehmen auf den Markt gebracht hat. Diese verbindet IoT-Geräte und Sensoren miteinander und vereint fortschrittliche Funktionen zur Überwachung des Betriebs, zur Erkennung von Leckagen und zur Abfallreduzierung.

Die Studie von Global Market Insights unterstreicht ebenfalls die Bedeutung strategischer Partnerschaften für die Entwicklung innovativer IoT-Gerätemanagementlösungen. Als Beispiel wird Friendly Technologies genannt, das eine Partnerschaft mit Kenton in Großbritannien eingegangen ist. Durch diese Zusammenarbeit kann Friendly Technologies die CPE (Customer Premises Equipment) von Kenton mit seiner Hauptplattform für die Geräteverwaltung steuern.

Die Studie von Global Market’s Research kam außerdem zu diesen Erkenntnissen:

  • Fortschritte in Technologien wie IoT, Cloud Computing, Datenanalyse und 5G werden voraussichtlich das Wachstum dieses Marktes vorantreiben.
  • Die BYOD-Welle (bring your own device) auf der ganzen Welt bietet ebenfalls erhebliche Wachstumschancen.
  • Die wichtigsten Akteure in diesem Markt sind Advantech, Aeris Communications, Amazon Web Services, Amplia Soluciones, AVSystem, Bosch.io GmbH, Cumulocity GmbH, Huawei Technologies, GE Digital und Google.
  • Immer mehr aktive Unternehmen auf dem Markt gehen Partnerschaften ein, um integrierte und innovative Lösungen zu entwickeln.
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