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Quarantäne für Geräte: Darauf setzen Unternehmen jetzt

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Ob Sie es glauben oder nicht: Unternehmen prüfen bereits, ob eine Quarantänezeit für Geräte notwendig ist, die von ihren Mitarbeitern während der sozialen Isolation zu Hause verwendet werden ­­– eine Zeit, in der die Geräte möglicherweise mit unsicheren Heimnetzwerken gearbeitet haben. Dies geht aus einer Blackberry-Umfrage unter IT-Teams in Unternehmen in den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich hervor.

Zu Beginn der Pandemie stellten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern eigene Geräte zur Verfügung, damit diese von zu Hause aus arbeiten konnten. Andere verließen sich auf die PCs, Laptops, Smartphones oder Tablets der Mitarbeiter als behelfsmäßige Remote-Arbeitsplätze.

Aus diesem Grund gibt es große Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Geräte, die die Mitarbeiter mit ins Büro bringen. Der Studie zufolge gab die Mehrheit der Befragten in allen drei Ländern an, dass sie planen, PCs bei ihrer Ankunft im Unternehmen unter Quarantäne zu stellen oder sie zu scannen. Auch Updates und Patches sollen darauf installiert werden – letzteres ist die erste Wahl in Kanada und Großbritannien; in den USA scheinen die meisten Unternehmen die Quarantäne als erste und sicherste Option zu betrachten.

Und es ist nicht zu erwarten, dass sich die Rahmenbedingungen für das Remote-Working in den nächsten sechs Monaten wesentlich ändern und in den kommenden Jahren sogar zu einem Trend werden könnten. Lösungen für persönliche Geräte, die am Arbeitsplatz verwendet werden, sind unter dem Akronym BYOD (Bring Your Own Device) bekannt. Es wird erwartet, dass der Markt für diese Geräte und für Mitarbeiter-Mobilität bis 2027 180,8 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Die jährliche Wachstumsrate soll dabei durchschnittlich 16,7 % (2020 bis 2027) nach COVID-19 betragen. Dies sind Geräte, die sich als grundlegend für die Gewährleistung der Geschäftskontinuität während der Pandemie erwiesen haben. In einigen Branchen, die in der Fernarbeit eine weitere Option für ihre Mitarbeiter sehen, könnten sie zu einem festen Bestandteil werden.

Das alte Sicherheitsproblem, das in der Vergangenheit durch die BYOD-Welle in die Unternehmensnetzwerke gebracht wurde, ist jedoch angesichts der aktuellen Intensivierung von Remote- und Hybridarbeit mit größerer Wucht wieder aufgetaucht. Die Angriffsflächen haben sich vergrößert, und solche Geräte sind zur leichten Beute für Cyberkriminelle geworden. Mit anderen Worten: Die Grenze zwischen privaten und beruflich genutzten Geräten ist seit der Pandemie noch unschärfer geworden, da Unternehmen nicht mehr kontrollieren können, welche Geräte und Netzwerke ihre Mitarbeiter zum Arbeiten nutzen.

Die Untersuchung von Blackberry ergab, dass IT-Sicherheitsverantwortliche nach neuen Wegen suchen, um den Schutz der so genannten Endpunkte zu verbessern. Insbesondere suchen sie nach Technologien zur Verbesserung der Transparenz und der Kontrolle. Außerdem wünschen sie sich die Möglichkeit, Sicherheitsrichtlinien dynamisch auf der Grundlage von Benutzerstandort, Gerätetyp und anderen Faktoren anzupassen. Eine weitere wichtige Anforderung ist die Konsolidierung der Erkennung von und Reaktion auf Vorfälle über alle Endpunktplattformen hinweg.

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