Monitoring mit IoT: Auch für Versicherungen lukrativ

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Im Jahr 2021 hat Hartford Steam Boiler (HSB) – eine Inspektions- und Versicherungsgesellschaft der Munich RE Gruppe – einen durchschnittlichen Return on Investment (ROI) von 506 % verzeichnet. Das besondere bei HSB: Es ist ein Versicherer, der sich auf Inspektionsdienste und Risikomanagement mithilfe von IoT-Diensten spezialisiert hat. Mit seiner Lösung Sensor Solutions by HSB™ konnte das Unternehmen Sach- und Anlagenverluste in Millionenhöhe vermeiden. Diese Lösung setzt neben IoT-Sensoren auch Daten-Dashboards und proprietäre Algorithmen ein, um den Zustand von Anlagen rund um die Uhr zu überwachen.

„Wir bei HSB wollen einen echten Business-Impact erzielen und nicht nur Sensoren liefern. Daher optimieren wir unser IoT-Programm kontinuierlich durch neue Technologien, operative Verbesserungen und Geschäftsmodellinnovationen. Ein durchschnittlicher ROI von 506 % bis 2021 belegt, dass unsere Kunden das Potenzial des IoT wirklich nutzen“, sagt John B. Riggs, Leiter von HSB Applied Technology Solutions.

Unter den Top-10 der Kunden, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, befinden sich einerseits Versicherer und andererseits Eigentümer verschiedener Unternehmenstypen. Zu den Unternehmen zählen neben Büros und Krankenhäusern auch Einzelhändler sowie Schulen. „Wir haben im Jahr 2021 eine außergewöhnliche Rendite mit unserem HSB IoT-Programm erzielt. Die Kombination aus IoT-Technologie und HSB-Versicherungsexpertise ist einzigartig. Sie hat das Risikomanagement und die betriebliche Effektivität unserer Mitglieder verbessert. Außerdem unterstreicht sie unser Engagement für innovative Lösungen“, sagt Brett Carruthers, Direktor für Risikomanagement bei New York School Insurance Reciprocal (NYSIR), einer Organisation für öffentliche Schulversicherungsprogramme in New York (USA).

Die Suite Sensor Solutions by HSB™ kombiniert intelligente Sensoren mit andere Daten- und Analysetechnologien. Damit sollen potenzielle Verluste, die das Eigentum oder die Ausrüstung des Kunden betreffen, erkannt und verhindert werden. Die Lösung nutzt AWS IoT-Services wie die AWS IoT-Core-Plattform, um sichere Konnektivität zu Geräten und Systemen für die Aufnahme, Speicherung und Analyse von IoT-Daten bereitzustellen. Die Lösung arbeitet mit Echtzeitdaten, was zu weniger Schadensfällen und einer besseren Kundenerfahrung führt. Zudem ermöglicht die Echtzeit-Erfassung die Entwicklung innovativer Versicherungsprodukte. „HSB kann neue Versicherungslösungen schnell und sicher einbinden und jederzeit erweitern. Damit erhalten Kunden diejenige Information, die sie für die Risikobewertung und die Reduzierung von Sachschäden benötigen“, sagt Mark Relph, AWS Global Lead für IoT.

In den letzten fünf Jahren hat HSB fast 30 Milliarden Sensormesswerte gesammelt und analysiert. Außerdem gab das Unternehmen in dem Zeitraum mehr als 270.000 Warnungen für über 20 Geschäftszweige aus.

Wachsender Markt

Der globale IoT-Versicherungsmarkt wurde im Jahr 2021 auf 13,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2026 soll er 150,7 Milliarden US-Dollar erreichen, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 62,5 %, so ResearchAndMarkets.com. Gemäß dieser Prognose wird es immer mehr Versicherungsprodukte geben, die auf Gerätedaten und Telematik-Systeme zurückgreifen, um ihre Risikoeinschätzung zu verbessern.

Es handelt sich um einen neuen Ansatz, basierend auf Sensoren und digitalen Technologien. Er zielt darauf ab, den Status der versicherten Vermögenswerte zu überwachen, indem Rohdaten in relevante Informationen umgewandelt werden. Diese IoT-Fortschritte für Versicherungen können das Unternehmen produktiver und wirtschaftlicher machen. Außerdem haben IoT-Lösungen das Potenzial, das Risikoprofil der Versicherungsnehmer zu verbessern. Darüber hinaus kann die Automatisierung dazu beitragen, die Kosten der Schadensabwicklung um bis zu 30 % zu senken. Ferner können IoT-verbundene Geräte Lebens- und Krankenversicherern helfen, ihre Prämien um bis zu 25 % zu senken.

Um die potenziellen Anwendungen des IoT in der Versicherungsbranche besser zu verstehen, hat das Deloitte Center for Financial Services (DCFS) in Zusammenarbeit mit Wikistrat Forscher, Technologie- und Finanzexperten sowie Unternehmer aus 20 Ländern befragt. Sie sollten sich vorzustellen, wie das im Zusammenhang mit Versicherern einsetzbar ist. Die nachstehenden Bilder veranschaulichen, wie das IoT diese Branche aus Sicht der Befragten umgestalten könnte.

Aller Anfang ist schwer. Versicherer wird die Einführung und Verbreitung der IoT-Technologien daher vor einige Herausforderungen stellen, unter anderem diese:

1. In Versicherungen etablierte – oftmals konservative – Geschäftsmodelle müssen durchbrochen werden.

2. Möglichkeiten und Fähigkeiten, größere Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten, sollten ausgebaut werden.

3. Gleichzeitig gilt es die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen und anderen Normen sicherzustellen.

4. Zuletzt sollte Betrug, der vom Internet der Dinge ausgeht, weiterhin effektiv verhindert und Datensicherheit gewährleistet werden.

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