IT & OT: Prognose für 2023

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Aktuelle Erhebungen – wie die der International Data Corporation (kurz: IDC) – lassen bereits Prognosen für das Jahr 2023 zu: Anzunehmen ist, dass die meisten Unternehmen bis 2026 bei Infrastrukturkäufen Consumer-as-a-Service-Modelle bevorzugen. So sollen steigende IT-Ausgaben eingedämmt und Skill-Gaps im IT-Betrieb überbrückt werden. Bis 2027 könnte eine KI-gestützte Automatisierung für die konsistente Konfiguration außerdem für mehr Leistung, geringere Kosten und steigende Sicherheit der digitalen Infrastruktur sorgen. Auf diese Weise ließe sich die Notwendigkeit menschlichen Eingreifens um bis zu 70 % reduzieren und die SLOs verbessern, wie IDC in seinen Prognosen für die Zukunft der digitalen Infrastruktur feststellt.

Insgesamt haben Beratungsunternehmen kritische Veränderungen in den Bereichen Governance, Betrieb, Architektur und Beschaffung für das Jahr 2023 identifiziert. Unternehmen müssen diese bei ihren Strategien zur digitalen Transformation berücksichtigen. Das ist gerade dann wichtig, wenn der Gürtel in Bereichen ausgelagerter Dienstleistungen enger geschnallt werden soll – so eine BCG-Studie.

Laut BCG wird die Relevanz von Cybersicherheit auch in den nächsten Jahren nicht abnehmen: 31 % der Befragten gaben an, dass sie ihre IT-Ausgaben für die Sicherheitsinfrastruktur erhöhen werden. Die Überwachung wird ein wesentlicher Bestandteil jeder Security-Strategie sein. So soll garantiert werden, dass alle klassischen Sicherheitstools wie Firewalls, Erkennungssysteme oder Tools für das Privileged Access Management (PAM) richtig funktionieren.

Die wichtigsten IT-Investitionen im Jahr 2023
Die wichtigsten IT-Investitionen im Jahr 2023
Quelle: BCG

Die Prognosen von IDC kommen zu dem Ergebnis, dass die nächsten fünf Jahre für eine Transformation der Betriebsabläufe sorgen werden. Denn Unternehmen sind gezwungen, effektivere Wege zu finden, um mehr und hochwertigere Betriebsdaten zu verwalten, zu analysieren und zusammenzubringen. Bis 2024 wird die Cloud in mindestens der Hälfte der von IDC untersuchten Unternehmen die lokale Infrastruktur als primären Ort für die Speicherung, Verwaltung und Analyse von Betriebsdaten abgelöst haben.

Chief Information Officers werden zunehmend davon profitieren, sich auf die digitale Transformation des eigenen Unternehmens zu konzentrieren. „Ihre Fähigkeit, Technologieinitiativen in Endwertmetriken zu übersetzen, hilft anderen C-Level-Führungskräften, ein besseres Verständnis für IT-Technologien, Handlungsweisen, Ziele und Einschränkungen zu erlangen“, erklärt Chris Bedi, Chief Digital Information Officer bei ServiceNow. Dieses Vorgehen macht sich schlussendlich auch an den Zahlen bemerkbar. Wichtig bei der Erhebung von KPIs: Das Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit, ROI und Risiko. Gleichzeitig ist es essenziell, Automatisierung und Effizienz als Beschleuniger für die Modernisierung von Anwendungsportfolios und bestehender Infrastruktur zu nutzen.

„Auch die Rolle von I&O-Teams wird sich ändern: Sie avancieren zu internen Beratungsunternehmen, an die sich Produktteams und Geschäftsbereiche wenden können, um fachkundigen Rat zur Optimierung und Sicherheit der Infrastruktur zu erhalten“, erklärt Paul Delory, Research Vice President bei Gartner.

Bis 2026 prognostiziert Gartner außerdem, dass die meisten Unternehmen in Platform Engineering investieren und sich dabei auf Themen wie Self-Service für die Softwarebereitstellung und das Application Lifecycle Management konzentrieren werden. Auch Management-Tools und verschiedene Komponenten der Infrastrukturtechnologie wie Application Performance Monitoring (APM) oder Digital Experience Monitoring (DEM) finden in diesem Zusammenhang Berücksichtigung. Die große Vision ist es, die Produktivität der User zu erhöhen und so die Belastung der Entwicklungsteams zu verringern.

Self-Service – also die Hilfe zur Selbsthilfe – ist eine Strategie, die auch bei den Verantwortlichen für Kundenservice und -support (CSS) an Bedeutung gewinnt, um das Anrufvolumen zu reduzieren und die Betriebskosten zu senken. Das Marktforschungsunternehmen Forrester erwartet, dass die Investitionen in diese Richtung stark bleiben werden.

„Unternehmen werden auch ihre Infrastrukturteams mit funktionierenden Lösungen ausstatten müssen, die so viele manuelle und Routineaufgaben wie möglich automatisieren“, so eine Studie von Dynatrace. Dazu gehören Investitionen in die End-to-End-Observability, damit Teams ihre Multi-Cloud-Umgebungen besser verwalten können. Die Kombination dieser Fähigkeiten mit KI-gesteuerten Analysen wird es den Arbeitsgruppen ermöglichen, ihre Umgebungen effektiv zu optimieren. So ist es möglich, die Beschleunigung von Innovationen in den Fokus zu rücken und insgesamt bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen.

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