Die Schlüsselrolle des IoT bei der Förderung von Nachhaltigkeit

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Die globale Initiative oneM2M wurde 2012 mit einem Ziel ins Leben gerufen: Sie will Spezifikationen entwickeln, die einen effizienteren Einsatz des Internets der Dinge (IoT) sowie von Machine-to-Machine-Systemen (M2M) gewährleisten. Diese technischen Vorgaben werden in Hardware und Software integriert. So ist es möglich, eine Vielzahl von Geräten zu verbinden. Die Organisation versammelt dabei mehr als 200 Teilnehmer aus verschiedenen Geschäftsbereichen.

Besonders beim Thema Nachhaltigkeit haben IoT-Technologien laut oneM2M zwei wichtige Aufgaben. Zum einen geht es darum, die Akzeptanz von Lösungen in Anwendungsfällen zu maximieren – vor allem, wenn sie auf Nachhaltigkeit abzielen. Dazu können vor allem prominente Nutzer beitragen. Denn indem diese ihre erfolgreichen nachhaltigen Maßnahmen mit anderen teilen, können andere daraus lernen und dem Beispiel folgen. Die zweite Aufgabe ist es dann, IoT-Technologien von Natur aus nachhaltig zu gestalten.

Erst kürzlich veröffentlichte oneM2M dazu einen Artikel auf der IoT-Business-Webseite. Dieser weist darauf hin, dass das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger zu werden scheint – auch politisch. Laut oneM2M nimmt die Angelegenheit bei vielen Regierungen und Unternehmen zunehmend Raum in der Agenda ein. Dies ist vor allem der Fall, seitdem die Vereinten Nationen vor knapp sechs Jahren ihre Ziele für nachhaltige Entwicklung formulierten. Für Führungskräfte aus der Wirtschaft ist die Nachhaltigkeit schon jetzt ein Kernstück ihrer täglichen Arbeit – und einer der wichtigsten Antriebsfaktoren für ökonomische Veränderungen.

IoT-Technologien werden in diesem Szenario als wesentliche Bausteine für die Einführung nachhaltiger Maßnahmen angesehen. Grund dafür ist, dass diese eine effektive Verwaltung weit verstreuter Anlagen ermöglichen. Damit verfügen Unternehmen über Werkzeuge, mit denen sie ihre Entscheidungen über knappe Ressourcen verbessern können – und so zur Nachhaltigkeit beitragen.

Der Artikel erläutert, dass einige IoT-Anwendungsfälle maßgeschneiderte Lösungen umfassen, die immer aktuell bleiben werden. Andere wiederum entwickeln sich mit neuen Anforderungen, wirtschaftlichem Druck oder technologischen Entwicklungen weiter. Damit eine IoT-Lösung nachhaltig sein kann, muss ihr Design mehrere Faktoren beachten: Zum einen sollte es besonders langlebig sein. Zum anderen muss das Risiko minimiert werden, dass frühe Implementierungen aufgrund schlechter Beschaffungsentscheidungen verworfen werden. Allgemein berücksichtigen nachhaltige Konzepte Interoperabilität, offene Normen, Modularität, Wiederverwendbarkeit und Skalierbarkeit.

Um die Möglichkeiten zur Vernetzung von Geräten so gut wie möglich zu erhöhen, soll vor allem Kombination verschiedener Technologien und Komponenten unterschiedlicher Hersteller erleichtert werden. Ein anspruchsvollerer Ansatz berücksichtigt auch den Datenaustausch zwischen Anwendungen und betrieblichen Silos. Diese aufwendigeren Entwürfe entstehen dann, wenn verschiedene Abteilungen oder Organisationen über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, um bessere Entscheidungen zu ermöglichen. Diese Vorteile führen dann zum Prinzip der Skalierbarkeit. Dieses zielt darauf ab, das Potenzial von IoT-Lösungen auf geschäftskritischere Anwendungsfälle auszudehnen und höherwertige Vermögenswerte einzubeziehen.

Design-Module unterstützen dabei, IoT-Subsysteme zu kombinieren. Sie gewährleisten, dass die Technologien in bessere und anspruchsvollere Lösungen integriert werden können. Dadurch wird ein Teil des investierten Werts erhalten, ohne die Lebensdauer der Komponenten zu verkürzen. Auch bei der Modularität lautet der Grundsatz „Wiederverwertung“. Denn durch die Erstellung wiederverwendbarer Softwarebibliotheken und -komponenten können andere Entwickler Zeit sparen und ihre Produktivität steigern.

Doch nicht nur das Design der IoT-Technologien sollte nachhaltig sein. Es ist wichtig, auch ihre Komponenten ressourcenschonend zu gestalten. Dazu gehören Hardwareprojekte, die die Energieeffizienz erhöhen und eine längere Nutzungsdauer ermöglichen, indem die für die Wartung notwendigen Kosten und Ressourcen bei der Energieeinsparung minimiert werden. Diese Nachhaltigkeitseigenschaften hängen von energiesparenden und intelligenten Betriebsmodi ab. Dies wiederum hängt von Kommunikationsprotokollen ab, die die Konnektivität und die Datenübertragung optimieren, was wiederum von der Normung abhängig ist.

Auf der Welle der Nachhaltigkeit

NTT, ein globaler Anbieter von Technologie- und Geschäftslösungen, kündigte die Einführung der neuen Plattform „IoT Services for Sustainability“ an. Sie soll Unternehmen bei ihren Nachhaltigkeitsinitiativen unterstützen, indem sie ihren CO2-Fußabdruck durch den Einsatz des Internets der Dinge verringern. Diese IoT-Lösungen umfassen dabei:

  • Auslesen von Echtzeitdaten aus allen Arten von Zählern, z. B. Hydrometern, Strom- und Gaszählern;
  • Management von Wasserverlust;
  • Vorausschauende Wartung, bei der mithilfe von Sensoren-Daten Prognosemodelle für interessante Ereignisse erstellt werden, z. B. für Ausfallzeiten, Unfälle oder den Austausch von Komponenten;
  • Umweltüberwachung, die z. B. das Auftreten von Schadstoffen in der Luft und im Wasser identifiziert sowie Temperatur und Luftfeuchtigkeit verfolgt.

Zu den Vorteilen der neuen Plattform gehören laut NTT geringere Energiekosten, ein schnellerer Rückgang der Emissionen, hervorragende Unternehmensleistungen und bessere Arbeitsmöglichkeiten.

„IoT-Technologien sind ein wichtiges Instrument im globalen Kampf gegen den Klimawandel. Wir wissen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um eine nachhaltigere Zukunft zu gewährleisten. Zudem verfügen wir über eine robustes Set an Technologien, um die gewünschten Effekte zu erzielen“, sagt Jeff Merritt, Leiter des Bereichs urbane Transformation beim Weltwirtschaftsforum.

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