Die 10 häufigsten Fehler bei der Cloud-Strategie

https://network-king.net/wp-content/uploads/2022/11/shutterstock_77330095-769x414.jpg

Die zunehmende Nutzung von Cloud Computing stellt Systemadministratoren vor neue Herausforderungen. Die Funktion der Cloud steht und fällt mit der Leistungsfähigkeit sowie der Zuverlässigkeit der angeschlossenen IT-Infrastruktur. IT-Verantwortliche müssen also bereits in der Planungsphase ermitteln, welche Kapazitäten die jeweiligen Anwendungen benötigen, um die Ressourcen entsprechend zu berechnen. Vor allem die Leistung muss dabei umfassend überwacht werden. Gleichzeitig gilt es, sicherzustellen, dass alle Systeme und Verbindungen harmonisch funktionieren.

Aber das ist noch nicht alles. Laut Gartner begehen Unternehmens- und IT-Verantwortliche bei der Ausarbeitung ihrer Cloud-Strategie immer noch zehn zentrale Fehler.

1. Sie glauben, dass es sich um eine reine IT-Strategie handelt – Die Geschäfts- und IT-Führung sollte den Fokus bei der Strategieentwicklung nicht nur auf die IT legen, sondern sie auch dem Rest des Unternehmens „verkaufen“. Denn Business und IT müssen bei der Festlegung der Cloud-Strategie gleichberechtigte Partner sein.

2. Sie haben keine Exit-Strategie – Viele Unternehmen vergessen, dass sie unter Umständen auch etwas aus der Cloud zurückholen möchten. Entscheidend für den Erfolg der Cloud-Strategie eines Unternehmens ist allerdings auch ein Plan für einen möglichen Ausstieg. Es ist wie mit der Versicherungspolice in der Schublade: Man hofft, dass man sie nie braucht – aber im Fall der Fälle ist sie da.

3. Sie verwechseln die Cloud-Strategie mit dem Cloud-Implementierungsplan – Die Cloud-Strategie ist immer der erste Schritt und unterscheidet sich klar vom Implementierungsplan. Sie ist die Entscheidungsphase, in der Geschäfts- und IT-Leiter festlegen, welche Rolle Cloud Computing im Unternehmen spielen soll. Erst danach folgt der Cloud-Implementierungsplan, der die zuvor festgelegte Strategie in die Praxis umsetzt.

4. Sie denken, dass es für die Entwicklung einer Cloud-Strategie zu spät ist – Auch wenn die Umsetzung bereits begonnen hat: Für eine Strategie ist es nie zu spät. Denn wenn Unternehmen die Cloud-Einführung ohne konkreten Plan vorantreiben, wird dies früher oder später den Unmut der Nutzer auf sich ziehen. Das kann die Cloud-Implementierung verlangsamen und möglicherweise das gesamte Cloud-Projekt gefährden.

5. Sie glauben, die Cloud Strategie müsse alle Prozesse miteinschließen – Tatsächlich bedeutet eine Cloud-Strategie nicht, dass simultan alle Aufgaben in diesem Bereich transferiert werden müssen. Viele Unternehmen und IT-Führungskräfte erstellen deshalb erst gar keinen Plan – weil sie denken, dass sie mit der Implementierung alle Prozesse über Cloud Computing abwickeln müssen. Unternehmen sollten jedoch offenbleiben und mit Technologie-Experten außerhalb der Cloud zusammenarbeiten, z. B. mit einem Unternehmensarchitekten. So lässt sich ihre Cloud-Strategie im Großen und Ganzen definieren.

6. Sie halten die Cloud-Strategie für die gesamte Rechenzentrumsstrategie – Viele Unternehmen verwechseln ihre Cloud-Strategie mit ihrer Rechenzentrumsstrategie. Beide müssen im Unternehmen jedoch getrennt betrachtet werden. Andererseits die einzelnen Strategien aufeinander abgestimmt sein – denn dies kann Auswirkungen auf die Rolle haben, die Cloud Computing in ihrem Unternehmen spielen wird.

7. Sie setzen den Auftrag der Geschäftsleitung mit einer Strategie gleich – Ein weiterer typischer Fehler, den Unternehmen bei der Einführung von Cloud Computing machen: Sie führen das System nur deshalb ein, weil sich der CEO, CIO oder Leiter einer Geschäftseinheit davon Kosteneinsparungen verspricht. Eine sinnvolle Cloud-Strategie sollte jedoch die Verbindung zum Unternehmen halten – den einzelnen Unternehmenseinheiten erklären, warum und zu welchem Zweck Workloads verschoben werden.

8. Sie glauben, ein [hier Anbieter einfügen]-Shop sei eine Cloud-Strategie – Die meisten Organisationen nutzen im Laufe der Zeit viele verschiedene Cloud-Dienste. Da die Nutzung von Cloud-Diensten immer breiter und vielfältiger wird, müssen Geschäfts- und IT-Führungskräfte eine allgemeine Strategie entwickeln: Diese sollte verschiedene Szenarien, diverse Cloud-Service-Anbieter und die vollständige Überwachung der IT-Infrastruktur berücksichtigen.

9. Sie delegieren die Entwicklung einer Cloud-Strategie an Dritte – Das Outsourcing der Cloud-Strategie eines Unternehmens mag verlockend klingen, ist aber nicht zu empfehlen. Die Beauftragung externer Dienstleister, vielleicht sogar des Cloud-Anbieters, halten die Gartner-Analysten nur bei der Implementierung für ratsam. Dies kann ein kostengünstiger Weg sein, um die notwendigen Cloud-Kenntnisse zu erwerben, die das Unternehmen benötigt.

10. Sie legen die Cloud-first-Strategie zu extrem aus – Ein Ansatz, der der Cloud Vorrang einräumt, bedeutet vor allem Folgendes: Beantragt jemand eine Investition, wird diese Anlage zu allererst in der öffentlichen Cloud aufgebaut oder platziert – allerdings nicht nur dort. Schließlich heißt das Prinzip nicht umsonst „Cloud-first“.

Warum sind diese Fehler so gravierend?

Digitale Technologien werden in immer mehr Geschäftsbereichen eingesetzt. Teams sind nur dann effektiv, wenn sie ihre Betriebsmodelle anpassen, sodass sowohl die Autonomie als auch die Produktionsbereitschaft des Unternehmens gewährleistet sind. Die Zukunft ist klar: Im Jahr 2022 und darüber hinaus werden die traditionellen Wirtschaftsfelder eine große Bedeutung für die Planung und Implementierung von IT-Technologien und -Prozessen haben.

Innovative Teams weiten ihren Cloud-Betrieb und ihre ITSM-Verwaltung über die Infrastruktur hinaus aus. So ermöglichen sie es den Entwicklern, fortschrittliche Cloud-Services zu nutzen, um mit weniger Zeit- und Arbeitsaufwand und höherer Zuverlässigkeit mehr Wert zu schaffen.

„Vertrauen“ bedeutet in diesem Zusammenhang, die Funktionsweise moderner Anwendungen und der IT-Infrastruktur, die sich über mehrere Cloud-Anbieter erstreckt, genau im Auge zu behalten. Eine der besten Möglichkeiten, blinde Flecken in Ihrer Infrastruktur zu minimieren, ist die Konsolidierung all Ihrer Daten.

FacebookTwitterLinkedIn