{"id":2738,"date":"2021-10-08T08:50:33","date_gmt":"2021-10-08T08:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/mehr-sicherheit-fuer-fotos-in-der-cloud\/"},"modified":"2022-03-23T08:54:37","modified_gmt":"2022-03-23T08:54:37","slug":"mehr-sicherheit-fuer-fotos-in-der-cloud","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/mehr-sicherheit-fuer-fotos-in-der-cloud\/","title":{"rendered":"Mehr Sicherheit f\u00fcr Fotos in der Cloud"},"content":{"rendered":"\n<p>Fotos machen und in der Cloud speichern ist heutzutage f\u00fcr jeden, der ein Smartphone hat, ein fast automatischer Vorgang. Das weltweite Fotovolumen ist ein guter Beweis daf\u00fcr: Bis <a href=\"https:\/\/riseaboveresearch.com\/rise-above-research-estimates-that-1-13-trillion-photos-will-still-be-taken-in-2020\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2021 wird dieses voraussichtlich die Marke von 1,35 Billionen<\/a> erreichen. Doch nicht jeder ist besorgt \u00fcber die Sicherheit und den Schutz der Privatsph\u00e4re, die Speicherdienste f\u00fcr in die Cloud hochgeladene Fotos bieten \u2013 dabei sind die Bilder oft ziemlich pikant, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem aktuellen Fall geht es zwar nicht um Fotos, aber um Videos. Im Zuge dessen sollten wir \u00fcber Google Takeout sprechen, mit dem Sie Daten aus Google-Apps als Backup \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Ein Fehler in diesem Tool f\u00fchrte im November 2019 dazu, dass in Google Photos gespeicherte Videos f\u00e4lschlicherweise mit fremden Nutzern geteilt wurden. Beim Anfordern eines Backups waren einige der Videos f\u00fcr zuf\u00e4llige Nutzer sichtbar, die ebenfalls Dateien \u00fcber Google Takeout heruntergeladen haben. Laut Google waren jedoch weniger als 0,01 % der Nutzer der Photos-App, die <a href=\"https:\/\/9to5google.com\/2020\/02\/03\/google-photos-video-strangers\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Takeout<\/a> verwenden, betroffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Team von Informatikern der Columbia University in den USA hat das Tool <a href=\"https:\/\/www.engineering.columbia.edu\/news\/encrypting-cloud-photos\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Easy Secure Photos (ESP<\/a>) entwickelt. Dieses Tool verschl\u00fcsselt Fotos, die in den g\u00e4ngigsten Cloud-Diensten gespeichert sind, ohne die Anzeige zu behindern. Damit soll vorsichtigen und unvorsichtigen Nutzern gleicherma\u00dfen geholfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Entwicklern zufolge \u00fcberwindet die L\u00f6sung das Problem, dass beliebte Cloud-Fotodienste nicht mit den aktuellen Verschl\u00fcsselungstechniken kompatibel sind. Google Photos zum Beispiel komprimiert Dateien, um ihre Gr\u00f6\u00dfe zu verringern \u2013 dies w\u00fcrde verschl\u00fcsselte Bilder letztendlich jedoch besch\u00e4digen. Und selbst wenn Komprimierung und Verschl\u00fcsselung harmonieren w\u00fcrden, m\u00fcsste man auf die Dekomprimierung\/Verschl\u00fcsselung warten, bevor man die Fotos ansehen k\u00f6nnte. Und, seien wir ehrlich, Langsamkeit entspricht nicht den heutigen Erwartungen \u2013 selbst derer nicht, die nur ein Beispielfoto auf ihrem Mobiltelefon ansehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Fotodienste versprechen sogar, die Bilder zu verschl\u00fcsseln, um sie sicher zu speichern. Sie verlangen aber von den Nutzern, dass sie auf die am h\u00e4ufigsten verwendeten Tools verzichten, wie beispielsweise Google Photos.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neue Technik von Forschern der Columbia University erm\u00f6glicht es, mit beliebten Fotodiensten in der Cloud zu arbeiten und dabei den Schutz und das einfache Durchsuchen von Bildern zu gew\u00e4hrleisten. So, als w\u00e4ren sie nicht verschl\u00fcsselt. Der Bildverschl\u00fcsselungsalgorithmus des ESP-Systems, der mit verlustbehafteten und verlustfreien Formaten wie JPEG und PNG arbeiten kann, bedeutet, dass die komprimierten Dateien immer noch als Bilder erkannt werden. F\u00fcr alle anderen autorisierten Benutzer erscheinen sie derweil als verrauschte Schwarz-Wei\u00df-Bilder. Die Verschl\u00fcsselung jedes Bildes f\u00fchrt zu drei Schwarz-Wei\u00df-Dateien, die jeweils Codes \u00fcber die roten, gr\u00fcnen und blauen Farbinformationen des Originalbildes enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus erstellt ESP verschl\u00fcsselte Miniaturbilder und l\u00e4dt sie auf Cloud-Fotodienste hoch. Auf diese Weise k\u00f6nnen autorisierte Benutzer mit Hilfe von Bildbrowsern, die den ESP-Standard unterst\u00fctzen, problemlos Miniaturbildergalerien durchsuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnser System f\u00fcgt eine zus\u00e4tzliche Schutzebene zur passwortbasierten Sicherheit von Fotodienstkonten hinzu. Das Ziel ist es, dass nur Ihre Ger\u00e4te Ihre privaten Fotos sehen k\u00f6nnen und niemand sonst, es sei denn, Sie geben sie ausdr\u00fccklich f\u00fcr andere Personen frei&#8220;, sagt John S. Koh \u2013 er ist einer der Forscher, die das ESP-System entworfen und implementiert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vorgeschlagene L\u00f6sung erm\u00f6glicht auch den Zugriff auf Fotos von mehreren Ger\u00e4ten aus. Die Forscher haben eine Technik entwickelt, bei der jedes Ger\u00e4t \u00fcber ein eigenes Schl\u00fcsselpaar verf\u00fcgt. Herk\u00f6mmliche Verschl\u00fcsselungssysteme verwenden im Gegensatz dazu ein einziges Schl\u00fcsselpaar f\u00fcr mehrere Ger\u00e4te. Im Falle von ESP muss sich ein bestimmtes Ger\u00e4t f\u00fcr den Zugriff auf ESP-verschl\u00fcsselte Fotos lediglich durch ein anderes Ger\u00e4t authentifizieren, auf dem bereits eine ESP-kompatible Anwendung installiert ist. Bei diesem Vorgang wird das bereits autorisierte Ger\u00e4t dar\u00fcber informiert, dass es einen seiner Schl\u00fcssel in Form eines QR-Codes an das neue Ger\u00e4t weitergeben kann. Auf diese Weise k\u00f6nnen vertrauensw\u00fcrdige Ger\u00e4te die verschl\u00fcsselten Fotos ansehen, ohne Schl\u00fcssel manipulieren zu m\u00fcssen. Diese sind laut den Columbia-Entwicklern der Fluch fast aller Verschl\u00fcsselungssysteme.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ESP-L\u00f6sung wurde in Simple Gallery, einer App f\u00fcr das Android-System, implementiert, um Bilder von Google Photos, Flickr und Imgur zu verschl\u00fcsseln, ohne diese Cloud-Fotodienste zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotos machen und in der Cloud speichern ist heutzutage f\u00fcr jeden, der ein Smartphone hat, ein fast automatischer Vorgang. Das weltweite Fotovolumen ist ein guter Beweis daf\u00fcr: Bis 2021 wird dieses voraussichtlich die Marke von 1,35 Billionen erreichen. 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