{"id":16169,"date":"2024-05-10T16:00:42","date_gmt":"2024-05-10T16:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/ausfaelle-in-rechenzentren-haeufigkeit-und-schweregrad-nehmen-ab\/"},"modified":"2024-05-10T16:01:56","modified_gmt":"2024-05-10T16:01:56","slug":"ausfaelle-in-rechenzentren-haeufigkeit-und-schweregrad-nehmen-ab","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/ausfaelle-in-rechenzentren-haeufigkeit-und-schweregrad-nehmen-ab\/","title":{"rendered":"Ausf\u00e4lle in Rechenzentren: H\u00e4ufigkeit und Schweregrad nehmen ab"},"content":{"rendered":"\n<p>Um den Anforderungen neuer Anwendungen der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) gerecht zu werden, nimmt die Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe von Rechenzentren immer weiter zu. Man erwartet daher, dass auch Ausf\u00e4lle in diesen Einrichtungen h\u00e4ufiger auftreten. Allerdings zeigen Daten aus einem Bericht des Uptime Institutes das Gegenteil: Nach einem Beobachtungszeitraum von mehreren Jahren zeichnet sich ein konsistenter Abw\u00e4rtstrend ab, was die H\u00e4ufigkeit und Schwere von Rechenzentrumsausf\u00e4llen betrifft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als die H\u00e4lfte (55 %) der im Jahr 2023 befragten Rechenzentrumsbetreiber gaben an, in den letzten drei Jahren Ausf\u00e4lle erlebt zu haben \u2013 ein klarer R\u00fcckgang im Vergleich zu den 60 % im Jahr 2022 und den 69 % im Jahr 2021. Dar\u00fcber hinaus wurde nur einer von zehn Ausf\u00e4llen im Jahr 2023 als schwerwiegend oder sehr schwerwiegend eingestuft, was eine Verbesserung um vier Prozentpunkte gegen\u00fcber den Antworten von 2022 und um 10 Prozentpunkte gegen\u00fcber 2021 darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die H\u00e4ufigkeit der Ausf\u00e4lle zur\u00fcckgegangen ist, warnt das Uptime Institute, dass es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit gibt, da die Raten immer noch besorgniserregend hoch sind. Die hohen Kosten und die damit verbundenen Reputationssch\u00e4den, die sich aus Ausf\u00e4llen von Rechenzentren ergeben, sind nach wie vor eine gro\u00dfe Quelle der Besorgnis und ein starker Antrieb f\u00fcr Investitionen. Au\u00dferdem bedeutet die Migration zu \u00f6ffentlichen Clouds nicht zwangsl\u00e4ufig, dass es weniger Ausf\u00e4lle geben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Sorge betrifft die Instabilit\u00e4t der Stromnetze. Es gibt Hinweise darauf, dass die weltweite Umstellung auf dynamischere und erneuerbare Netze die Zuverl\u00e4ssigkeit der Systeme verringern wird, so das Uptime Institute. Wenn dies der Fall ist, k\u00f6nnte es in Rechenzentren h\u00e4ufiger zu Ausf\u00e4llen kommen, da unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) oder Generatoren nicht angemessen auf Ausfallzeiten reagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Extreme Wetterereignisse wie hohe Temperaturen, St\u00fcrme und \u00dcberschwemmungen wurden in den letzten Jahren ebenfalls mit Ausf\u00e4llen in Rechenzentren in Verbindung gebracht. Aufgrund der aktuellen Klimasituation wird sich dieser Trend wahrscheinlich noch verst\u00e4rken und das Risiko von Rechenzentrumsausf\u00e4llen erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Risikofaktor ist die Einf\u00fchrung neuer Technologien, um die Widerstandsf\u00e4higkeit und Energieleistung von Rechenzentren zu erh\u00f6hen: Dem Bericht des Uptime Institute zufolge kann der Einsatz von softwarebasierter verteilter Resilienz zur dynamischen Verlagerung von Datenverkehr und Arbeitslasten das Ausfallrisiko im Laufe der Zeit verringern, w\u00e4hrend der Einf\u00fchrungsphase jedoch erh\u00f6hen. Ein weiteres Beispiel sind Fl\u00fcssigkeitsk\u00fchlsysteme, die zwar einige thermische Risiken mindern k\u00f6nnen, aber das Risiko von Ausfallzeiten im Falle eines Komponentenausfalls erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der Zunahme der Risikofaktoren geht der Bericht 2023 des Uptime Institute davon aus, dass die Zahl der Ausf\u00e4lle pro Anlage abnimmt. Dieser Trend k\u00f6nnte darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, dass die meisten Unternehmen von Jahr zu Jahr mehr in redundante physische Infrastrukturen investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Uptime Institute widerspricht dieser Trend den Erwartungen, dass Multi-Site-Ans\u00e4tze die Redundanzstrategien f\u00fcr physische Standorte untergraben. Zwar bewegt sich die Branche in der Tat in Richtung softwarebasierter, verteilter Ausfallsicherheitsmodelle \u2013 doch die Aufrechterhaltung und Erh\u00f6hung der Redundanz von Einrichtungen vor Ort bleibt f\u00fcr die meisten Rechenzentrumsbetreiber eine Priorit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-die-ursachen-von-rechenzentrumsausfallen\">Die Ursachen von Rechenzentrumsausf\u00e4llen<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist nicht selten eine Herausforderung, die Hauptursachen f\u00fcr Ausf\u00e4lle in Rechenzentren zu ermitteln \u2013 denn es gibt eine gro\u00dfe Vielfalt von Vorf\u00e4llen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die j\u00e4hrlichen Erhebungen des Uptime Institute haben durchweg gezeigt, dass Unterbrechungen in der lokalen Stromverteilung die h\u00e4ufigste Ursache sind \u2013 was nicht \u00fcberrascht, da IT-Hardware sehr anf\u00e4llig f\u00fcr Schwankungen in der Stromversorgung ist (z. B. Spannungsschwankungen in Bruchteilen von Sekunden). Andererseits besteht bei manchen Rechenzentrumsbetreibern die allgemeine Tendenz, Ausf\u00e4lle oder schlechte Leistungen von K\u00fchlanlagen \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume zu tolerieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um den Anforderungen neuer Anwendungen der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) gerecht zu werden, nimmt die Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe von Rechenzentren immer weiter zu. Man erwartet daher, dass auch Ausf\u00e4lle in diesen Einrichtungen h\u00e4ufiger auftreten. 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