{"id":16024,"date":"2024-04-25T15:10:42","date_gmt":"2024-04-25T15:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/siemens-und-microsoft-entwickeln-eine-einheitliche-sprache-fuer-digitale-zwillinge\/"},"modified":"2024-04-25T15:12:38","modified_gmt":"2024-04-25T15:12:38","slug":"siemens-und-microsoft-entwickeln-eine-einheitliche-sprache-fuer-digitale-zwillinge","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/siemens-und-microsoft-entwickeln-eine-einheitliche-sprache-fuer-digitale-zwillinge\/","title":{"rendered":"Siemens und Microsoft entwickeln eine einheitliche Sprache f\u00fcr digitale Zwillinge"},"content":{"rendered":"\n<p>Siemens und Microsoft entwickeln das Internet der Dinge weiter: In Zusammenarbeit mit dem <a href=\"https:\/\/www.w3.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">W3C-Konsortium<\/a> m\u00f6chten sie die Digital Twin Definition Language (DTDL) mit dem Thing Description Standard der internationalen Standardisierungsorganisation vereinen. Die Initiative zielt darauf ab, die Vereinheitlichung der beiden Sprachen voranzutreiben und somit eine konsistentere Modellierungserfahrung zu schaffen. Langfristig gesehen soll sich so die starke Fragmentierung innerhalb des sich entwickelnden IoT-Bereichs reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Digitale Zwillinge sind virtuelle Nachbildungen von physischen Objekten, Prozessen oder Systemen, die in digitaler Form widergespiegelt werden. Sie erm\u00f6glichen eine effiziente \u00dcberwachung, Vorhersage und Verbesserung der Leistung von Anlagen durch schnelle sowie kosteng\u00fcnstige Simulationen. <\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise verwenden Kunden eine Vielzahl von digitalen Zwillingsl\u00f6sungen unterschiedlicher Anbieter, was zu einem erh\u00f6hten Integrationsaufwand f\u00fchrt. Die Vereinigung der Sprachen DTDL und Thing Description wird die Einbindung und Interoperabilit\u00e4t von Systemen deutlich erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Siemens hat bereits damit begonnen, den W3C-Standard f\u00fcr Thing Description in den Bereichen Geb\u00e4udemanagement, Energieverteilung und das intelligente Stromnetz zu unterst\u00fctzen. Durch die Kompatibilit\u00e4t mit Microsoft Azure kann das Unternehmen seinen Kunden somit bedeutende Vorteile bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Thomas Kiessling, Chief Technology Officer bei Siemens Smart Infrastructure, betont: \u201eDie Zusammenf\u00fchrung von DTDL und W3C Thing Description ist ein wichtiger Schritt, der es Kunden erm\u00f6glichen wird, die physische Welt unabh\u00e4ngig von spezifischen IoT-Plattformen zu definieren. Diese strategische Allianz unterstreicht unser Engagement, zusammenzuarbeiten und offene Plattformen zu nutzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Microsofts Digital Twin Definition Language erm\u00f6glicht die Modellierung der physischen Welt in Verbindung mit Azure-Diensten, w\u00e4hrend der W3C Thing Description-Standard eine interoperable Darstellung f\u00fcr Ger\u00e4teschnittstellen bietet und branchen\u00fcbliche Konzepte und Kategorien einbezieht. Beide Sprachen zeigen laut den Unternehmen viele konzeptionelle \u00c4hnlichkeiten in den ersten Phasen der Konvergenz.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSeit wir die Digital Twin Definition Language entwickelt und den Quellcode ihrer Spezifikationen und Referenzimplementierungen offengelegt haben, planen wir, sie durch einen Zusammenschluss wie das W3C zu standardisieren. Die Zusammenf\u00fchrung von DTDL und W3C Thing Description in enger Partnerschaft mit Siemens ist der nat\u00fcrliche n\u00e4chste Schritt auf unserem Weg, digitale Zwillinge f\u00fcr alle zug\u00e4nglich zu machen\u201c, erkl\u00e4rt Erich Barnstedt, Chefarchitekt f\u00fcr Standards, Konsortien und Industrial IoT im Azure-Team von Microsoft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-digitale-zwillinge-fur-das-gesamte-unternehmen\">Digitale Zwillinge f\u00fcr das gesamte Unternehmen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Verfahrensweise ist durchaus realistisch und hat ein Akronym verdient, wie es in der IT-Welt immer der Fall ist: Die Einf\u00fchrung digitaler Zwillinge f\u00fcr das ganze Unternehmen ist als <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/374129466_Digital_twins_of_organization_implications_for_organization_design\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DTOs oder Digital Twins of Organizations<\/a> bekannt. Es handelt sich dabei um ein relativ neues Konzept, das mit der zunehmenden Integration digitaler Technologien in der Wirtschaft an Dynamik gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p>DTOs sind eine virtuelle und dynamische Darstellung einer gesamten Organisation, die Prozesse, Menschen, Systeme, Verm\u00f6genswerte und Daten ber\u00fccksichtigt. Mit diesem Modell ist f\u00e4llt die Analyse leichter, wie Prozesse und Systeme funktionieren und wo es Engp\u00e4sse oder Ineffizienzen gibt. So lassen sich Anpassungen anschlie\u00dfend virtuell ausprobieren oder in der realen Welt anwenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Anwendung dieses Simulationsansatzes sollten einige Richtlinien von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung beachtet werden, wie ein <a href=\"https:\/\/www.forbes.com\/sites\/forbestechcouncil\/2024\/04\/16\/maximizing-business-efficiency-with-ai-driven-digital-twins\/?sh=3417fff65b54\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Forbes-Artikel<\/a> schildert:<\/p>\n\n\n\n<p>1) In der sogenannten \u201eDiscovery-Phase\u201c werden Daten aus verschiedenen Quellen gesammelt, integriert und analysiert. K\u00fcnstliche Intelligenz kann in dieser Phase dabei helfen, Szenarien vorherzusagen und Simulationen durchzuf\u00fchren \u2013 einschlie\u00dflich der Nutzung von Natural Language Processing zur Bewertung von Strategien und Analysen von Markttrends.<\/p>\n\n\n\n<p>2) Die Definition von spezifischen Zielen ist ein weiterer grundlegender Schritt. Es ist ratsam, mit einem ausgew\u00e4hlten Bereich zu starten und zu identifizieren, welche Systeme innerhalb dieses Bereichs liegen. Erst danach sollte das Modell auf andere Teile der Organisation ausgeweitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>3) Die Verwendung bestehender Software-Ressourcen und Technologien ist Schritt Nummer drei. Viele Organisationen verf\u00fcgen bereits \u00fcber eine Vielzahl an ungenutzten Ressourcen, die im Entdeckungsprozess identifiziert und effektiv eingesetzt werden k\u00f6nnen \u2013 was zudem Verbesserungsm\u00f6glichkeiten aufzeigen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Forbes betont, dass die Hauptprobleme von DTOs oft nicht technischer Natur sind, sondern im zwischenmenschlichen Bereich liegen. Als St\u00e4rke von DTOs z\u00e4hlt, Entscheidungen auf der Grundlage von Prognosen statt vergangener Ereignisse zu st\u00fctzen. Sie vermeiden eine betr\u00e4chtliche Menge an \u00dcberarbeitung sowie Neuplanung durch die kontinuierliche \u00dcberwachung von Prozessen, was zu aussagekr\u00e4ftigen Resultaten f\u00fchrt und die traditionelle Vorgehensweise grundlegend ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.globaldata.com\/store\/report\/digital-twins-theme-analysis\/?_gl=1*y8150o*_ga*MTA5MDIwODIyNC4xNjc3Nzk0NTc0*_ga_JYSQW15TQG*MTcxMzM4MjExNi4xNDMuMS4xNzEzMzgzMjk3LjYwLjAuMA..\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein neuer Bericht von GlobalData<\/a> prognostiziert, dass der Markt f\u00fcr digitale Zwillinge bis 2030 voraussichtlich 154 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Die durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstumsrate im Jahr 2019 lag bei 35,6\u00a0%.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siemens und Microsoft entwickeln das Internet der Dinge weiter: In Zusammenarbeit mit dem W3C-Konsortium m\u00f6chten sie die Digital Twin Definition Language (DTDL) mit dem Thing Description Standard der internationalen Standardisierungsorganisation vereinen. Die Initiative zielt darauf ab, die Vereinheitlichung der beiden Sprachen voranzutreiben und somit eine konsistentere Modellierungserfahrung zu schaffen. 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