{"id":12323,"date":"2023-08-07T13:51:11","date_gmt":"2023-08-07T13:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/roboter-mit-tastsinn-unterstuetzt-pflegepersonal\/"},"modified":"2023-08-07T13:54:34","modified_gmt":"2023-08-07T13:54:34","slug":"roboter-mit-tastsinn-unterstuetzt-pflegepersonal","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/roboter-mit-tastsinn-unterstuetzt-pflegepersonal\/","title":{"rendered":"Roboter mit Tastsinn unterst\u00fctzt Pflegepersonal"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein maschineller Helfer f\u00fcr die Pflege: In einem Pilotprojekt wird in einem finnischen Krankenhaus ein Roboter getestet, der taktile Empfindungen simulieren kann. Ziel ist es zu erforschen, wie die Technologie zur Entlastung des Pflegepersonals beitragen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der vom schottischen Start-up-Unternehmen <a href=\"https:\/\/www.touchlab.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Touchlabs<\/a> entwickelte Roboter tr\u00e4gt den Namen V\u00e4lkky. Er verwendet eine elektronische Hauttechnologie, die die \u00dcbertragung von taktilen Empfindungen wie Druck und Vibration erm\u00f6glicht. Einfache pflegerische Aufgaben, wie Mahlzeiten servieren, bei der Fortbewegung unterst\u00fctzen oder auch das Licht ausschalten, kann der Roboter bereits \u00fcbernehmen. Zudem hat V\u00e4lkky die F\u00e4higkeit, mehrere Vitalparameter wie Puls, Temperatur und Sauerstoffs\u00e4ttigung der Patienten messen. Der Roboter wird f\u00fcr etwa zwei Monate auf einer der Stationen des Laakso-Krankenhauses in der finnischen Hauptstadt Helsinki getestet. Die Patienten auf der Station wurden \u00fcber die Studie informiert.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Roboter wird derzeit getestet, um zu sehen, wozu er in der Lage ist. Die Patienten stehen dabei an erster Stelle, um sicherzustellen, dass sie die Unterst\u00fctzung und Pflege bekommen, die sie brauchen\u201c, sagt Kirsi Ahonen, leitende Krankenschwester und Projektmanagerin im Laakso Krankenhaus. Laut den Entwicklern verf\u00fcgt der Roboter \u00fcber viele Funktionen, die einen sicheren Einsatz im Krankenhaus gew\u00e4hrleisten. Unter anderem erkennt er Ber\u00fchrungen und kann die Kraft in seinen Armen einsch\u00e4tzen, sodass ein sicherer Umgang mit den Patienten m\u00f6glich ist. Dar\u00fcber hinaus verf\u00fcgt er \u00fcber eine 360-Grad-Sicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zw\u00f6lf Krankenschwestern wurden f\u00fcr die Bedienung des Roboters ausgebildet. Gesteuert wird er \u00fcber taktile Handschuhe, einen Kontrollanzug oder einen Kontrollstuhl. \u201eEine medizinische Fachkraft bedient den Roboter: So kann er unterst\u00fctzt die Arbeit des medizinischen Teams unterst\u00fctzen. Er ist allerdings keineswegs ein Ersatz f\u00fcr das Fachpersonal. Die Personalsituation im Gesundheitswesen ist bekanntlich angespannt. Es gilt herauszufinden, ob die Robotik bei der Ausf\u00fchrung von einfachen Hilfsarbeiten helfen kann\u201c, so das Krankenhaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das Eis zu brechen, konnten die Mitarbeiter \u00fcber einen Namen f\u00fcr den neuen Roboterkollegen abstimmen, der auf den Vorschl\u00e4gen der Patienten beruhte. \u201eDer Name V\u00e4lkky wurde gew\u00e4hlt, da er die Situation gut beschreibt: Wir sind nun weltweit die Ersten, die eine v\u00f6llig neue Art von Robotik in einem Krankenhaus testen\u201c, erkl\u00e4rt Ahonen. Der Name \u201eV\u00e4lkky\u201c, auf den der Roboter getauft wurde, l\u00e4sst sich ins Deutsche mit \u201eein Lichtblick\u201c \u00fcbersetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Roboter verwendet ein drahtloses Netzwerk und reproduziert in Echtzeit die von der Pflegekraft ausgef\u00fchrte Steuerung von K\u00f6rper, H\u00e4nden und Kopf. Die elektronische Oberfl\u00e4che erm\u00f6glicht dem Roboter die Wahrnehmungen von Empfindungen auf den Fingerspitzen, den Handfl\u00e4chen und dem ganzen K\u00f6rper. V\u00e4lkky hat etwa die durchschnittliche Gr\u00f6\u00dfe eines Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDurch seine elektronische Haut ist der Roboter in der Lage, selbst feinf\u00fchlige Bewegungen auszuf\u00fchren. V\u00e4lkky ist ein einzigartiger Roboter, der lediglich mit chirurgischen Modellen verglichen werden kann. Diese lassen sich ebenfalls fernsteuern, verf\u00fcgen jedoch nicht \u00fcber einen derartigen Tastsinn\u201c, erkl\u00e4rt Zakareya Hussein, CEO und Gr\u00fcnder von Touchlab Limited.<\/p>\n\n\n\n<p>In Zukunft soll der Roboter beispielsweise Patienten allein behandeln und so die k\u00f6rperliche Belastung des Pflegepersonals verringern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-markt-fur-medizinrobotik-und-start-ups\">Markt f\u00fcr Medizinrobotik und Start-ups<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2022 war die medizinische Robotikbranche aufgrund der schlechten Wirtschaftslage angeschlagen. Da die Nachfrage jedoch nach wie vor sehr gro\u00df ist, wird das Robotikgesch\u00e4ft laut <a href=\"https:\/\/www.medicaldevice-network.com\/comment\/medical-robotics-robust-growth\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GlobalData<\/a> voraussichtlich weiterwachsen und bis 2030 etwa 15,8 Milliarden USD erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gesundheitssektor wird vermehrt in Medizinroboter investieren, um den Personalmangel auszugleichen und den Pflegestandard zu verbessern. Der Einsatz von Cloud Computing und k\u00fcnstlicher Intelligenz macht es den Robotern m\u00f6glich, auf gro\u00dfe Datenmengen zuzugreifen, bessere Ergebnisse zu erzielen und die menschliche Fehlerquote zu senken. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrften neue Modelle von Operationsrobotern mehr Optionen f\u00fcr den Einsatz bei komplexeren Behandlungen er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese Nachfrage zu bedienen, engagieren sich Start-ups stark im Bereich der Gesundheitsrobotik, welche zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung von Katalysatorprogrammen erhalten. Eines davon ist f\u00fcr seine dritte Ausgabe freigegeben: der <a href=\"https:\/\/www.massrobotics.org\/opportunities\/application-healthcare-robotics-startup-catalyst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Healthcare Robotics Startup Catalyst<\/a>, der von MassRobotics, Festo, Mitsubishi Electric, Novanta und MITRE gef\u00f6rdert wird. Er bietet Start-ups die M\u00f6glichkeit, innovative L\u00f6sungen f\u00fcr die Medizinrobotik zu pr\u00e4sentieren. Zudem gibt es die Chance, an einem Business-Accelerator-Programm teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ausgew\u00e4hlten Start-ups werden von Mentoren aus den beteiligten Unternehmen angeleitet und bei der Kontaktaufnahme mit potenziellen Kunden, Investoren, Lieferanten und Marketingteams unterst\u00fctzt. F\u00fcr die F\u00f6rderung ist die MassRobotics Working Group zust\u00e4ndig: Sie setzt sich aus einer Gruppe von Freiwilligen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Regierung und Risikokapital zusammen. Au\u00dferdem haben die Start-ups Zugang zu Krediten, Ressourcen f\u00fcr die Prototypenerstellung und -erprobung, sowie Medien- und Marketingunterst\u00fctzung. Auch die Teilnahme an Messen mit Mentorenorganisationen steht ihnen offen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das F\u00f6rderprogramm steht Start-ups in der Startphase offen, die sich auf Robotik, aber auch auf k\u00fcnstliche Intelligenz oder das Internet der medizinischen Dinge (IoMT) konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.massrobotics.org\/opportunities\/application-healthcare-robotics-startup-catalyst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">MassRobotics<\/a> ist ein gemeinn\u00fctziges Robotik-Innovationszentrum, das sich mit der Unterst\u00fctzung und Gr\u00fcndung von Unternehmen f\u00fcr Robotik-Technologie und vernetzte Ger\u00e4te besch\u00e4ftigt. Um dies zu erreichen, bietet MassRobotics diversen innovativen Unternehmern und Start-ups einen Raum f\u00fcr die Entwicklung, Prototypisierung, Erprobung und Vermarktung von Produkten sowie L\u00f6sungen. Obwohl das Unternehmen seinen Sitz in Boston hat, unterst\u00fctzt es Robotik-Innovationen auf der ganzen Welt und arbeitet sowohl national als auch international mit Start-ups, Universit\u00e4ten, dem Unternehmenssektor sowie Regierungen zusammen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein maschineller Helfer f\u00fcr die Pflege: In einem Pilotprojekt wird in einem finnischen Krankenhaus ein Roboter getestet, der taktile Empfindungen simulieren kann. Ziel ist es zu erforschen, wie die Technologie zur Entlastung des Pflegepersonals beitragen kann. Der vom schottischen Start-up-Unternehmen Touchlabs entwickelte Roboter tr\u00e4gt den Namen V\u00e4lkky. 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