{"id":11628,"date":"2023-06-21T15:39:57","date_gmt":"2023-06-21T15:39:57","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/ibm-eroeffnet-das-erste-quantenrechenzentrum-in-europa\/"},"modified":"2023-06-21T15:41:46","modified_gmt":"2023-06-21T15:41:46","slug":"ibm-eroeffnet-das-erste-quantenrechenzentrum-in-europa","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/ibm-eroeffnet-das-erste-quantenrechenzentrum-in-europa\/","title":{"rendered":"IBM er\u00f6ffnet das erste Quantenrechenzentrum in Europa"},"content":{"rendered":"\n<p>IBM, ein US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen, plant die Er\u00f6ffnung seines ersten Quantenrechenzentrums in Europa. IBM hat das Ziel, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Beh\u00f6rden den Zugang zu dieser fortgeschrittenen Art der Datenverarbeitung zu erleichtern. Das Rechenzentrum soll bereits bis 2024 in der IBM-Einrichtung in Ehningen, Baden-W\u00fcrttemberg, in Betrieb genommen werden. Nach Poughkeepsie in New York wird es das zweite Quantenrechenzentrum und damit die zweite Quanten-Cloud-Region von IBM sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nutzer in Europa und auf der ganzen Welt werden die Dienste des Rechenzentrums f\u00fcr cloudbasierte Quantencomputer-Forschung und explorative Aktivit\u00e4ten nutzen k\u00f6nnen. \u201eEuropa z\u00e4hlt bisher zu den fortschrittlichsten Nutzern von Quantencomputern. Doch das Interesse wird mit der \u00c4ra der Quantenprozessoren im kommerziellen Bereich noch weiter zunehmen\u201c, erl\u00e4utert Jay Gambetta, Vizepr\u00e4sident von IBM Quantum. \u201eDas geplante Quantenrechenzentrum und die zugeh\u00f6rige Cloud-Region werden den europ\u00e4ischen Nutzern neue M\u00f6glichkeiten bieten, die Leistung des Quantencomputers zu nutzen. Damit lassen sich einige der anspruchsvollsten Probleme der Welt l\u00f6sen\u201c, f\u00fcgt er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>IBM betrachtet das cloudbasierte Quantencomputing als ein v\u00f6llig neues Rechenparadigma, bei dem allerdings noch einige praktische Fragen zu kl\u00e4ren sind. Nach Angaben des Unternehmens ist es keine leichte Aufgabe, klassische und Quantencomputing-Workflows effizient zu koordinieren: Schlie\u00dflich unterliegen die weltweiten Rechnerressourcen und Daten unterschiedlichen Gesetzen sowie Datenschutzbestimmungen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quabtumcpdibm.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-11504\" width=\"781\" height=\"490\" srcset=\"https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quabtumcpdibm.jpg 1562w, https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quabtumcpdibm-300x188.jpg 300w, https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quabtumcpdibm-1024x642.jpg 1024w, https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quabtumcpdibm-768x482.jpg 768w, https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/quabtumcpdibm-1536x964.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 781px) 100vw, 781px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: IBM<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Daher wird IBM zusammen mit dem neuen Rechenzentrum eine Software-Integration anbieten, um genau diese Herausforderungen anzugehen. Das Multi-Channel-Planungstool soll eine Schnittstelle zur Verwaltung der Zugriffe und Ressourcen in verschiedenen Regionen sowie Bereichen bieten. Beim Anbieter k\u00f6nnte es sich um eine Institution oder einen Kooperationspartner handeln, der den Benutzerzugriff bzw. die Daten verwaltet und die Quanten-Computing-Leistung mit internen oder externen klassischen Ressourcen kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Planungstool soll es erm\u00f6glichen, dass IBM Quantum-Systeme sowohl im US-Quantenrechenzentrum als auch im neuen europ\u00e4ischen Quantenrechenzentrum Anwendung finden \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wo sich der Anwender befindet, wie IBM im <a href=\"https:\/\/research.ibm.com\/blog\/europe-quantum-datacenter-software\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unternehmens-Blog<\/a> erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf das Quantennetzwerk von IBM greifen derzeit mehr als 60 europ\u00e4ische Unternehmen zu. Das System ist beispielsweise bereits bei Bosch und der Europ\u00e4ischen Organisation f\u00fcr Kernforschung (CERN) in Verwendung. Sie untersuchen potenzielle Anwendungen des Quantencomputing, unter anderem in den Bereichen Materialwissenschaft, Nachhaltigkeit und Finanzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-ehrgeizige-plane\">Ehrgeizige Pl\u00e4ne<\/h2>\n\n\n\n<p>Das neue europ\u00e4ische Quantencomputerzentrum soll mehrere IBM-Quantencomputersysteme bereitstellen, die jeweils \u00fcber Prozessoren mit mehr als 100 Qubits verf\u00fcgen. IBM hat jedoch weitaus ehrgeizigere Pl\u00e4ne f\u00fcr die nahe Zukunft: Ziel ist es, bis 2033 \u00fcber ein System mit 100.000 Qubits zu verf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr dieses Vorhaben sponsert IBM Forschungspartnerschaften mit der Universit\u00e4t Tokio sowie der Universit\u00e4t Chicago: Die Zusammenarbeit besch\u00e4ftigt sich mit der Entwicklung eines Systems, das Probleme l\u00f6sen kann, bei der selbst die fortschrittlichsten Supercomputer an ihre Grenzen sto\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahl 100.000 Qubits kommt nicht von ungef\u00e4hr. Auf dem <a href=\"https:\/\/www.ibm.com\/quantum\/summit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">IBM Quantum Summit 2022<\/a> stellte das Unternehmen den 433-Qubit IBM Quantum Osprey Prozessor vor \u2013 zusammen mit Optionen, um Quantenprozessoren auf Tausende von Qubits zu erweitern. Dar\u00fcber hinaus sind die M\u00f6glichkeiten jedoch noch unklar, so IBM: Mehrere Herausforderungen in den Bereichen Kosten, Chipleistung, Energie und Lieferkette erschweren die innovative Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem Unternehmen muss mehr Grundlagenforschung in den Bereichen Physik, Technik und Informatik betrieben werden. Daher besteht auch die Notwendigkeit, Kooperationsinitiativen zu bilden. IBM stellte <a href=\"https:\/\/www.ibm.com\/quantum\/roadmap\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">einen Weg<\/a> vor, wie sie das Potenzial von Quantencomputern ausbauen m\u00f6chten. \u00a0Damit das m\u00f6glich ist, sind zuvor in vier Hauptbereichen weitere Fortschritte erforderlich: Quantenkommunikation, spezielle Middleware f\u00fcr Quantensysteme, Quantenalgorithmen und Fehlerkorrektur sowie Komponenten mit der entsprechenden Lieferkette.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Universit\u00e4t Tokio wird die Bem\u00fchungen zur Identifizierung, Skalierung und Demonstration von Quantenalgorithmen leiten. Au\u00dferdem plant sie, die Lieferkette f\u00fcr neue Bauteile, wie Kryogenik und elektronische Steuerung, zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel ist die Universit\u00e4t Chicago mit der Initiative betraut, die Quantenkommunikation im Bereich Quantenparallelisierung und -netzwerken voranzubringen. Zudem m\u00f6chten sie die Middleware f\u00fcr Quantensysteme durch serverlose Quantenausf\u00fchrung, Techniken zum <a href=\"https:\/\/research.ibm.com\/blog\/100k-qubit-supercomputer#note-id-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Circuit Knitting<\/a> und physikalisch basierte Fehlerresistenz verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>IBM ist sich der gro\u00dfen Herausforderung zwar bewusst. Der Konzern ist sich aber dennoch sicher, dass die Partnerschaft mit den beiden Universit\u00e4ten die Entwicklung und Einf\u00fchrung eines Prozessors mit 100.000 Qubits bis 2033 erm\u00f6glichen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IBM, ein US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen, plant die Er\u00f6ffnung seines ersten Quantenrechenzentrums in Europa. IBM hat das Ziel, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Beh\u00f6rden den Zugang zu dieser fortgeschrittenen Art der Datenverarbeitung zu erleichtern. 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