{"id":11302,"date":"2023-06-06T08:28:34","date_gmt":"2023-06-06T08:28:34","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/smarte-fertigung-handfeste-ergebnisse-in-einem-jahr-zu-erwarten\/"},"modified":"2023-06-06T08:29:54","modified_gmt":"2023-06-06T08:29:54","slug":"smarte-fertigung-handfeste-ergebnisse-in-einem-jahr-zu-erwarten","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/smarte-fertigung-handfeste-ergebnisse-in-einem-jahr-zu-erwarten\/","title":{"rendered":"Smarte Fertigung: Handfeste Ergebnisse in einem Jahr zu erwarten"},"content":{"rendered":"\n<p>Intelligente Fertigungsprojekte verzeichnen in letzter Zeit h\u00f6here Erfolgsquoten. Die gr\u00f6\u00dften Vorteile dabei sind insbesondere Produktivit\u00e4tssteigerungen, Kostensenkungen und die Stabilit\u00e4t der Lieferkette. Allerdings gibt es immer noch Herausforderungen, denen sich die smarte Fertigung stellen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie der Information Services Group (ISG) hat k\u00fcrzlich ergeben, dass die ersten aussagekr\u00e4ftigen Ergebnisse intelligenter Herstellungsprozesse in 81 % der gemeldeten F\u00e4lle innerhalb von 12 Monaten erzielt werden. \u201eDie smarte Fertigung ist relativ neu und ausgesprochen erfolgreich. Mehr als 60 % der Teilnehmer unserer Studie haben in den letzten vier Jahren Initiativen in diesem Bereich gestartet. Die Investitionen scheinen sich auszuzahlen, denn mehr als 70 % berichten \u00fcber Erfolge, gemessen an der Kostensenkung sowie der Qualit\u00e4t der Fertigungsprozesse\u201c, erl\u00e4utert Gaurav Gupta, Partner und globaler Leiter von ISG Digital Engineering.<\/p>\n\n\n\n<p>Initiativen zur smarten Produktion gewinnen an Zugkraft: 75 % der Programme werden bis 2023 mindestens 100 Fachkr\u00e4fte besch\u00e4ftigen \u2013 im letzten Jahr waren es dagegen erst 40 %. Der Anteil der Programme mit 2.500 oder mehr Mitarbeitern hat sich in diesem Zeitraum verdoppelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis, mit dem sich die Unternehmen w\u00e4hrend der letzten zwei Jahren konfrontiert sahen, war das Change Management. 58 % nannten dies als eine der drei wichtigsten Herausforderungen. Bei 22 % fiel es sogar als gr\u00f6\u00dftes Problem ins Gewicht. Auf regionaler Ebene zeigen sich Unterschiede: US-amerikanische Unternehmen nennen Altanlagen noch vor dem \u00c4nderungsmanagement als zweitgr\u00f6\u00dfte Herausforderung. Europ\u00e4ische Unternehmen nennen dagegen Finanzierung, Kapitalrendite (ROI), Skalierbarkeit, Schulung und IT\/OT\/ET-Integration (Engineering Technology) als gr\u00f6\u00dfte Hindernisse \u2013 ebenfalls nach dem Change Management.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IIot1.jpg\" alt=\"Balkendiagramm, das die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr Unternehmen nach Prozentzahlen darstellt. An erster Stelle steht dabei das \u00c4nderungsmanagement mit 58 %.\" class=\"wp-image-11232\" width=\"328\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IIot1.jpg 656w, https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IIot1-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 328px) 100vw, 328px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: ISG<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>\u201eDie intelligente Herstellung ver\u00e4ndert den Arbeitsplatz und die Art und Weise, wie Gesch\u00e4fte gemacht werden. Indes haben Unternehmen zwar die technischen Ziele erreicht \u2013 die Initiativen werden aber nicht erfolgreich sein ohne eine Strategie, die sicherstellt, dass die Technologien wie beabsichtigt zum Einsatz kommen\u201c, warnt Alex Bakker, ISG-Forschungsleiter und Mitverfasser der Studie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie unterstreicht die Relevanz, eine Strategie f\u00fcr das \u00c4nderungsmanagement zu haben, die alle Elemente der Wertsch\u00f6pfungskette miteinander verbindet. Unternehmen, die sich gegen Ver\u00e4nderungen str\u00e4uben, widerspr\u00fcchliche Priorit\u00e4ten oder unklare Strategien f\u00fcr das Change Management haben, sollten ein Betriebsmodell entwickeln, das Teams, Prozesse und Technologien synchronisiert. So l\u00e4sst sich effizient der Wert steigern, den die intelligente Fertigung generieren kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-mais-inteligentes-com-mais-tecnologias\">Smarter durch weitere Technologien<\/h2>\n\n\n\n<p>Bis 2023 gaben 75 % der Befragten im Rahmen der Studie an, dass sie ihre Investitionen in k\u00fcnstliche Intelligenz und maschinelles Lernen erh\u00f6ht oder beibehalten haben. Bei digitalen Zwillingen sind die Entscheider jedoch gespalten: 60 % werden voraussichtlich mehr oder gleich viel investieren, w\u00e4hrend 32 % noch gar keine finanziellen Mittel f\u00fcr diese Technologieklasse aufgewandt haben. Im Bereich der Virtual oder Augmented Reality hat die Mehrheit noch nicht mit Investitionen begonnen oder sie zumindest beibehalten \u2013 w\u00e4hrend 11 % ihre Ausgaben reduziert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Fertigungsunternehmen nutzen ein Multi-Vendor-\u00d6kosystem, um ihre Initiativen zu beschleunigen. Die f\u00fcnf wichtigsten Partner sind Plattformanbieter, gro\u00dfe Technologieunternehmen, Strategieberater, Dienstleister und Tier-1-MS-Anbieter. Die gew\u00fcnschten Eigenschaften der Partner sind je nach Branche sehr unterschiedlich, allerdings bevorzugen 63 % einen stark personalisierten Service anstatt Teams f\u00fcr eine schnelle Projektumsetzung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IIot2.jpg\" alt=\"Balkendiagramm, das die f\u00fcnf wichtigsten Arten von Partnerunternehmen f\u00fcr Hersteller mit smarten Fertigungsprozessen in Prozentzahlen zeigt. An oberster Stelle stehen Plattformanbieter (57 %), gefolgt von gro\u00dfen Technologieunternehmen (54 %), Strategieberater (50 %), Dienstleister (47 %) und Anbieter von Stufe 1 MS (38%).\" class=\"wp-image-11236\" width=\"332\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IIot2.jpg 664w, https:\/\/network-king.net\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/IIot2-300x189.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: ISG<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Herausforderungen besser verstehen<\/h2>\n\n\n\n<p>Warum stehen Initiativen zur intelligenten Fertigung vor so vielen Herausforderungen? Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner sind daf\u00fcr die notwendigen kulturellen sowie betrieblichen Ver\u00e4nderungen verantwortlich, die nur langsam vonstattengehen. In vielen F\u00e4llen erfordern sie gar v\u00f6llig neue Organisationsmodelle, um die Charakteristika der Lieferkette zu integrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie von Gartner hat die f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften Risiken identifiziert, die bei der Einf\u00fchrung von Smart-Factory-Initiativen zu vermeiden sind:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Verwechslung der Fabrikoptimierung mit der Transformation des Gesch\u00e4ftsmodells: Die Vorteile der Optimierung einer intelligenten Fabrik beschr\u00e4nken sich auf einen Standort. Wenn Initiativen zur intelligenten Fertigung vom Rest der Lieferkette abgekoppelt werden, k\u00f6nnen lokale Vorteile entstehen, die aber kostspielige Einschr\u00e4nkungen an anderer Stelle im Unternehmen bedingen. Dieses Risiko l\u00e4sst sich mindern, indem sichergestellt wird, dass die Ziele der Fabrik synchron mit den Betriebsmodellen der Lieferkette, den digitalen Ambitionen, der Flexibilit\u00e4t und den Automatisierungsm\u00f6glichkeiten des Unternehmens sind.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Vernachl\u00e4ssigung des Umfangs von Change Management: Die Anschaffung einer neuen Technologie kann einfach und relativ kosteng\u00fcnstig sein. Untersch\u00e4tzt man jedoch die sich daraus ergebenden \u00c4nderungen an bestehenden Prozessen, Integrationen und neuen Leistungszielen, f\u00fchrt dies gegebenenfalls zu weiteren Kosten und einem hohen Zeitaufwand. Dieses Risiko l\u00e4sst sich teilweise managen, indem diese \u00c4nderungen als Teil einer unternehmensweiten Initiative gelten. Dazu geh\u00f6rt die notwendige Abstimmung zwischen der F\u00fchrungsebene und den Teams, um sicherzustellen, dass die Initiativen angemessen vorangetrieben werden und eine kontinuierliche Verbesserung im Fokus steht.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Untersch\u00e4tzung der Komplexit\u00e4t der Konvergenz von IT, OT und Ingenieurtechnik: Intelligente Fabriken h\u00e4ngen nicht nur von der Abstimmung zwischen Werken und Gesch\u00e4ftsbereichen ab \u2013 auch die Informations-, Betriebs- sowie Ingenieurstechnologie sind relevante Elemente, die es zu ber\u00fccksichtigen gilt. Um die Komplexit\u00e4t der Konvergenz zwischen diesen Bereichen zu senken, m\u00fcssen Governance- und Organisationsstrukturen entsprechend den neuen Produktionsmodellen entwickelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Unzureichende Finanzierung von Qualifizierung, Umschulung und Talententwicklung: Es ist von entscheidender Bedeutung, die Lern- und Entwicklungsprogramme zu modernisieren. So erfahren Teams die Unterst\u00fctzung, die sie brauchen, um neue Erfahrungen zu sammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Konzentration auf einen einzigen Anwendungsfall und eine einzige Technologie: Es gibt nicht die eine dominante Technologie oder den einen Anbieter, der alle Anforderungen an eine intelligente Fabrik erf\u00fcllt. Daher m\u00fcssen Hersteller bei der Anschaffung von Technologien strategische \u00dcberlegungen (z. B. Skalierbarkeit) mit pragmatischeren \u00dcberlegungen (z. B. Planung von Betriebsausf\u00e4llen) abw\u00e4gen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Intelligente Fertigungsprojekte verzeichnen in letzter Zeit h\u00f6here Erfolgsquoten. Die gr\u00f6\u00dften Vorteile dabei sind insbesondere Produktivit\u00e4tssteigerungen, Kostensenkungen und die Stabilit\u00e4t der Lieferkette. Allerdings gibt es immer noch Herausforderungen, denen sich die smarte Fertigung stellen muss. 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