{"id":10986,"date":"2023-05-18T10:32:23","date_gmt":"2023-05-18T10:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/network-king.net\/samsungs-open-source-projekt-erleichtert-die-digitale-gesundheitsforschung\/"},"modified":"2023-05-18T10:34:06","modified_gmt":"2023-05-18T10:34:06","slug":"samsungs-open-source-projekt-erleichtert-die-digitale-gesundheitsforschung","status":"publish","type":"articles","link":"https:\/\/network-king.net\/de\/samsungs-open-source-projekt-erleichtert-die-digitale-gesundheitsforschung\/","title":{"rendered":"Samsungs Open-Source-Projekt erleichtert die digitale Gesundheitsforschung"},"content":{"rendered":"\n<p>K\u00fcrzlich k\u00fcndigte Samsung Electronics das Open-Source-Projekt <a href=\"https:\/\/s-healthstack.io\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Samsung Health Stack 1.0<\/a> an, das sich auf die digitale Gesundheitsforschung konzentriert. Ziel ist es, die Erstellung von Anwendungen, Backend-Diensten und Analyse-Tools f\u00fcr Wearables auf der Grundlage der Betriebssysteme Android und Wear OS zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut Samsung haben Smartphones und Wearables das Potenzial, die Gesundheitsforschung und die Entwicklung von datengesteuerten Biomarkern zu revolutionieren. Allerdings sind derzeit noch erhebliche Mengen an Zeit und Geld in die Entwicklung mobiler Apps und Dienste im Gesundheitswesen n\u00f6tig. Diese T\u00e4tigkeit ist Medizinern oft (noch) unbekannt. Der Samsung Health Stack zielt darauf ab, die Barrieren zwischen digitaler Technologie und Medizin abzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer Samsung Health Stack, der die Erfassung digitaler Gesundheitsdaten einfacher und sicherer machen soll, wird die Barrieren zwischen Medizinern und Experten f\u00fcr digitale Technologie abbauen. Dies kann schon bald als Grundlage f\u00fcr Innovationen im Bereich der digitalen Gesundheit dienen\u201c, sagte Yunsu Lee, Vizepr\u00e4sident und Leiter des Data Intelligence Teams von Samsung. \u201eDurch die F\u00f6rderung der Entwicklung von digitalen Gesundheitsdiensten hoffen wir, die Lebensqualit\u00e4t von Menschen auf der ganzen Welt zu verbessern. Unser Wunsch ist es, dass Samsung Health Stack als Open-Source-Projekt f\u00fcr viele Menschen in diesem Bereich n\u00fctzlich sein wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wearable Devices, die im Gesundheitswesen eingesetzt werden, verf\u00fcgen in der Regel \u00fcber eine mobile App, die die gesammelten Daten speichert und analysiert. Der Samsung Health Stack zielt darauf ab, einen einheitlichen Rahmen zu schaffen, um die gemeinsame Entwicklung solcher Apps zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>So bringt ein Technologie-Stack verschiedene Tools, Anwendungen und Dienste zusammen, die h\u00e4ufig zur Entwicklung eines Endprodukts verwendet werden. Der Samsung Health Stack ist ein solches Projekt: Eine Open-Source-L\u00f6sung, auf deren Basis sich Daten von Wearable-Ger\u00e4ten mit Android- und Wear-OS-Systemen sammeln und analysieren lassen. Samsung betont, dass der Samsung Health Stack als Open-Source-Projekt selbstredend offen f\u00fcr Beitr\u00e4ge ist, die das Projekt voranbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Technologiepaket umfasst:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein Software-Entwicklungskit (SDK);<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Webportal f\u00fcr die Erstellung von Umfragen, die Verwaltung von Teammitgliedern, Teilnehmer-Tracking und Datenanalyse;<\/li>\n\n\n\n<li>Backend-Dienste und eine Daten-Engine, die \u00fcber Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) verf\u00fcgbar sind.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnen Entwickler mit dem Paket schnell und einfach Anwendungen erstellen, w\u00e4hrend die Umfrageteilnehmer davon ausgehen k\u00f6nnen, dass die von ihnen bereitgestellten Daten sicher verwaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Durchf\u00fchrung von Studien mit Wearables zu Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck erm\u00f6glicht der Samsung Health Stack den Forschern zum Beispiel, die Datenerfassung zu vereinfachen. Dies gelingt, indem sie nur relevante Informationen in das Portal eingeben. Anwendungen, die mit dem App SDK entwickelt werden, k\u00f6nnen die st\u00e4ndige Kommunikation zwischen Forschern und Studienteilnehmern erleichtern. Dies f\u00fchrt wiederum zu besseren Ergebnissen und beschleunigt den Entwicklungsprozess f\u00fcr die Wissenschaftler. Die Zeitersparnis kommt wiederum der Forschung zugute: Die Experten k\u00f6nnen sich auf vielf\u00e4ltigere und proaktive Gesundheitsprojekte konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Ver\u00f6ffentlichung der Alpha-Version auf der Samsung Developer Conference (SDC) 2022 hat sich der Samsung Health Stack weiterentwickelt: Seit M\u00e4rz steht die Beta-Version zur Verf\u00fcgung. Die Version 1.0 soll im Juni ver\u00f6ffentlicht werden.\r\n<\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiatoren sind sich einig: Samsung Health Stack 1.0 wird Verbesserungen bei der Umfrageeingabe, der Teilnehmerintegration, der Datenerfassung von Wearables und den grundlegenden Umfragefunktionen aufweisen. Man hat Sicherheit und Stabilit\u00e4t verbessert, um zuverl\u00e4ssigere Umfragen zu gew\u00e4hrleisten. Die Version bietet au\u00dferdem eine Funktion, die den Fortschritt der klinischen Teilnehmer bei bestimmten umfragebedingten Aufgaben trackt. Die Umfrage-Funktion, die es Forschern erm\u00f6glicht, Daten direkt von den Teilnehmern zu erfassen, wurde au\u00dferdem um ein dynamisches Feature erweitert, die das Forschungsziel und die Absichten der Wissenschaftler auf der Grundlage der Antworten der Teilnehmer widerspiegeln kann. So lassen sich auch zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt Folgema\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den benutzerfreundlichen Tools f\u00fcr das Forschungsmanagement erm\u00f6glicht Samsung Health Stack 1.0 den Wissenschaftlern, sich mehr auf das Forschungsdesign zu konzentrieren. Es bietet au\u00dferdem verschiedene Methoden, mit denen die Teilnehmer relevante Informationen bereitstellen k\u00f6nnen, um Verz\u00f6gerungen zu vermeiden. Die den Entwicklern zur Verf\u00fcgung gestellte Dokumentation wurde ebenfalls erheblich verbessert, um die Erstellung von Forschungssystemen zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-fehler-im-entwicklungsprozess\">Fehler im Entwicklungsprozess<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung einer App f\u00fcr Wearables kann sich mitunter als entmutigende Task herausstellen. Denn wenn die Benutzeroberfl\u00e4che nicht ansprechend genug ist, k\u00f6nnte eine solche App schon in der ersten Version zum Scheitern verurteilt sein, warnt der <a href=\"https:\/\/councils.forbes.com\/forbestechcouncil\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forbes Tech Council<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen einer Ver\u00f6ffentlichung unterstreicht Forbes, welche No-Gos es in einem Entwicklungsprozess gibt. Die nachfolgenden Fehler sollten Verantwortliche vermeiden \u2013 insbesondere mit Blick auf Budget und Erfolgswahrscheinlichkeit eines App-Projekts:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Die plattform\u00fcbergreifende Synchronisierung fehlt \u2013 Die plattform\u00fcbergreifende Synchronisierung erm\u00f6glicht es Ihnen, Produkte verschiedener Hersteller zu verwenden, z. B. Google Pixel Headsets und einen Mac. Vergessen Sie dies nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Keine ML-Technologie ins Ger\u00e4t integriert \u2013 Wearable-Ger\u00e4te k\u00f6nnen erheblich von der im Ger\u00e4t installierten Technologie f\u00fcr maschinelles Lernen profitieren. Initiativen wie TinyML werden bereits von einer betr\u00e4chtlichen Anzahl von Prozessorherstellern unterst\u00fctzt und erm\u00f6glichen den Bau kosteng\u00fcnstiger Sensoren, die nur wenig Strom verbrauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Vernachl\u00e4ssigung der Akku-Optimierung \u2013 Wenn Wearable-Ger\u00e4te mit mehreren Anwendungen verbunden sind, kann sich dies negativ auf die Akkulaufzeit auswirken. Daher ist die Optimierung des Stromverbrauchs entscheidend. <\/p>\n\n\n\n<p>4. Nichtber\u00fccksichtigung von nat\u00fcrlichen Grenzen \u2013 Wearable-Ger\u00e4te haben begrenzte Bildschirmweiten, Akkulaufzeiten und Verarbeitungsleistungen, was bei der Entwicklung von Anwendungen unbedingt ber\u00fccksichtigt werden muss.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Keine Absicherung der App \u2013 Auch Wearable-Technologien sind anf\u00e4llig f\u00fcr Sicherheitsl\u00fccken und Schwachstellen. Daher ist es wichtig, die Sicherheit der App bei Themen wie Anmeldeinformationen oder sichere Daten\u00fcbertragung zu priorisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Vernachl\u00e4ssigung der Benutzererfahrung \u2013 UX ist essenziell. Sie d\u00fcrfen bei der Aufnahme jeder Funktion in die App nicht vergessen, sich eine entscheidende Frage zu stellen: Wie tr\u00e4gt das Features dabei bei, den Nutzern der App einen Mehrwert zu bieten\r\n<\/p>\n\n\n\n<p>7. Ignorieren des Datenschutzes \u2013 Wearable Devices arbeiten mit pers\u00f6nlichen Daten, die unter keinen Umst\u00e4nden durch Sicherheitslecks gef\u00e4hrdet werden d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>8. \u00dcberfrachtung des Wearable-Bildschirms mit zu vielen Informationen \u2013 Der Bildschirm von Mobilger\u00e4ten ist im Allgemeinen recht klein. Zu viele Funktionen \u00fcberladen den Screen. Das kann den Benutzer, der extrem viel scrollen muss, durch zu viele unn\u00f6tige Informationen erm\u00fcden.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Kein Augenmerk auf das Design \u2013 Priorisieren Sie die Benutzererfahrung (UX), indem Sie auf Design, Navigation und Benutzerfreundlichkeit achten.<\/p>\n\n\n\n<p>10. Mehrstufige Prozesse \u2013 F\u00fcgen Sie keine Funktionen hinzu, die nur wenig genutzt werden. Konzentrieren Sie sich auf gute Benachrichtigungen sowie schnelle, mit nur einer Taste durchf\u00fchrbare Aktionen.<\/p>\n\n\n\n<p>11. Kein Mehrwert \u2013 Anwendungen f\u00fcr tragbare Ger\u00e4te sollten wenn m\u00f6glich mit Einzigartigkeit und einem USP \u00fcberzeugen. Daher ist es wichtig zu entscheiden, welche Funktionen am wichtigsten sind. Diese sollten gut gestaltet werden \u2013 getreu dem Motto \u201eweniger ist mehr\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>12. Keine Priorisierung der Sicherheit \u2013 Die Sicherheit muss an erster Stelle stehen!<\/p>\n\n\n\n<p>13. Notwendigkeit der Wearable Devices nicht erkennen \u2013 F\u00fchren Sie sich immer wieder die Situationen vor Augen, in denen die App verwendet wird: im Regelfall unterwegs. Oft kann der Benutzer nur einen kurzen Blick darauf werfen, wenn er sich auf dem Weg zwischen zwei Orten befindet.<\/p>\n\n\n\n<p>14. Der Nutzer wird gezwungen, zu viele Informationen preiszugeben \u2013 Idealerweise sollte der User die App auch dann verwenden k\u00f6nnen, wenn er keine pers\u00f6nlichen Daten angeben m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>15. Optimieren Sie die Parameter des Standardmodus \u2013 Die Optimierung dieser Felder kann die Erfahrung des Users verbessern.\r\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00fcrzlich k\u00fcndigte Samsung Electronics das Open-Source-Projekt Samsung Health Stack 1.0 an, das sich auf die digitale Gesundheitsforschung konzentriert. 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