Die besten DNS-Monitoring Tools 2022 und ihre Vorteile

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Was ist DNS, DNS-Überwachungstools, Wie funktioniert DNS, DNS-Angriffe, DNS-Überwachung, Warum ist DNS-Überwachung sinnvoll?

Was ist DNS?

Das Domain Name System ist ein Dienst, der Domainnamen in eine für Computer verständliche IP-Adresse auflöst. Diese ermöglicht es dem Browser, den Server zu finden. Die Kombination aus Hostname und IP-Adresse bildet den sogenannten Namespace.

Demnach handelt es sich bei einem DNS um eine hierarchisch verteilte Datenbank, deren enthaltene Informationen jeweils zu einer bestimmten Webseite oder einem Gerät im Netz führen. Das System verwendet TCP und UDP für die Übertragung und ist wahrscheinlich eine der meistgenutzten Datenbanken der Welt.

Welche DNS-Überwachungstools sind die besten?

Paessler PRTG, Solarwinds, Nagios, DotCom, ManageEngine, UpTrends, DNSCheck, 24×7

Wenn es um die Überwachung geht, gibt es einige Komponenten, die man im Auge behalten sollte. Hier kommt effektive Software zur Überwachung von DNS-Servern ins Spiel. Denn diese Tools bieten detaillierte Einblicke, die normalerweise nicht möglich sind. Darüber hinaus schützen sie DNS-Server vor Angriffen und informieren bei schwacher Leistung. Hier folgt ein Überblick über die besten verfügbaren DNS-Überwachungstools:

Paessler PRTG

Paessler PRTG gehört zu den besten Netzwerküberwachungs-Tools und kann auch als leistungsstarker DNS-Monitor verwendet werden. Spezialisiert auf Verfügbarkeit und Leistung von DNS-Servern, liefert es Informationen in intuitiver und attraktiver Weise. Die Dashboards sind sauber und übersichtlich, die Grafiken, Skalen und Diagramme farbenfroh und leicht lesbar. So lassen sich die Daten schneller und genauer interpretieren.

Netzwerk monitoring

Die DNS-Überwachung ist ein automatisierter Prozess, der im Hintergrund die Verfügbarkeit und Leistung von DNS-Servern mithilfe von DNS-Sensoren überprüft. Zudem überwacht das Tool Ihre DNS-Server nicht nur in Echtzeit, sondern zeichnet auch alle Messdaten auf. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, jederzeit detaillierte Statistiken über Ihre DNS-Server abzurufen.

SolarWinds Server & Application Monitor

SolarWinds Server & Application Monitor (SAM) wurde entwickelt, um die Leistung von DNS-Servern zu überwachen und Probleme zu vermeiden, die die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigen. SAM kann als DNS-Benutzermonitor genutzt werden, um Administratoren bei der Überprüfung der DNS-Serverleistung zu unterstützen. Außerdem lässt sich damit sicherstellen, dass der Server auf eine Datensatzabfrage innerhalb eines akzeptablen Schwellenwerts antwortet.

Daneben hilft SolarWinds SAM dabei, die Abfrage-Antwortzeit mit einer Liste von IP-Adressen zu vergleichen und so zu garantieren, dass die DNS-Leistung auf einem akzeptablen Niveau liegt. Die Verwaltung von DNS-Servern für verschiedene Servertypen wird von SAM ebenfalls unterstützt.

Nagios XI

Die DNS-Überwachung ist Teil von Nagios XI und Nagios Core – beides renommierte Überwachungstools – die von vielen Anwendern und Unternehmen genutzt werden. Nagios ermöglicht die Überwachung von DNS-Servern, -Protokollen und -Abfragen sowie die Erweiterung von verfügbaren Servern, Diensten und Anwendungen. Auch die schnelle Erkennung von Netzwerkausfällen, Protokollfehlern, DNS-Hijacking und Spoofing ist damit möglich.

Darüber hinaus kann die Nagios-Überwachungslösung mit Komponenten von Drittanbietern erweitert werden, die in Nagios Exchange aufgeführt sind. Dazu gehören zum Beispiel Assistenten und Plugins. Das Tool wurde mit Blick auf schnelllebige Umgebungen entwickelt, wodurch DNS-Probleme in Ihrem Netzwerk innerhalb von Sekunden oder Minuten erkannt werden sollten.

Dotcom-Monitor

Dotcom-Monitor bietet ein einfaches DNS-Überwachungstool, das die Anfragezeiten auswertet, mit einem DNS-Trace antwortet und bei auftretenden Problemen eine Warnung sendet. Wenn also Schwierigkeiten bei der Auflösung von DNS-Namen auftreten, wird sofort ein DNS-Trace erstellt, der den vollständigen Ausbreitungspfad zeigt. Zudem wird eine Warnung gesendet, die die Art des Problems und das Ausmaß des Fehlers umfasst. Leistungsberichte zeigen außerdem die globalen Auflösungsgeschwindigkeiten auf.

Einer der Vorteile dieses Überwachungstools ist, dass es eine Vielzahl von Datensätzen unterstützt – ob AAAA, NS, CNAME, TXT, SPF oder viele andere. Das ist bei der Fehlersuche sehr hilfreich, da Sie viel mehr Informationen als sonst erhalten.

ManageEngine Applications Manager

Applications Manager bietet eine umfassende DNS-Überwachung, um sicherzustellen, dass Ihr DNS-Server auf hohem Niveau performt. Zudem sorgen Echtzeitwarnungen dafür, dass Probleme, die die Leistung Ihrer Geschäftsanwendungen beeinträchtigen, nicht unbemerkt bleiben. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass kritische Dienste jederzeit verfügbar sind, eine konstante Konnektivität von Websites und Servern gewährleistet ist und DNS-Probleme schnell erkannt werden. Mit detaillierter Überwachung, intelligenten Warnmeldungen und Berichten zur Analyse von Leistungstrends ist der Applications Manager eine gute Lösung für alle, die ein DNS-Überwachungstool suchen.

UpTrends

UpTrends ist ein kostenloses DNS-Lookup-Tool zur Überwachung des DNS-Status rund um die Uhr, das vielseitige Funktionen bietet. Denn mit UpTrends können Sie alle wichtigen DNS-Einträge, einschließlich A, AAAA, SOA, TXT und MX, überwachen. Zusätzlich lassen sich auch Root-Server überwachen, damit Sie wissen, wann das DNS beeinträchtigt wurde. Auf diese Weise kann DNS-Poisoning gestoppt werden, bevor es die Stabilität und Leistung des Servers beeinträchtigt. Um sicherzustellen, dass jede Änderung auffällt, verfolgt UpTrends darüber hinaus auch SOA-Seriennummern.

UpTrends kann DNS-Server weltweit prüfen. Seine Stärke liegt darin, Probleme zu erkennen und zu lösen, bevor sich ein regionales Problem auf den Rest des DNS-Netzwerks ausbreitet.

DNS Check

Ein einfach zu nutzendes DNS-Überwachungstool für geringe Ansprüche

Ein weiteres Werkzeug ist DNS Check. Es überwacht alle Unterschiede oder Suchfehler bei Nameservern und DNS-Einträgen, obwohl es sich hierbei keineswegs um ein umfassendes Tool handelt. Legt man Wert auf Warn- und Ereignisreaktionsprogramme legt, muss DNS Check nämlich mit anderen Produkten kombiniert werden. Allerdings ist es ein Tool, das für die Überwachung von DNS in Betracht gezogen werden sollte.

DNS Check kann automatisch Scans einrichten, um damit verschiedenste Fehler zu identifizieren: falsche IP-Adressen, fehlende oder doppelte DNS-Einträge, entfernte IP-Adressen, nicht reagierende oder nicht synchronisierte Nameserver und mehr.

Ein Vorteil von DNS Check besteht darin, dass Sie wählen können, ob Sie die gesamte Zone oder nur einzelne Datensätze zur Überwachung importieren möchten. Außerdem ist es ein großartiges Werkzeug für Kooperationen: Hier können Links geteilt werden, die zeigen, welche Einträge ordnungsgemäß veröffentlicht wurden und welche nicht.

Site24x7 DNS Server Monitoring

Screenshot aus dem Dashboard Site24x7 DNS Server Monitoring

Site24x7 bietet ein Multi-Tool für die DNS-Überwachung, das die Betreiber alarmiert, sobald ein Fehler oder eine Fehlkonfiguration auftritt. Es kann Websites von über 90 Standorten rund um den Globus überwachen. Dabei prüft das Tool nicht nur, ob eine Website sichtbar ist, sondern untersucht auch den möglichen Grund für den Ausfall.

Site24x7 führt kontinuierlich DNS-Prüfungen durch und gibt eine Warnung aus, sobald ein DNS-Fehler auftritt, der den Endbenutzer daran hindert, eine Website zu erreichen. Das Warnsystem sorgt dafür, dass man nicht ständig auf ein Dashboard schauen muss, um Probleme zu finden. Stattdessen können die Techniker andere Aufgaben erledigen und sich nur dann um das DNS kümmern, wenn Fehler auftreten.

Wie funktioniert DNS?

Der „Auflösungsprozess“ bezieht sich auf die Umwandlung von Domainnamen in IP-Adressen. Dabei haben die Nutzer aber keinen Einblick in diesen Vorgang, der im Hintergrund abläuft. Wenn der Hostname in die Suchleiste eines Browsers eingegeben wird, dauert es einen Moment – in der Regel weniger als eine Sekunde – bis die Anfrage aufgelöst wird. Und obwohl dieser Prozess nur wenige Mikrosekunden dauert, gibt es vier verschiedene Arten von DNS-Servern:

  • der DNS-Recursor (auch rekursiver DNS-Server)
  • der Root-Nameserver
  • der TLD(Top Level Domain)-Nameserver
  • der autoritative Nameserver

Obwohl jeder von diesen Servern einen anderen Zweck hat, arbeiten sie zusammen, um den Nutzern Zugang zu den von ihnen gewünschten Inhalten zu verschaffen.

Welchen Bedrohungen sind DNS-Server ausgesetzt?

Bei einem DNS-Angriff nutzt ein Aggressor Schwachstellen im DNS aus. Obwohl das DNS-System recht robust ist, wurde es in erster Linie für einen stabilen Betrieb und nicht für ein Höchstmaß an Sicherheit konzipiert. Aus diesem Grund gibt es heute viele verschiedene Möglichkeiten, das DNS-System zu attackieren. Viele dieser Angriffe sind sehr komplex und nutzen die Kommunikation zwischen den Clients und den Servern aus. Eine andere Angriffstechnik besteht darin, sich mit gestohlenen Anmeldedaten auf der Website eines DNS-Anbieters anzumelden und DNS-Einträge umzuleiten. Das sind typische Arten von DNS-Angriffen:

  • Zero-Day-Exploit: Angreifer zielen auf bisher unbekannte Schwachstellen im DNS-Protokoll oder in der verwendeten DNS-Software ab.
  • Cache Poisoning: In diesem Fall manipulieren Angreifer das DNS-System, indem sie eine IP-Adresse im Cache des Servers durch eine andere Adresse ersetzen. Dadurch können sie Websurfer auf gefälschte Websites umleiten, Daten sammeln oder andere Arten von Angriffen durchführen. Dies wird auch als DNS-Poisoning bezeichnet.
  • Denial of Service (DoS): Ein Bot sendet mehr Datenverkehr an eine bestimmte IP-Adresse als diese in ihren Datenpuffern verarbeiten kann. Das Ziel kann dann nicht mehr auf legitime Anfragen reagieren.
  • Distributed Denial of Service (DDoS): Im Vergleich zu DoS nutzt der Angreifer hier ein Botnetz, um in kurzer Zeit eine große Anzahl von Anfragen an eine Zieladresse zu senden.
  • DNS-Amplification: Da zu viele Serveranfragen nicht beantwortet werden können, werden sie an andere Server weitergeleitet. Angreifer können diese Methode nutzen, um ihre Angriffe weit zu verbreiten oder sie zu verstärken.

Was ist DNS-Überwachung und wie funktioniert sie?

Bei einem DNS-Überwachungsprozess werden automatische Abfragen an einen gewünschten DNS-Server gesendet und die Ergebnisse für einen bestimmten Domainnamen validiert. Eine der gängigsten Methoden besteht darin, den DNS-Server mit einer URL abzufragen und die im A- oder AAAA-Eintrag zurückgegebene IP-Adresse zu überprüfen. Die entsprechende Antwort auf diese Abfragen ist die korrekte IP-Adresse, die der verwendeten URL entspricht. Wird die richtige IP-Adresse empfangen, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich und die Überwachung wird fortgesetzt. Wird kommt jedoch eine andere IP-Adresse zurück, löst das Überwachungstool einen sogenannten DNS-Vorfall aus und beginnt mit der Benachrichtigung. Ein DNS-Vorfall ist ein Zeitraum, in dem ein Domain Name System nicht verfügbar ist oder falsche Datensätze zurückgibt. Der Begriff bezeichnet aber auch den Umstand, dass die vom Überwachungstool gesendete Anfrage innerhalb einer bestimmten Zeitspanne nicht beantwortet wird.

Warum sollte man die DNS-Überwachung nutzen und wo liegen die Vorteile?

Die Überwachung des DNS-Eintrags ist sehr wichtig, um die Erreichbarkeit der eigenen Website zu gewährleisten. Bei DNS-Problemen – egal welcher Art – können Kunden zum Beispiel den Online-Shop nicht mehr erreichen, was sich schnell finanziell auf ein Unternehmen auswirken kann. Die Überwachung des DNS erhöht sowohl die Zuverlässigkeit als auch die Sicherheit dieses Dienstes und ist bei der Erkennung einiger gängiger Hackerangriffe wie DDoS-Attacken oder DNS-Poisoning sehr wirksam.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die DNS-Überwachung kann rund um die Uhr erfolgen. Sie ist vollständig automatisiert und erfordert nach der Einrichtung wenig bis gar keine Wartung. Dennoch liefert sie die gleichen wertvollen Informationen.
  • Die DNS-Überwachung lässt sich in kürzester Zeit einrichten und die Verfügbarkeitsinformationen werden von Anfang an bereitgestellt.
  • Die DNS-Überwachung ermöglicht das Testen verschiedener Endpunkte rund um den Globus. Dies ermöglicht die Unterscheidung zwischen regionalen Fehlern und Vorfällen, die alle Benutzer betreffen.
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